08. November 2021 / 10:40 Uhr

Rote Laterne abgegeben: Tapfer Leipzig dreht Spiel in den Schlussminuten

Rote Laterne abgegeben: Tapfer Leipzig dreht Spiel in den Schlussminuten

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild Fußball
In der Landesklasse war auch an diesem Wochenende wieder einiges los. © Thomas Manthey
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In der Schlussphase ging es heiß her! Der SV Tapfer Leipzig erzielte in den letzten zehn Minuten zwei Treffer und erkämpfte sich am Ende einen 2:1-Sieg gegen den SV Liebertwolkwitz. Des Weiteren spielten Lipsia Eutritzsch und Roter Stern 2:2 und die SG LVB und Rotation trennten sich 1:1-Unentschieden.

Leipzig. Später, aber ganz wichtiger Sieg für Tapfer Leipzig: Mit einem 2:1-Heimsieg gegen den SV Liebertwolkwitz haben die Schützlinge des Trainer-Duos Steffen Hartmann/Marcus Wittmann die rote Laterne der Fußball-Landesklasse an den LSV Südwest, dessen Partie in Wurzen dem aufgeweichten Platz zum Opfer fiel, abgegeben.

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Tapfer zieht auch an der LVB-Elf vorbei

„Ich bin fix und alle“, gestand Hartmann nach dem nervenaufreibenden Match gegen die Wolkser. Diese waren kurz nach Wiederanpfiff durch Florian Kopf in Führung gegangen. Kopf traf zwar nicht mit dem Kopf, setzte nach einem Eckball aber effektiv nach (47.). Die Gastgeber steckten nicht auf, Hartmann peitschte die Seinen mit vollem Stimmeinsatz immer wieder nach vorn und durfte am Ende jubeln. Erst glich Philipp Anders per Foulelfmeter aus (81. Minute) und drei Minuten vor dem Ende sorgte Dmitry Paley nach einem Standard für den Siegtreffer der Tapferen. „Es war kein schönes Spiel, aber kämpferisch war es von uns gut“, konstatierte Hartmann.

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Tapfer kletterte sogar noch hauchdünn an der LVB-Elf vorbei, obwohl sich diese beim Tabellenzweiten Rotation 1950 mit 1:1 prima schlug. Der Ausgleich gelang den Connewitzern durch Lennart Raschke zwar erst in der vierten Minute der Nachspielzeit, doch das war ihnen herzlich egal. Das 1:0 für Rotation hatte Ronny Jähn auch erst eine reichliche Viertelstunde vor Schluss erzielt – noch ein Indiz dafür, wie schwer sich die Platzherren diesmal taten.


In einem weiteren Leipziger Derby trennten sich Lipsia Eutritzsch und Roter Stern 2:2. Aus der Eutritzscher Führung von Maximilian Stöckmann (13. Minute) machten die Gäste quasi per 180-Grad-Drehung ein 2:1 zu ihren Gunsten. Beim 1:1 konnte mit Grigo ein anderer Maximilian den weit vorm Tor postierten Lipsia-Keeper Alexander Riedel überlisten, zum 1:2 traf Max (tatsächlich "nur" Max) Herzog mit einem Fernschuss. Doch Lipsia kam nochmal zurück, machte Druck, erhielt einen Foulelfmeter, den Tom Kuhn nutzte (84.). Die Eutritzscher erzielten sogar noch ein Tor, das aber wegen Abseits nicht anerkannt wurde. "Am Anfang hat uns Lipsia fast überrollt, aber dann haben wir umgestellt und bekamen den Gegner in den Griff", sagte Gästetrainer Marcus Bieleit, ärgerte sich aber über den Strafstoß zum 2:2: "Der war schon bissl komisch."