27. Juni 2019 / 15:53 Uhr

Talent Edwards trainiert bei den Profis des VfL Wolfsburg: "Er hat es sich verdient"

Talent Edwards trainiert bei den Profis des VfL Wolfsburg: "Er hat es sich verdient"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, AOK-Stadion, Fußball-Bundesliga, A-Jugend, VfL Wolfsburg - Union Berlin, 11.05.2019
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, AOK-Stadion, Fußball-Bundesliga, A-Jugend, VfL Wolfsburg - Union Berlin, 11.05.2019 © Boris Baschin
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Er war im Januar aus den USA nach Deutschland gekommen und von der D.C. United Academy in die A-Jugend des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg gewechselt – und da entwickelte sich Michael Edwards schnell zu einer festen Größe. Jetzt darf sich der 18-Jährige bei den Profis zeigen und wird zum Start der Vorbereitung am Sonntag mit auf dem Platz stehen.

„Er hat es sich verdient“, freut sich A-Jugend-Trainer Thomas Reis. Was Edwards drauf hat, stellte er bei der U19 unter Beweis: In allen zwölf Partien im vergangenen halben Jahr kam er über die volle Distanz zum Einsatz, zudem lief er im Hin- und Rückspiel des DM-Halbfinals gegen den VfB Stuttgart auf. „Er war für uns ein Garant dafür, dass wir um die deutsche Meisterschaft spielen durften“, betont Reis, der sich mit Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer schon mehrfach über Edwards ausgetauscht hat.

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Und was zeichnet den Innenverteidiger aus? „Er ist unheimlich schnell, kopfballstark und hat in der kurzen Zeit schon viel dazugelernt“, sagt Reis. Der Trainer merkt jedoch auch an: „Er ist manchmal ein bisschen zu hart am Mann. Aber das ist mir lieber, als wenn ich die Spieler anschieben muss.“ Auch menschlich passt Edwards in die Mannschaft, obwohl es anfangs vor allem mit der Sprache schwierig war. „Zunächst war er etwas zurückhaltend, aber die Jungs haben ihn toll aufgenommen. Er ist ein super Junge mit einem tollen Charakter“, so der U19-Coach.

Darum wechselten die Trainer des VfL Wolfsburg

1997/98: Aufstiegstrainer <b>Willi Reimann</b> wurde im Team respektiert, herzlich war sein Umgang mit den Spielern nie. Nach der Winterpause wurden Risse sichtbar; als die WAZ enthüllte, dass Manager Peter Pander Reimanns Defizite im Umgang mit den Spielern ausgleichen sollte, war der Trainer sauer („Dann kann ich ja hinwerfen“), der VfL nahm die Aussage als Rücktritt. Uwe Erkenbrecher wurde für ein Spiel Interimscoach, dann folgte <b>Wolfgang Wolf</b>, der mit drei 1:0-Siegen in Folge startete. Zur Galerie
1997/98: Aufstiegstrainer Willi Reimann wurde im Team respektiert, herzlich war sein Umgang mit den Spielern nie. Nach der Winterpause wurden Risse sichtbar; als die WAZ enthüllte, dass Manager Peter Pander Reimanns Defizite im Umgang mit den Spielern ausgleichen sollte, war der Trainer sauer („Dann kann ich ja hinwerfen“), der VfL nahm die Aussage als Rücktritt. Uwe Erkenbrecher wurde für ein Spiel Interimscoach, dann folgte Wolfgang Wolf, der mit drei 1:0-Siegen in Folge startete. ©

Jetzt steht für Edwards der Sprung in den Herrenbereich an, bei der U23 geht’s für ihn weiter. Doch zunächst will er sich bei den Profis präsentieren. Reis ist sich sicher: „Der Junge ist zwar erst kurz da und man muss ihn Stück für Stück weiterentwickeln, aber, wenn es bei ihm so weiter geht, traue ich ihm viel zu.“

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Auch Torhüter Lino Kasten, der noch ein Jahr in der A-Jugend spielen kann, darf sich beim Bundesligisten zeigen. „Lino ist enorm stark, aber was das Spiel mit dem Ball angeht, hat er noch viel Entwicklungspotenzial. Er ist jedenfalls ein positiv verrückter Typ“, beschreibt Reis und sagt: „Wir haben schon einige tolle Jungs in unseren Reihen.“