10. März 2019 / 09:47 Uhr

Tanzsportteam Göttingen gewinnt erstmals die Bundesliga

Tanzsportteam Göttingen gewinnt erstmals die Bundesliga

Ferdinand Jacksch
Göttinger Tageblatt
Das Tanzsportteam Göttingen bejubelt in Nürnberg den Sieg in der Bundesliga der Standardformationen.
Das Tanzsportteam Göttingen bejubelt in Nürnberg den Sieg in der Bundesliga der Standardformationen. © Depner
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Luftsprünge, Freudentränen, grenzenloser Jubel und laut knallende Sektkorken: Die Standardformation des Tanzsportteams Göttingen hat in Nürnberg nach einer aufregenden Saison auch das fünfte und letzte Turnier der Bundesligasaison 2019 gewonnen und damit die Bundesliga für sich entschieden.

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Göttingen siegte mit den Noten 1-1-1-1-2-3-1 vor dem Braunschweiger TSC (2-2-2-3-1-1-2) und dem 1. TC Ludwigsburg (3-3-3-2-3-2-3). Als Sieger der Bundesliga hat sich das Team nicht nur für die Weltmeisterschaft Ende des Jahres qualifiziert sondern auch den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte des TSC Schwarz Göttingen gefeiert.

Das Tanzsportteam Göttingen bejubelt die Bewertung

„Eine Mannschaft, die mit ihren Auftritten die Menschen glücklich macht“, twitterte der TSC-Vorsitzende Jens Wortmann, der sich seit 2010 im Amt befindet, in der schönsten Stunde der Vereinshistorie. Wortmann wird Ende März nicht noch einmal als Klubchef kandidieren und damit den Führungsstab in andere Hände weitergeben.

Die Göttinger Tänzer freuen sich über die guten Noten

Spätestens in Nürnberg wurde der jahrzehntelang andauernde Wettstreit zwischen Vorjahressieger 1. TC Ludwigsburg und dem amtierenden Deutschen Meister Braunschweiger TSC um die Vormachtstellung der besten deutschen Standardformationen aufgebrochen. „Für mich persönlich ist es besonders schön, dass sich das Konzept, das wir 2004 entwickelt haben und das immer von den anderen Mannschaften belächelt wurde, im Endeffekt durchgesetzt hat. Bei uns steht eben das Team und nicht einzelne Personen im Vordergrund“, sagte Cheftrainer Markus Zimmermann im Siegestaumel.

Strahlende Gesichter: Die Göttinger A-Formation freut sich über den Sieg in Nürnberg.
Strahlende Gesichter: Die Göttinger A-Formation freut sich über den Sieg in Nürnberg. © R
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„Der Durchbruch war eine Kombination aus der Entscheidung der Trainer, uns für die laufende Saison fit zu machen, und dem Ansporn der Tänzer, das Erbe des Tanzsportteams Göttingen in Ehren zu halten und an die vorherigen Erfolgen anzuknüpfen“, sagte Teamsprecher Anton Shukow in seiner wohl bisher glücklichsten „Tanzstunde“.

Finale der teilnehmenden Standardformationen

„Ich kann es noch gar nicht so richtig fassen, was in den letzten Wochen und Monaten passiert ist und dass wir als bestes Bundesligateam Deutschlands ganz oben auf dem Treppchen stehen“, gab die 20-jährige Jurastudentin und Mannschaftsführerin Sarah Günther ihren Gefühlen freien Lauf. „Unser sehr junges Team hat sehr hart trainiert, um immer besser zu werden. Jetzt sind wir einfach nur noch belohnt worden. In dieser Sportart dauert es einfach sehr, sehr lange, um an die Spitze zu kommen“, ergänzte die Teamsprecherin.

Das Tanzsportteam Göttingen sichert sich in Nürnberg den Bundesligasieg

Somit war es nicht nur der Verdienst dieses Teams, sondern auch der Mannschaften in den Jahren zuvor. Geschätzt gut 800 Trainingsstunden führten in den vergangenen Wochen und Monaten zum ungeahnten Erfolg. Bis weit nach Mitternacht arbeitete das Team am vergangenen Freitag am letzten Feinschliff, ehe am Sonnabend der Tross nach rund einstündiger Vorbereitung zum letzten Bundesligaturnier der Saison in Richtung Nürnberg aufbrach.

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Rund eine Stunde vor Mitternacht stand am Sonnabend der endgültige Sieg fest, dem sich bis in die frühen Morgenstunden die ausgelassene Aftershowparty anschloss. Ein Traum war plötzlich Wirklichkeit geworden, unterlegt mit der tollen Musik der Erfolgschoreografie „Postmodern Jukebox“.

Die jungen Göttinger waren sich nach dem Sieg schnell einig: „Jetzt dürfen wir uns nach einer kurzen Regenerationsphase auf diesem Erfolg nicht ausruhen. Wir müssen uns bis zur Weltmeisterschaft Ende des Jahres noch weiter entwickeln, um Deutschland würdig zu vertreten und der internationalen Konkurrenz einigermaßen gewachsen zu sein“, hieß es.

Endlosschleife: Die Göttinger Tänzer jubeln und jubeln und jubeln

Die Göttinger A-Formation hat im Laufe der vergangenen Wochen und Monate Außergewöhnliches geleistet, Maßstäbe gesetzt und ist mit jeder Drucksituation gut umgegangen. „Wir haben in der Vorbereitung einen der vorderen Plätze angepeilt, aber dass wir vier von fünf Turnieren gewinnen, hätten wir nie geglaubt“, sagte Cheftrainer Markus Zimmermann. „Man braucht eben einen langen Atem“, ergänzte er.

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