06. Januar 2022 / 17:11 Uhr

Tanzsportteam Göttingen geht optimistisch in die Bundesligasaison 2022

Tanzsportteam Göttingen geht optimistisch in die Bundesligasaison 2022

Ferdinand Jacksch
Göttinger Tageblatt
Die Göttinger A-Formation bei den Deutschen Meisterschaften 2021.
Die Göttinger A-Formation bei den Deutschen Meisterschaften 2021. © Volker Hey
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Kann die A-Formation des Tanzsportteams Göttingen zum Auftakt der Bundesligarunde den Braunschweiger Tanz-Sport-Club hinter sich lassen und damit das Ergebnis der Deutschen Meisterschaft umdrehen? Die Antwort gibt es am Sonnabend in Ludwigshafen, wenn die besten deutschen Standardformationen gegeneinander antreten.

Neues Jahr, neue Herausforderungen: Energie, Motivation und Inspiration sind gefragt, wenn das Auftaktturnier der Erstliga-Standardformation am Sonnabend um 18 Uhr in der Rundsporthalle in Ludwigsburg beginnt. Die A-Formation des Tanzsportteams Göttingen von Cheftrainer Markus Zimmermann tanzt wieder um den Titel mit.

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Zuletzt hatte Göttingen die Bundesligarunde 2020 gewonnen. Die Saison 2021 fiel demgegenüber wegen Corona aus. Die diesmal ebenfalls für die erste Liga qualifizierte B-Formation wird in Ludwigsburg aus beruflichen Gründen und verletzungsbedingt noch nicht an den Start gehen. „Wir hoffen, ab dem nächsten Turnier am 22. Januar in Bocholt wieder antreten zu können“, gibt sich Trainer Christopher Linne trotz seines engen Kaders optimistisch.

Viele coronabedingte Rückschläge in den vergangenen Monaten

Noch hallen die vielen Rückschläge nach, die die Corona-Pandemie den Tanzsportlern seit mittlerweile fast zwei Jahren beschert hat. Zuletzt machte ihnen die angespannte Lage Anfang Dezember 2021 einen Strich durch die Rechnung: Die in Braunschweig geplante Tanz-Weltmeisterschaft der Standardformationen musste der Braunschweiger Tanz-Sport-Club wie schon 2020 absagen – diesmal nur 48 Stunden vorher.

„Das ist eine große Katastrophe. Ich kann gar nicht sagen, wie enttäuscht ich bin“, sagte damals Rüdiger Knaack, Cheftrainer des Gastgebers BTSC. Schließlich war sein Team einige Wochen zuvor in Bremerhaven vor dem Tanzsportteam Göttingen Deutscher Meister geworden, und das denkbar knapp. Als aus sportlicher Sicht „absolut tragisch“ bezeichnete der Göttinger Trainer Zimmermann damals den Ausfall der WM, schließlich hätte man zusammen mit Braunschweig die deutschen Farben vertreten.

„Jetzt bleibt leider erst einmal nur die Hoffnung, dass zumindest in diesem Jahr die Bundesligaturniere alle stattfinden können“, sagt Zimmermann über den Kampf gegen die Pandemie. Die fünf Turniere sollen am Sonnabend in Ludwigsburg starten, am 5. Februar ist das Heimturnier in der Göttinger Sparkassen-Arena geplant. Sicherlich steht an der Spitze erneut ein harter Kampf zwischen Göttingen und Braunschweig an, so wie zuletzt bei der Deutschen Meisterschaft in Bremerhaven. Mit „Dancing on the Ceiling“ (An der Decke tanzen) hatte sich Braunschweig viel vorgenommen – und damit am Ende auch das Ziel erreicht.

Braunschweig tanzt bei der DM wieder aufs oberste Podest

Mit dem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften tanzte Braunschweig wieder aufs oberste Podest. Den zweiten Platz belegte das Göttinger A-Team mit seiner Choreografie „Happy together“, einem erfolgversprechenden Gute-Laune-Programm. Ganz knapp ging es auf den Plätzen drei und vier zu – auch hier wurden im Vergleich zum Ergebnis 2019 die Plätze getauscht: Der TSC Rot-Gold Casino Nürnberg belegte mit seinem neues Thema „Live the Passion“ mit einem Vorsprung von 0,04 Punkten den dritten Platz vor dem 1. TC Ludwigsburg, der bei seiner letzten Choreografie von 2019, „Avalon“, geblieben war.


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Dieses Quartett wird 2022 auch im exquisiten Feld der Bundesliga den Ton angeben. – Diese acht Standardformationen gehen in Ludwigsburg an den Start: TSA des TSV Bocholt von 1867/1896, Braunschweiger TSC, TSZ Blau-Gold-Casino Darmstadt, TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß, Tanzsportteam d. ASC Göttingen 1846 A-Team, 1. TC Ludwigsburg, TSC Blau-Gold Nienburg, TSC Rot-Gold Casino Nürnberg.