09. September 2019 / 11:31 Uhr

Tauchas B-Junioren fahren Heimsieg gegen Böhlitz-Ehrenberg ein

Tauchas B-Junioren fahren Heimsieg gegen Böhlitz-Ehrenberg ein

Kai Rachner
SPORTBUZZER-Nutzer
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Symbolbild © Christian Modla
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Gegen die bisher verlustpunktfreien Gäste aus Böhlitz-Ehrenberg zeigte die SG Taucha eine starke Leistung und gewann hochverdient mit 4:1. 

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Taucha. Zum Heimauftakt und Premiere auf neuem Kunstrasen hatten wir die Gäste aus Leipzigs tiefem Westen zu Gast. Die Böhlitzer konnten ihre beiden Auftaktbegegnungen siegreich gestalten und reisten somit verlustpunktfrei an die Parthe. Wir konnten den Gegner schwer einschätzen, da wir in den zurückliegenden Altersklassen noch keine Spielerfahrung mit dem Kontrahenten hatten sammeln können.

Bei guten äußeren Bedingungen und vor stattlicher Kulisse ging es gleich schwungvoll los, jedoch auf der falschen Seite. Die Gäste schüttelten uns sofort ordentlich durch. Wir vertändelten im Spielaufbau leichtfertig den Ball und die ganz in Blau spielenden Böhlitzer gingen sofort mit vollem Tempo ins Angriffsspiel. Über deren wieselflinken Linksaußen ging die Post ab und er konnte von der Grundlinie aus scharf nach innen passen. Am langen Pfosten lauernd verpasste ein Angreifer nur um Millimeter die Kugel und damit das sichere Führungstor. Von diesem Schnellangriff noch schwindelig, ließen wir keine Minute später eine Doublette des Spielzuges zu. Diesmal verpassten die Böhlitzer am kurzen Pfosten. Glück gehabt!

Wir waren nun wachgerüttelt und versuchten über Ballbesitz und -zirkulation in die Begegnung zu finden. Paul und Johnny machten nun unheimlich Meter und brachten die erwünschte Struktur in unser Spiel. So konnten wir über Ballstafetten unsere Offensivabteilung in die gewünschten Räume manövrieren, was auch langsam Wirkung zeigte. Immer wenn wir mit wenigen Berührungen und mit Zug spielten, kamen wir in verheißungsvolle Angriffspositionen. Aber für die Führung musste ein Standard herhalten. Nachdem bereits zwei Eckbälle brandgefährlich aber ohne Wirkung vor das Tor der Böhlitzer segelten, war es in der 11. Minute soweit. Eine herrliche Ecke von Paul schädelte Sky wuchtig ins lange Eck. Wir hatten nun Blut geleckt und spielten Vollgas. Nach Traumkombination über die rechte Seite gelangte der Ball nach toller Passfolge auf den halblinks lauernden Marvin, der das Zuspiel direkt verwertete und den verdutzten Gästehüter mit sehenswerter Spannstoßbogenlampe zum 2:0 überwinden konnte. Die Gäste gaben aber nicht klein bei und brachten unsere nicht sonderlich sattelfest wirkende Defensive immer wieder in Bedrängnis. Die beste Gelegenheit vergaben sie nach feinem Tempoangriff mit einem Abschluss aus 17 Metern, der an die Latte klatschte. Auch einen gefährlich getretenen Freistoß vom rechten Strafraumeck brachten sie nicht im Tor unter. Im weiteren Verlauf kontrollierten wir die Begegnung aber immer sicherer und gingen mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel drängten wir auf die Vorentscheidung. Wir beschäftigten die in der Abwehr wackeligen Gäste nun permanent und kamen mit vielen Angriffen zum Abschluss. In der 54. Spielminute krönte Sky seine an diesem Tag bockstarke Leistung mit seinem zweiten Treffer, als er nach einem Abpraller aus 12 Metern einschieben konnte.

Wer gedacht hatte, das sei die Entscheidung, sah sich allerdings getäuscht. Bei einem Klärungsversuch nach Eckball köpfen wir uns den Ball an die am Körper anliegende Hand und der Unparteiische entschied zweifelhaft auf Handelfmeter. Diesen verwandelten die Böhlitzer sicher halbhoch ins rechte Eck. Bei uns begann nun völlig unverständlich das große Zittern. Wir verloren für etwa zehn Minuten komplett den Faden und machten damit die Gäste stark. Defensiv passten die Abstände nicht mehr, wir verschoben schlecht und trafen nach Ballgewinnen konsequent die falschen Entscheidungen. Zu oft wollten wir nach Ballgewinnen gleich den tödlichen Pass in die entblößte Abwehr der Böhlitzer spielen, gaben aber damit immer wieder die Kugel zum Gegner. Glücklicher Weise standen wir defensiv sehr robust und scheuten keinen Zweikampf, so dass die Gäste aus deren Drangphase kein Kapital schlagen konnten.

Als die Böhlitzer in der letzten Viertelstunde alles auf eine Karte setzten, entstanden für uns riesige Konterräume. Wir liefen gefühlte zehnmal in Überzahl Richtung Gästegehäuse, trafen aber im Abschluss leider immer die falsche Entscheidung oder scheiterten am prächtig reagierenden Gästehüter. Einen starken Eindruck hinterließ hier vor allem der eingewechselte Simon, der mehrfach in Usain – Bolt – Manier die Abwehr düpierte, aber leider noch deutlich an seiner Übersicht im Torabschluss nachjustieren muss. Die Entscheidung war dann unserem Terrier auf der Sechserposition vorbehalten. Im Konterangriff startete Paul auf der halblinken Position durch und chipte das exakte Zuspiel über den herausstürzenden Goalie zum Endstand ins Netz.

Bereits am kommenden Wochenende gilt es mit voller Konzentration in Lindenau gegen das momentane Tabellenschlusslicht Farbe zu bekennen. Nach Sepp Herbergers Ansatz ist allerdings der nächste Gegner immer der Schwerste. Das sollten wir beherzigen und mit geschlossener Mannschaftsleistung dort den nächsten Auswärtserfolg anstreben.

Taucha mit: Fynn – Anton S., Maximilian, Jonas H., Max (Lucas G.) – Dominic (Bruno), Paul, Johnny, Tristan (Lucas L.) – Marvin, Sky (Simon)

Zuschauer: 47

Tore:1:0 (11.) Sky, 2:0 (13.) Marvin, 3:0 (54.) Sky, 3:1 (59.) HE, 4:1 (78.) Paul

Karten: Taucha 3x Gelb, Böhlitz-Ehrenberg 2x Gelb

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