25. November 2018 / 17:36 Uhr

TB Uphusen erkämpft zu neunt ein Remis

TB Uphusen erkämpft zu neunt ein Remis

Patrick Hilmes
Weser-Kurier
Sahen in Gifhorn Gelb_rot: Philipp Rockahr und Sebastian Kmiec (im Hintergrund).
Sahen in Gifhorn Gelb_rot: Philipp Rockahr und Sebastian Kmiec (im Hintergrund). © Björn Hake
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Beim MTV Gifhorn kommt der Oberligist zu einem 1:1 / Eine Geste mit Folgen

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Philipp Rockahr wird in der 79. Minute angespielt, nimmt Tempo auf und schließt mit links ab – Tor für den TB Uphusen. Das so wichtige 1:1. Der jubelnde Schütze dreht ab und läuft an der Bank des Gegners vorbei. Dabei hält Rockahr die Hand an sein Ohr. Eine Geste, die aussagt: "Ich höre nichts von euch." Wenig später sieht Rockahr Gelb-Rot. Vorbei war der Jubel. Und er kam auch beim Schlusspfiff nicht mehr auf. Denn die Partie der Oberliga Niedersachsen endete mit dem Unentschieden, zur Halbzeit lag der TBU noch zurück.

"Das habe ich auch so noch nicht gesehen. Wir sind beim Fußball, das ist ein emotionaler Sport", verstand Fabrizio Muzzicato die Welt nicht mehr aufgrund des Platzverweises von Rockahr. "Da wurde im Vorfeld sehr viel getextet von der Bank. Das war eine hektische Phase", erklärte Muzzicato die Geste. Der Linienrichter wertete das als Unsportlichkeit. Fortan war der TBU in Unterzahl, dabei war er zuvor noch in Überzahl gewesen. Insgesamt erlebten nämlich nur neun Uphuser und zehn Gifhorner den Schlusspfiff auf dem Rasen.

Zunächst musste ein Gifhorner den Platz mit Gelb-Rot verlassen (64.). Es folgte ihm Uphusens Sebastian Kmiec in Minute 73. Zwei Fouls binnen weniger Minuten sorgten für seine frühzeitige Dusche. Doch Fußball gespielt wurde auch. Und in Halbzeit eins gelang das den Gastgebern deutlich besser als den Arenkampkickern. Und der MTV durfte auch frühzeitig jubeln. In der dritten Spielminute dachte Ricardo Marafona da Costa, er hätte massig Zeit, um den Ball abzuschirmen und weiter zu spielen. Denkste – da Costa verlor den Ball und Melvin Luczkiewicz erzielte das 1:0. "Das ist ein Thema, das wir schon so oft angesprochen haben. Er macht ja wirklich eine gute Entwicklung, doch er hat auch immer wieder solche Dinger dabei. Und diesmal war es tödlich", haderte Fabrizio Muzzicato mit dem Bock.

Sorgen um Frithjof Rathjen

Doch das war nicht der einzige Punkt, der dem Coach nicht gefiel. Die gesamte erste Halbzeit sei schlecht gewesen, seine Spieler wären schlichtweg zu schläfrig und somit immer den berühmten einen Schritt zu spät gewesen. Einzig Keeper Christian Ahlers-Ceglarek war es zu verdanken, dass der TBU zur Pause nur mit 0:1 zurücklag. Zudem musste Frithjof Rathjen in Hälfte eins verletzt ausgewechselt werden. "Er hat was mit dem Knie, ich hoffe, es ist nichts schlimmes", betonte Uphusen Coach.

In Hälfte zwei sah Uphusens Coach dann eine Leistungssteigerung seiner Mannen und einen Gastgeber, der früh in den Ergebnisverwaltungsmodus umschaltete. Die erste gefährliche Szene hatte der eingewechselte Leon Krämer. Zunächst bekam er im Sechzehner einen Kontakt, ließ sich aber nicht fallen und schloss ab – der Keeper parierte. Es folgte der Beginn der hektischen Phase. Der Auslöser war der erste Platzverweis. Uphusen wurde anschließend noch dominanter, war aber in den Offensivaktionen nicht zwingend genug. Erst Rockahr sollte für die Erlösung sorgen. 

Nachdem sich die Gemüter im Anschluss an Rockahrs Gelb-Rot wieder beruhigt hatten, erspielten sich beide Teams nochmals gute Chancen für den Siegtreffer. Die Uphuser Möglichkeit vergab Daniel Throl, der alleine aufs Tor zulief. "Man kann darüber diskutieren, ob das Unentschieden glücklich ist. Ich bin auf jeden Fall mit dem Ausärtspunkt und der zweiten Halbzeit zufrieden", resümierte Fabrizio Muzzicato.

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