08. September 2019 / 11:05 Uhr

Tanzsportteam Göttingen holt WM-Bronze in Moskau

Tanzsportteam Göttingen holt WM-Bronze in Moskau

Ferdinand Jacksch
Göttinger Tageblatt
Glückliche Gesichter: Das Tanzsportteam Göttingen holt bei der WM im Formationstanzen in Moskau Bronze.
Glückliche Gesichter: Das Tanzsportteam Göttingen holt bei der WM im Formationstanzen in Moskau Bronze. © Andreas Klemm
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Für den Göttinger Tanzsport war der Sonnabend ein Tag für die Geschichtsbücher: Das Göttinger Tanzsportteam holte in Moskau bei der Weltmeisterschaft der Standardformationen Bronze – und musste dabei nur zwei russischen Formationen den Vortritt lassen

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Das Tanzsportteam Göttingen hat in Moskau den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte gefeiert: Bei der Weltmeisterschaft der Standardformationen holte die Mannschaft um Cheftrainer Markus Zimmermann mit 34,79 Punkten am Sonnabend überraschend die Bronzemedaille.

Dabei ließen die Göttinger wie schon in der Bundesliga den hochdotierten Deutschen Meister Braunschweiger TSC (34,71) knapp hinter sich. Gut 4000 begeisterte Zuschauern feierten ebenfalls lautstark den erfolgreichen Titelverteidiger Vera Tyumen (36,96) aus Westsibirien mit seiner bezugsreichen Choreografie „Championsleague“ und die zweite russischen Formation Duet Perm Standard Team (36,45), die die Silbermedaille holte.

Bilder: Das Tanzsportteam Göttingen bei der WM der Standardformationen 2019 in Moskau

Bilder: Die WM der Standardformationen 2019 in Moskau mit dem Tanzsportteam Göttingen Zur Galerie
Bilder: Die WM der Standardformationen 2019 in Moskau mit dem Tanzsportteam Göttingen © R/Heller/Klemm/Screenshot
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Hinter dem Vierten aus Braunschweig folgten Danza Brno (31,23) aus der Tschechischen Republik und DSV Sway of Life (30,26) aus den Niederlanden.

„Wir sind mega stolz auf die Leistung unserer Göttinger A-Formation“, sagte ein begeisterter TSC-Vorsitzender Christian Schröder. „Super Ergebnis! Die harte Arbeit des Teams mit fast täglichem Training seit März hat sich ausgezahlt“, kommentierte Cheftrainer Markus Zimmermann. „International kennt man im Tanzsport jetzt auch das Göttinger Tanzsportteam, und darauf sind wir sehr stolz.“

„Dieser Tag wird für uns alle unvergesslich bleiben“, sagte Anton Shukov, der Teamsprecher der Göttinger Formation mit russischem Blut in den Adern, über den einzigartigen Moment. „International das erste Mal auf dem Treppchen stehen zu dürfen, das ist einfach unglaublich.“

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Auch Sarah Günther ließ ihren Gefühlen freien Lauf: „Eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft haben wir uns alle erträumt, und deshalb sind wir umso glücklicher, dass wir unser Ziel erreicht haben. Ich bin einfach dankbar, in einem so tollen Team tanzen zu dürfen.“

Völlig hingerissen war auch die 21-jährige Biologiestudentin Caroline Schulze: „Das ist einfach ein überwältigendes Gefühl, mit so vielen Fans auf einem internationalen Turnier zu stehen und einen Platz unter den ersten Drei der Welt zu ergattern.“ Erstmals in der A-Formation und gleich auf einer Weltmeisterschaft zu tanze – „einen besseren Einstand hätte ich mir nicht vorstellen können“, schwärmte der 19-jährige Architekturstudent Robert Bischoff, der sich im Anschluss an das Turnier mit seinen Teamkollegen eine feucht-fröhliche Nacht genehmigte.

Vorausgegangen war ein spektakuläres Zusammenspiel zwischen Formationstanzen und Technik, das das Publikum in seinen Bann zog. Die WM, das Highlight des Formationstanzens, vermittelte in Moskau einmal mehr pure Lebensfreude und junge Spritzigkeit.

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Das Göttinger A-Team zeigte in der russischen Metropole mitreißend die aktuelle Version der „Postmodern Jukebox“, ein Mix aus Moderne und Vergangenheit, facettenreich und sehr kurzweilig. Dahinter steckte jede Menge hartes Training und Knochenarbeit. Das Ergebnis kann mit Fug und Recht als eindrucksvoll bezeichnet werden.

Das Göttinger Tanzsportteam genießt nun zusammen mit den mitgereisten Fans völlig entspannt noch bis Dienstag die touristischen Highlights der rund zwölf Millionen Einwohner zählenden russischen Hauptstadt: Vom Kreml über den Roten Platz und das Lenin-Mausoleum bis hin zur Basilius-Kathedrale mit ihren bunten Zwiebeltürmen.

Am Abend folgt ein weiterer Glanzpunkt: Die hinreißende Inszenierung des Ballettklassikers Schwanensee, getanzt vom Russischen Nationalballett. Unvergessliche Erinnerungen an die Tage von Moskau werden die Heimreise mitantreten. Laut Reiseplan geht es am Dienstag per Aeroflot vom Flughafen Moskau-Scheremetjewo zunächst nach Berlin-Schönefeld.

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