06. Januar 2019 / 15:52 Uhr

TB Uphusen gewinnt erneut den Hallensupercup des TSV Ottersberg

TB Uphusen gewinnt erneut den Hallensupercup des TSV Ottersberg

Florian Cordes
Weser-Kurier
Fu§ball Hallensupercup in Ottersberg, MTV Riede - TB Uphusen: Burak Yigit  (li, Uphusen) gegen Adrian Petersen (re, MTV)
FOTO: Bjšrn Hake
Kerem Sahan (li) gewann mit dem TB Uphusen das traditionsreiche Turnier. © Björn Hake
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Im Endspiel setzt sich der Oberligist wie im Vorjahr gegen den Gastgeber durch - 3:2

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Während des Endspiels um den Hallensupercup in der Ottersberger Tennishalle hielt sich Jan Fitschen auf der Tribüne auf. Als die Entscheidung nahte, machte sich der Trainer des TSV Ottersberg dann aber doch auf den Weg zu seiner Mannschaft. Die Gastgeber hatten bei dem Hallenfußballturnier einmal mehr das Finale erreicht. Wie im Vorjahr hieß auch dieses Mal der Gegner TB Uphusen. Und erneut mussten sich die Wümmekicker dem Oberligisten geschlagen geben. Der TBU gewann nach Neunmeterschießen mit 3:2. Dem Fünftligisten ist somit die Titelverteidigung geglückt. Während der regulären Spielzeit hatten beide Teams einmal getroffen. (Alle Ergebnisse vom Turnier gibts hier)

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Trotz der erneuten Finalniederlage war Jan Fitschen alles andere als traurig. Zum einen, weil beim Hallensupercup neben dem sportlichen Ehrgeiz auch immer der Spaß im Vordergrund steht. Zum anderen aber auch, weil seine Mannschaft es wieder ins Endspiel geschafft hatte. Bereits zum dritten Mal in Folge war dem TSV Ottersberg dieses Kunststück gelungen. 2018 verlor der TSV mit 0:1 gegen den TBU, ein Jahr zuvor wurde der FC Verden 04 mit 3:2 besiegt. "Dass wir wieder so weit gekommen sind, freut mich für meine Jungs", sagte Jan Fitschen. Zudem war er der Meinung, dass der Gewinner des Hallensupercups 2019 eigentlich hätte TSV Ottersberg heißen müssen: "Wir waren im Finale schon das etwas bessere Team. Aber enttäuscht sind wir nun auch nicht."

Fu§ball Hallensupercup in Ottersberg, SV VorwŠrts HŸlsen - TSV Bassen:  
FOTO: Bjšrn Hake
Tore gab es beim Hallensupercup in der Ottersberger Tennishalle viele zu sehen: Insgesamt landete der Ball 94-mal in den Maschen. © Björn Hake

Die Ottersberger waren in der Tat drauf und dran, dem Titelverteidiger eine Niederlage beizubringen: Jannik Tölle brachte den TSV mit 1:0 in Führung. Trotz weiterer guter Chancen sollte dieser Vorsprung aber nicht reichen. Hinzu kam dann noch, dass TBU-Torwart Caner Sahan, der nach dem Ende des Turniers auch zum besten Keeper ernannt worden war, von der Mittellinie aus den Ball zum 1:1 ins Tor der Gastgeber drosch. Die Gastgeber hatten schlussendlich sogar noch ein wenig Glück, dass es zum Neunmeterschießen kam: Uphusens David Airich traf kurz vor Schluss mit einem Heber nur die Latte. Airich wurde dennoch zum entscheidenden Mann. Er verwandelte im Neunmeterschießen den siegbringenden Schuss für den TB Uphusen.

Dass die Titelverteidigung mit Glück verbunden war, das wusste auch Uphusens Co-Trainer Mike Gabel. In seinem Turnierfazit erinnerte er auch an das Spiel in der Vorschlussrunde. In dieser traf der Oberligist auf den TSV Bassen. Der Bezirksligist spielte gegen den Favoriten aus dem Achimer Westen stark auf und ging sogar in Führung. Jonah Schnakenberg schoss das 1:0 für den Außenseiter. Für den TBU erzielte Rückkehrer Max Falldorf den Ausgleich. Viel sollte im Anschluss aber nicht fehlen und der TSV hätte das Endspiel erreicht. Doch Jonas Lübeck verpasste das 2:1, weil er den Ball aus kurzer Distanz ganz knapp über das Tor schoss. Daher ging es für den TB Uphusen im Semifinale ebenfalls ins Neunmeterschießen. In diesem traf der Favorit dreimal, der TSV Bassen nur zweimal.

Die Fotos des Jahres 2018 aus Deutschlands Amateurfußball:

Autsch! Keeper Maurice Benk vom Lindower SV (Landesklasse Brandenburg West) stößt bei seiner Parade auf Widerstand. Zur Galerie
Autsch! Keeper Maurice Benk vom Lindower SV (Landesklasse Brandenburg West) stößt bei seiner Parade auf Widerstand. ©
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"Das Halbfinale gegen Bassen haben wir schon unverdient gewonnen", gestand Mike Gabel ein. "Wenn der Gegner seine Chancen besser nutzt, sind wir raus." Für die Bassener endete der Hallensupercup 2019 dennoch versöhnlich. Denn im Neunmeterschießen um den dritten Platz gewann das Team von Trainer Uwe Bischoff mit 1:0 gegen den TSV Etelsen. Die Schlossparkkicker hatten zuvor ihr Halbfinale deutlich verloren. Sie unterlagen dem TSV Ottersberg mit 0:4. Doch nicht nur in der K.o.-Phase wurde den Zuschauern spannender Hallenfußball geboten. Das war auch in den beiden Vorrundengruppen der Fall. Im letzten Spiel der Staffel 1 verpasste der MTV Riede nur ganz knapp den Sprung ins Halbfinale. Mit einem Sieg gegen Etelsen wäre dies gelungen. Weil Cedric Dreyer dem TSV mit einer Parade aber das 0:0 rettete, ging es für Etelsen eine Runde weiter.

Ähnlich sah es in Gruppe 2 aus: In dieser standen Axel Sammrey und der TV Oyten mit einem Bein im Semifinale. Dem TVO hätte im letzen Gruppenspiel ein Remis gegen Ottersberg gereicht. Doch Jannik Tölle traf in der letzten Spielminute und schoss seinen Ex-Klub mit seinem Tor zum 2:1-Endstand doch noch aus dem Turnier. Schlussendlich fasste Mike Gabel den Hallensupercup treffend zusammen. "Das Turnier war wieder einmal sehr gut organisiert. In manchen Spielen ging es ordentlich zur Sache, aber stets fair. Wir sind gerne in Ottersberg dabei", sagte der Co-Trainer. Sein letzter Satz verwundert nicht: Schließlich hat der TBU nun bei den vier jüngsten Auflagen des Turniers dreimal das Finale gewonnen.