16. September 2019 / 11:48 Uhr

Tauchas B-Junioren blamieren sich am Charlottenhof

Tauchas B-Junioren blamieren sich am Charlottenhof

Kai Rachner
SPORTBUZZER-Nutzer
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Symbolbild © Leipzig report
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In einem niveauarmen Kick kam die SG Taucha nicht über ein torloses Remis gegen den Tabellenletzten SpG Lindenau/Schönau hinaus. 

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Leipzig. Das Gute vorweg : Es war ein herrlicher Spätsommervormittag, bei dem die Zuschauer nochmals kräftig die Vitamin B – Akkus aufladen konnten. Das war es allerdings dann auch schon. Tauchas B-Junioren boten beim bis dato punktlosen Träger der Roten Laterne eine indiskutable Vorstellung und gingen nach katastrophaler Leistung zurecht nicht noch als Sieger vom Platz. Gegen die biederen Hausherren wäre bei Erreichung von 20 % des Leistungsniveaus ein deutlicher Sieg drin gewesen, aber mit einer überheblichen, sich selbst über- und den Kontrahenten unterschätzenden Einstellung kommen solch Resultate hin und wieder zu Stande. Kein Spieler erreichte auch nur ansatzweise Normalform.

Wir hatten zwar ein deutliches Plus in Sachen Ballbesitz, wussten aber mit dem Spielgerät wenig bis nichts anzufangen. Das Dilemma zeichnete sich direkt nach dem Anpfiff ab. Anton K. wurde perfekt auf dem linken Flügel freigespielt, brachte den Ball aber nicht im Gehäuse unter. So sollte sich das fortsetzen. Trotz fehlender Struktur und nicht vorhandener Kreativität ergaben sich für uns eine Vielzahl an Einschussmöglichkeiten, aber heute verzettelten sich alle Spieler im Abschluss. Genannt seien hier ein Schlenzer von Noah, ein ebensolcher Abschluss von Marvin, dann Marvin aus Nahdistanz nach Freistoß-Chip, ein Solo von Anton S. mit anschließendem Schrägschuss am langen Pfosten vorbei. Die Aufzählung wäre beliebig lang fortzusetzen. Hätten wir nur ansatzweise Tempo ins Spiel gebracht und mal mit wenigen Ballkontakten gespielt, wäre es möglich gewesen, sich bis ins Tor zu kombinieren. Die Gastgeber fanden so gut wie nicht statt, witterten aber kurz vor der Pause Morgenluft, als sie sich zweimal nach unseren dilettantischen Ballverlusten in die Box bewegten, aber im Abschluss zu harmlos waren. Wir bettelten in dieser Phase förmlich darum. Wer weiß, wozu es gut gewesen wäre.

Taucha kann auch die Überzahl nicht nutzen

Kurz vor dem Halbzeitpfiff schwächten sich die Hausherren mittels roter Karte noch selbst. Bei einer Rudelbildung griff ein einheimischer Spieler Marvin ins Gesicht, so dass dem Unparteiischen keine Wahl blieb. Er musste sich nachfolgend noch übelster Beschimpfungen unterhalb der Gürtellinie durch den Übeltäter aussetzen. Vermutlich wird dieser Spieler die komplette Hinrunde über seine Ausfälligkeiten nachdenken können, die Sperre dürfte lang ausfallen.

Leider spielten wir nach dem Wechsel im selben Trott weiter, auch die Wechsel zeigten keinerlei fußballerische Wirkung. Wir übertrafen uns im Auslassen großer und größter Möglichkeiten, brachten es sogar fertig, den Ball aus einem Meter über und ein anderes Mal neben den Kasten zu setzen. In der Rückwärtsbewegung waren wir teilweise leichtfertig und gestatteten Lindenau somit sogar noch zwei gefährliche Situationen. Einmal verzogen sie knapp nach Steilpass und bei der zweiten Situation senkte sich eine Bogenlampe gefährlich aber erfolglos auf unser Gehäuse.Nach dreiminütiger Nachspielzeit erlöste der Mann in Schwarz die Zuschauer von dieser Zumutung.Die kommenden Aufgaben werden nicht leichter. Die Mannschaft muss verinnerlichen, dass es nur über die Einstellung geht. Die Basics müssen passen, alles Weitere ergibt sich.

Taucha: Fynn – Lucas G., Maximilian, Laurin (Jonas) , Lucas L. (Max) – Anton S., Johnny (Simon), Noah, Anton K.– Marvin, Sky

Zuschauer: 37

Karten: SpG Lindenau/Schönau 1 x Rot, 2 x Gelb