07. September 2018 / 17:48 Uhr

TB Uphusen trifft auf seinen Angstgegner

TB Uphusen trifft auf seinen Angstgegner

Patrick Hilmes
Fabrizio Muzzicato, Trainer des TB Uphusen.
Die Mimik von TBU-Coach Fabrizio Muzzicato soll Samstag eine andere sein. © Björn Hake
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Gegen den 1. FC Wunstorf nahmen die bisherigen Spiele kein gutes Ende - das soll sich jetzt ändern

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TB Uphusen und 1. FC Wunstorf. Treffen diese beiden Fußball-Mannschaften aufeinander, ist das Ende immer das gleiche: Der 1. FC Wunstorf verlässt den Platz als Sieger. Siebenmal trafen beide Oberligisten bisher aufeinander, und jedes Mal blieb die Truppe aus dem Calenberger Land siegreich – sei es in der Liga oder im Pokal. Das letzte Aufeinandertreffen ist noch ganz frisch. Der TBU scheiterte im Achtelfinale des Niedersachsenpokals am 1. FC. Doch nun, wenn am Sonnabend (Anpfiff um 13 Uhr) die Wunstorfer zu Gast am Arenkamp sind, soll das Ende ein anderes werden. Das sieht auch Uphusens Coach Fabrizio Muzzicato so: „Ja, es ist wirklich an der Zeit, dass wir mal den Platz als Sieger verlassen.“

Und die Vorzeichen standen nie besser, denn es empfängt der Tabellendritte den Tabellenvorletzten. Während die Uphuser noch keine Niederlage in der jungen Saison kassiert haben, verbuchten die Wunstorfer noch keinen Sieg – lediglich einen Punkt. Doch Muzzicato warnt in der Manier eines Trainers dennoch vor dem Gegner. Die Wunstorfer würden zu den wenigen Mannschaften gehören, die über dem Ligadurchschnitt in puncto Qualität anzusiedeln sind. Zudem habe man im Pokal am eigenen Leib erfahren dürfen, wie stark der 1. FC trotz Problemen sei. Damit spielt Muzzicato auf die personellen Engpässe der Gäste in der Vorbereitung an. „Wir wissen, wie gut Wunstorf spielen kann. Über die Qualität brauchen wir nicht reden. Das wissen auch meine Spieler, sie können sich noch gut an das schwierige 0:0 im Pokal und das verlorene Elfmeterschießen erinnern. Wir werden sicherlich nicht den Fehler machen und Wunstorf unterschätzen, nur weil sie da unten stehen“, betont Muzzicato.

Doch auch dem TBU-Coach ist bewusst, dass bei einer Mannschaft, die nach vier Partien ein Torverhältnis von 4:15 aufweist, nicht alles bestens sein kann. „Ja, wenn es so läuft, dann passt da etwas nicht. Vielleicht macht sich jetzt doch die mangelhafte Vorbereitung bemerkbar.“ Für die Gastgeber wird es das zweite Spiel in Folge gegen einen Gegner sein, der eigentlich viel stärker einzuschätzen ist, als es die Tabelle aussagt. Zuletzt war der Gegner Schlusslicht SC Spelle-Venhaus.

Doch so viele Probleme der vergangene und der kommende Gegner auch haben, Muzzicato legt den Fokus eh auf seine Mannen. Und somit steht das Thema „Qual der Wahl“ erneut an. Egal, welche Elf Muzzicato bisher aufgeboten hat, allesamt wussten sie mehr oder weniger zu überzeugen. Und das, obwohl einige Leistungsträger nicht zur Verfügung standen. Nun lichtet sich aber das Lazarett langsam wieder. So könnten in der Startelf am Sonnabend wieder Namen wie Kevin Artmann und Thomas Celik auftauchen. Wer dann weichen muss? Das ist die Frage, die auch Fabrizio Muzzicato wieder umtreibt. In der Defensive wird wohl der talentierte Eugen Uschpol wieder Vorlieb mit der Bank nehmen müssen, denn Frithjof Rathjen steht nicht nur zur Verfügung, er hat auch die gesamte Woche am Training teilgenommen. Dass Muzzicato auf den Bremer Amateurfußballer des Jahres 2016 setzen wird, macht auch seine folgende Schilderung klar: „In der zweiten Halbzeit gegen Spelle hat man wieder sein Auge in kritischen Phasen gesehen.“

In der Mitte und im Sturm könnte es ebenfalls zwei Jungspunde erwischen, Ricardo Marafona da Costa und Shamsu Mansaray. Sie agieren derzeit auf den Positionen von Artmann und Celik. „Ich würde mich auch über die Phase freuen, in der ich die jungen Spieler noch mehr belohnen kann. Doch jetzt sind wir oben dran, und da muss ich die beste Elf auf den Platz schicken.“ Doch noch sei nichts entschieden, das Abschlusstraining am Freitagabend (bei Andruck dieser Ausgabe noch nicht beendet) werde die abschließenden Erkenntnisse bringen.

In puncto Spielsystem hat Muzzicato bereits genügend Erkenntnisse gesammelt, um sagen zu können, dass das 3-2-4-1 erst mal ad acta gelegt wird. Seit dem Spiel gegen Braunschweig II, als das Team in Unterzahl geraten war, habe sich gezeigt, dass das 4-1-4-1-System das stabilere sei. „Es werden wieder Spiele für das andere System kommen, aber wenn man in einem Lauf ist, dann soll man es auch laufen lassen.“ Und die Hoffnung ist groß, dass der Lauf auch den 1. FC Wunstorf überdauert, denn es ist Zeit für ein anderes Ende.

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