11. Februar 2020 / 10:33 Uhr

Teamcheck: FC Hevesen findet nach schlechtem Start zu Stabilität zurück

Teamcheck: FC Hevesen findet nach schlechtem Start zu Stabilität zurück

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Der FC Hevesen hat das Ziel Klassenerhalt fest im Blick. © Uwe Kläfker
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Vor der Rückrunde startet der SPORTBUZZER Schaumburg wieder den großen Teamcheck. Jeden Tag nehmen wir einen anderen Verein unter die Lupe. Heute werfen wir einen Blick auf den FC Hevesen.

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Im Jahr des 100. Vereinsgeburtstages wollte Fußball-Kreisligist FC Hevesen eine sorgenfreie Saison starten. Aber es kam anders, weil der Traditionsverein im Angriff „nackig“ dastand. Dennis Kleiber zog es zum Bezirksligisten VfR Evesen, der Torjäger wollte sein Glück am anderen Ende des Bückeburger Stadtgebietes suchen. FCH-Coach Denis Reinhardt damals: „Wir würden ihn jederzeit mit offenen Armen wieder aufnehmen.“ Gesagt, getan. Kleiber ist wieder da und soll mit seiner Durchschlagskraft zum Garanten für den Klassenerhalt werden.

Viele Verletzte sind das Problem

Der FC Hevesen steckt als Elfter der Tabelle im Schlamassel, weil der Start in die Saison nicht optimal war. „Vielleicht waren wir von der letzten Serie etwas verwöhnt“, sagt der Trainer. Die Punktausbeute sei überschaubar gewesen. Aber die Achumer hatten auch viele Verletzte zu beklagen. Niklas Vehling fehlte im Mittelfeld, und Routinier Henning Siekmeier hat noch kein Spiel absolviert, steht aber in den Startlöchern. „Er ist ein gefühlter Neuzugang“, freut sich Reinhardt. Auch Alexander Thomas und Marius Klupsch sind eingeplant. Mit Rückkehrer Lennard Kauder hat der FCH einen weiteren Neuen im Kader.

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Die Kaltschnäuzigkeit fehlt

Für etwas Beruhigung sorgten aber die letzten Spiele vor der Winterpause. Vor allem gegen die direkten Konkurrenten SC Stadthagen (2:1), TuS Niedernwöhren (1:1) und SV Engern (1:1) wurde zumindest nicht verloren. „Da haben wir unsere Stabilität wieder gefunden“, erklärt Reinhardt. Nach zwei Siegen gegen die FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen und den SV Victoria Lauenau sollte gegen den FC Stadthagen ein weiterer Erfolg erzwungen werden. Das ging gegen ersatzgeschwächte Kreisstädter beim 0:1 komplett in die Hose – auch, weil beste Chancen vergeben wurden. Fabian Nerge (zwei Tore) und Julian Seele (ein Treffer) zündeten im Angriff nur selten. Letzterer hat nach langer Verletzungspause noch nicht wieder zur gefürchteten Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gefunden, ist mit seiner Präsenz aber auch außerhalb des Platzes wichtig für das Team. Mit Marvin Geißler kam ein weiterer ambitionierter Angreifer nur auf elf Einsätze. So blieb Mittelfeldspieler Dominik Weiß der Job als bestem Torschützen vorbehalten (sieben Treffer).

"Ekliger werden"

„Den jungen Spielern fehlt es noch an Konstanz. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen, alle müssen 90 Minuten arbeiten“, weiß Reinhardt, der aber optimistisch bleibt. Durch die Rückkehr von Kleiber habe man wieder Geschwindigkeit, „daraus müssen wir unsere Sicherheit ziehen“. Um in den restlichen Spielen erfolgreich zu sein, fordert der Coach: „Wir müssen ekliger werden und in aller Konsequenz Zweikampfhärte und Galligkeit zeigen.“ Das habe das FCH-Spiel in den letzten Spielen vor der Winterpause ausgezeichnet. „Wille und Leidenschaft – egal, wie der Spielstand ist.“

Die Prognose

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Bilanz: Zwischenzeitlich sah der FCH wie ein Absteiger aus. Aber das Team hat zu seinen Tugenden zurückgefunden. Dennoch sind 19 Punkte kein Ruhekissen.

Prognose: Auch mit Kleiber im Angriff wird der FC Hevesen kämpfen müssen, den Klassenerhalt aber vor dem 30. Spieltag feiern.