26. August 2020 / 09:18 Uhr

Teamcheck: Aufsteiger ETSV Haste will kein Kanonenfutter sein

Teamcheck: Aufsteiger ETSV Haste will kein Kanonenfutter sein

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Nicht am eigenen Sechzehner versammeln
Der ETSV Haste möchte es sich länger in der Kreisliga gemütlich machen. © pr.
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In unserem Teamcheck zur Saison 2020/2021 stellen wir die Schaumburger Teams aus der Kreis-, Bezirks- und Landesliga vor. Der ETSV Haste möchte mutig in die Saison gehen.

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Knapp zehn Jahre ist es her, dass auf dem Sportplatz des ETSV Haste Kreisliga-Fußball gespielt wurde. Nun, nach dem Neustart in der 4. Kreisklasse, ist der ETSV nach einer jahrelangen Klettertour zurück in der Beletage des hiesigen Fußballs und möchte da auch länger bleiben. „Wir sind kein Kanonenfutter“, findet Trainer Mike Schönherr. „Die Euphorie bei uns ist groß, jeder ist motiviert.“

Kein Losentscheid

In der vergangenen Saison kämpfte der Eisenbahn-Turn- und Sportverein mit dem TSV Ahnsen um den letzten freien Aufstiegsplatz hinter der SG Bad Nenndorf/Riehe. Auch wenn die Spielzeit aufgrund des Coronavirus abgebrochen werden musste, hatte der ETSV aufgrund der Quotientenregelung die Nase vorn. Ein Aufstieg am grünen Tisch, dem jedoch sportlicher Erfolg zugrunde lag. „Es wurde ja aber auch nicht ausgelost“, weiß auch Schönherr.

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Die junge Mannschaft fiel in den Partien unter anderem durch einen offensiven Spielstil auf. Der soll auch eine Liga höher nicht geändert werden. „Wir werden uns nicht am eigenen Sechzehner versammeln, aber brauchen dazu trotzdem eine gute Absicherung.“ Schon beim Vorbereitungsspiel gegen den Bezirksligisten MTV Rehren A/R fiel auf, dass die Haster mutig agieren wollen. Doch die 1:5-Niederlage deckte auch einen Schwachpunkt. So fiel die Mannschaft, die eine gute Anfangsphase zeigte, nach dem Gegentreffer zum 0:1 in ein Loch und verlor bis zur Halbzeit völlig den Faden. 0:4 stand es da bereits.

Erfahrung fehlt noch

„Fußballerisch und athletisch sind wir schon sehr gut dabei. Was uns momentan noch fehlt, ist die Erfahrung“, so der Coach, der außer mit den vielen Neuzugängen auch mit den Haster Eigengewächsen planen kann. Spieler wie Mattis Koch, Marc Schoenfelder und Marvin Freier sowie viele weitere kommen aus der eigenen Jugend, hätten auch bei höher spielenden Teams Fuß fassen können, entschieden sich aber dafür, weiter das Trikot ihres Heimatvereins tragen zu wollen.

In der Kreisliga Staffel B geht es für den ETSV Haste direkt zum Start gegen den TuS Lüdersfeld. Im Anschluss geht es zur SG Liekwegen/Sülbeck/ Südhorsten und dann gegen den TSV Ahnsen. Eine Prognose lässt sich Schönherr nicht entlocken: „Ich traue uns aber was zu. Wenn alles gut läuft, können wir durchaus auch Vierter werden.“ Bis dahin sind noch einige Testspiele ausgemacht, damit die Mannschaft zum Start mit noch etwas mehr Erfahrung auf Punktejagd gehen kann.