26. Mai 2019 / 17:54 Uhr

Tausende Fans trösten RB Leipzigs traurige Pokalfinalisten

Tausende Fans trösten RB Leipzigs traurige Pokalfinalisten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leipzig, 26.05.2019, Fussball, Bundesliga, RB Leipzig Fanfest auf der Festwiese, Mannschaft und Fans feiern die erfolgreiche Saison. , Im Bild: Fans RB Leipzig. , 
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Die Fans auf der Festwiese feierten mit ihrer Mannschaft eine starke Saison. © Picture Point
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Etwa 10000 Fans jubelten ihren Helden am Sonntagnachmittag auf der Leipziger Festwiese zu und bedankten sich für eine sehr starke Saison. 

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Leipzig. Ganz verkraftet hat RB Leipzig die Pokalpleite gegen eiskalte Münchner Bayern noch nicht. Auch bei den etwa 10.000 Bullen-Fans auf der Festwiese sahen viele Gesichter am Sonntagnachmittag noch leicht angesäuert aus. Zu frisch war die Wunde. Yussuf Poulsen versuchte die Niederlage auf seine eigene Weise zu vergessen: „Ich habe gestern zu viele Bier getrunken.“ Geschlafen habe er nicht – glaubt er zumindest. „Das hätte man natürlich auch anders machen können“, sagte der RB-Stürmer, allerdings hätte der Verein „eine sensationelle Saison gespielt“.

Sommerpause: RB Leipzig verabschiedet sich auf dem Fanfest von seinen Fans

Ambivalente Gefühle lagen in der Luft. Die Pokalschlappe war zwar hart, aber die Saison zu gut, um wirklich enttäuscht zu sein. Viele Anhänger wussten ähnlich wie Poulsen bei Gerstensaft und Bratwurst die Saison richtig einzuordnen – der Mannschaft dafür auf dem Fanfest Respekt zu zollen, sei darum eine Selbstverständlichkeit gewesen.

DURCHKLICKEN: Bilder vom Saisonabschlussfest auf der Festwiese

Zum Abschluss nochmal ordentlich feiern: Mit einem großen Fanfest auf der Festwiese vor der Red-Bull-Arena hat sich RB Leipzig am 26. Mai in die Sommerpause verabschiedet. Zur Galerie
Zum Abschluss nochmal ordentlich feiern: Mit einem großen Fanfest auf der Festwiese vor der Red-Bull-Arena hat sich RB Leipzig am 26. Mai in die Sommerpause verabschiedet. ©
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„Das gehört sich so. Mit ein bisschen mehr Fortune hätten wir gewonnen. Die Jungs haben das doch super gemacht diese Saison“, findet das Opa-Enkel-Gespann Fritz und Frank aus Torgau und Neustadt. Alleine, dass nach so langer Zeit wieder ein sächsischer Club den Einzug in ein nationales Pokalfinale geschafft hat, sei „der absolute Hammer“, waren sich auch Roland Weise und Andreas Ballendat einig. Einziger Störfaktor: dieser verflixte Manuel Neuer.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Sonderzug zurück nach Leipzig

Ja, das Pokalfinale gegen den FC Bayern München ging 0:3 verloren. Am Tag danach ging es für das Team von RB Leipzig gemeinsam mit seinen Fans im Sonderzug zurück in die Messestadt. Am Hauptbahnhof wurden die Spieler bereits sehnsüchtig erwartet. Zur Galerie
Ja, das Pokalfinale gegen den FC Bayern München ging 0:3 verloren. Am Tag danach ging es für das Team von RB Leipzig gemeinsam mit seinen Fans im Sonderzug zurück in die Messestadt. Am Hauptbahnhof wurden die Spieler bereits sehnsüchtig erwartet. ©

Der Schlussmann sicherte mit zwei entscheidenden Paraden den DFB-Pokal für den FCB. Das einzig positive aus Leipziger Sicht: Die Bullen haben Blut geleckt. „Das sind eben die Spiele, die du als Fußballspieler spielen willst. Spiele, die die Menschen in ihren Bann ziehen. Dafür lebt man“, konstatierte Konrad Laimer. Trotzdem ist dieser Saisonabschluss bittersüß: „Wir haben 0:3 verloren und es sind trotzdem so viele Menschen hier (auf der Festwiese). Ich will mir gar nicht vorstellen, was hier los wäre, wenn wir das Ding wirklich gewonnen hätten.“ Der einzige RB-Vertreter, der „das Ding“ am Samstag wirklich anfassen durfte, war Ex-Torhüter Perry Bräutigam. Gemeinsam mit Giovane Élber durfte er den DFB-Pokal ins Stadion tragen.

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Als Ralf Rangnick das Mikrofon ergriff, wurde es erstmals richtig laut auf der Festwiese. Der RB-Erfolgstrainer und Sportdirektor in spe versuchte ebenfalls, das Positive aus der Situation zu extrahieren. „Gestern war die Stimmung schon sehr gedrückt. Aber trotzdem: Von so vielen Fans begrüßt zu werden, zeigt, welche außergewöhnliche Verbindung in den letzten zehn Jahren zwischen der Mannschaft und der Stadt entstanden ist.“ Seinen Trainerjob vorerst an den Nagel zu hängen, würde ihm nicht schwer fallen.

Danach wurden noch fleißig Autogrammwünsche erfüllt. Doch die Enttäuschung der Mannschaft war klar zu sehen. Spieler wie Timo Werner und Marcel Sabitzer machten sich schnell aus dem Staub. Gerade die ungewisse Zukunft von RB-Torjäger Werner war auf der Festwiese ein heißes Thema. Rangnick: „Timo hat noch ein Jahr Vertrag, da gibt es keine Neuigkeiten zu vermelden.“

Alexander Krenn

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