24. November 2016 / 09:51 Uhr

Tauchas D-Junioren stolpern zum Auswärtsdreier

Tauchas D-Junioren stolpern zum Auswärtsdreier

Kai Rachner
SPORTBUZZER-Nutzer
Tauchas D-Junioren stolpern zum Auswärtsdreier USER-BEITRAG
Tauchas D-Junioren stolpern zum Auswärtsdreier © Leipzig report
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Nach einem 2:1-Erfolg (2:1) bei der SG Olympia II geht der inoffizielle Herstmeistertitel an die Parthe.

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Trotz indiskutabler Leistung konnten wir am vergangenen Wochenende drei weitere Punkte auf der Habenseite verbuchen. Offensichtlich fehlte es uns in allen Mannschaftsteilen deutlich an der Einstellung. Das beginnt teilweise bereits in der Kabine, zieht sich über die Aufwärmphase und setzt sich dann nahtlos im Spiel fort. Zwar übernahmen wir sofort nach Spielbeginn auf dem schicken Kunstrasen – Kleinfeld an der Mühlwiese das Kommando und gingen auch zeitig durch das Tor von Simon F. in Führung. Das war es dann aber auch bereits mit unserer Herrlichkeit.

Louis hatte einen weiten Schlag die Linie entlang auf Simon F. gespielt, dieser düpierte im Sprint zwei Gegenspieler und konnte unbedrängt einnetzen. Wir dachten sicherlich auch in Anbetracht der Tabellenkonstellation, das würde jetzt zum Selbstläufer. Aber weit gefehlt. Die Coaches hatten in Kenntnis guter Heimresultate vorm bissigen Gegner gewarnt, scheinbar hatte aber der komplette Kader auf Durchzug gestellt. Wir beschäftigten die Gastgeber in der Anfangsphase immer wieder durch Läufe in die Tiefe, waren aber im Abschluss glücklos und unkonzentriert.

So verfehlte ein Paulschuss das Gehäuse, dann scheiterte er in Rücklage aus zwei Metern. Zu allem Überfluss trafen wir in Halbzeit eins noch dreimal das Aluminium. Das konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir den Hausherren, einem reinen jungen Jahrgang, viel zu viel Platz zu deren Entfaltung liessen. Diese nahmen dankend an und beschäftigten uns mehr, als uns lieb war. Immer wieder ging es gut strukturiert mit schnellen Ballpassagen durchs Mittelfeld und dann suchten sie den Pass in die Schnittstelle, der auch viel zu oft gelang. Wir waren mental und physisch nicht präsent, standen viel zu weit weg von den Gegenspielern, reagierten nur statt zu agieren, liefen nicht mit Wucht an, ergo liessen alles vermissen, was modernes Abwehrspiel ausmacht. Und so konnten wir uns zu diesem Zeitpunkt bei Fynn bedanken, der mit starkem Fussreflex im Eins-gegen-Eins die Führung festhielt. In Minute 18 durften wir unter Mithilfe des Heimgoalies auf 0:2 stellen, Noahs Schuss aus 14 Metern schlug mittig hoch im Kasten ein.

Anschliessend wurde unser Spiel noch sorgloser und wir holten den Gastgeber so ins Spiel zurück. Bei einem langen Ball muss Fynn weit aus dem Kasten eilen, spielt die Kugel aber mit kapitalem Schnitzer genau einem Angreifer in die Füsse. Der zieht unwiderstehlich in Richtung Tor und kann nach zunächst noch geblocktem Schuss im zweiten Versuch einnetzen. Dann war Pause und es konnte eigentlich nur besser werden, wurde es aber nicht.

In Hälfte zwei stellten wir das Fussballspielen quasi komplett ein, verwalteten nur noch und liessen den Gegner sich nach allen Regeln der Kunst austoben. Offensiv wirkten wir pomadig, teil lustlos, verloren uns in lethargischen Einzelaktionen, nahmen immer wieder das Tempo aus dem Spiel und verzettelten und ohne jegliche Struktur. Als Olympia Morgenluft witterte, konnten wir wenigstens den kämpferischen Schalter umlegen und fighteten in der Abwehr dagegen. Nach vorn ging so gut wie nichts. Ein Simon F. – Schuss liess der Hüter der Olympioniken durchtrudeln, allerdings strich dieser knapp am langen Pfosten vorbei und auch ein Louis – Geschoss verfehlte knapp das Ziel.

Die Hausherren leckten in den letzten zehn Minuten nochmals Blut und wurden nun richtig mutig, auch weil sie merkten, dass heute gegen uns was ging. Im Abschluss war ihnen allerdings Fortuna nicht hold, denn auch die grösste Chance vergaben sie. Ein Stürmer lief sehr schön in eine gut getimte Flanke und hielt sehenswert die Innenseite rein, jedoch zischte die Kugel übers Gebälk. Wir sehnten nun den Schlusspfiff herbei und nach vier Minuten Nachspielzeit war es dann auch endlich so weit.

Fazit: Ein uninspirierter, teilweise überheblicher Auftritt von uns. Wir konnten heute trefflich feststellen, dass es mit 80 Prozent Leistung auch gegen einen vermeintlich machbaren Gegner nicht funktioniert. Fussball ist zum grossen Teil Kopfsache und da stimmte es an diesem Spieltag gar nicht. Trotzdem haben wir auf Grund der Resultate auf den anderen Plätzen die inoffizielle Herbstmeisterschaft errungen. Schon am Samstag können wir uns im absoluten Spitzenspiel gegen den Zweitplatzierten RB Leipzig D-Juniorinnen neu beweisen. Ohne eine deutliche spielerische und  kämpferische Steigerung wird es schwer, den Platz an der Sonne zu verteidigen, zumal die Gäste mit uns noch eine Rechnung aus der Hinrunde offen haben.

Taucha mit: Fynn – Anton (Jonas G.), Jonas H., Louis – Simon F., Noah, Paul – Simon H. (Bruno, Lucas G.).

Tore: 0:1 (3.) Simon F., 0:2 (18.) Noah, 1:2 (22.).

Karten: keine.

Zuschauer: 28.