05. März 2019 / 07:43 Uhr

Teamcheck SV Obernkirchen: Akklimatisierung noch nicht gänzlich geglückt

Teamcheck SV Obernkirchen: Akklimatisierung noch nicht gänzlich geglückt

Daniel Kultau
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Er trifft mit dem Fuß, mit dem Kopf und, wenn er will, sogar mit dem Zopf: Marlo Niemann (rechts) hat die Sturmprobleme beim SVO vorerst behoben. © uk
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Im großen Sportbuzzer-Teamcheck vor der Rückrunde nehmen wir jeden Tag einen anderen Schaumburger Fußballverein unter die Lupe - heute den SV Obernkirchen. Der SVO erlebte bislang einen enttäuschenden Saisonverlauf. Schon jetzt steht fest: Coach Martin Prange übergibt nach der Saison an Giuseppe Inserra.

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Mit großen Hoffnungen ist der SV Obernkirchen in die Saison gestartet. Nach dem Abstieg aus der Fußball-Bezirksliga sollte es wieder mehr Erfolgserlebnisse geben, die Rückkehr in den Bezirk sollte innerhalb der nächsten zwei Jahre angestrebt werden. Doch es kam anders. „Das war ernüchternd“, so Coach Martin Prange.

Die Offensive als Manko

Die ersten drei Spiele wurden verloren, der erste Sieg gelang erst am neunten Spieltag durch ein 4:1 gegen den TuS Lüdersfeld. „Wir mussten uns erst mal akklimatisieren.“ Das große Manko war die Offensive, denn fünf Tore bis zum ersten Erfolg waren im negativen Sinne beachtlich. Es fehlte jedoch nicht nur ein Knipser, es mangelte auch an Spielkultur sowie an der körperlichen Fitness. Letzteres ist für eine Prange-Elf höchst ungewöhnlich. „Die Beteiligung in der Vorbereitung war nicht optimal“, erinnert sich der emsige Trainer.

Spielen, wo man Freude hat

Positiv war im Anschluss, dass sich das Team nicht hängen ließ. Vier ungeschlagene Spiele inmitten der Saison trugen zum wachsenden Selbstbewusstsein bei. „Das Schöne ist, dass das Team weiterhin lebt.“ Einen großen Anteil daran trägt der Coach, denn zu Beginn seiner ersten Saison am Ochsenbruch musste er aus mehr als 40 Spielern selektieren und ein Team auf die Beine stellen. Nur wenige Spieler verließen den Verein nach dem Abstieg, der Großteil des Gerüstes trug weiter Schwarz-Gelb. „Ich sage den Jungs immer, dass es nicht wichtig ist, ob du 50 Euro mehr oder weniger bekommst. Es ist wichtig, dass du dort spielst, wo du Freude hast.“ Eine Vorgabe, die in dem eingeschworenen Haufen gelebt wird. Und auch ein Knipser wurde mit Marlo Niemann gefunden, der inzwischen auf acht Saisontreffer gekommen ist und sich in das Teamgerüst um Patrick Mittmann, Fynn Marzinowski und Maurice Matz eingefügt hat.

Abstiegsstrudel entkommen

Eine weitere Baustelle war die Torwartposition. Stammkeeper Florian Hartmann arbeitet in Celle und hatte so unter der Woche nur wenig Zeit, um zu trainieren. So musste Torwarttrainer Tobias Markowski einspringen. „Teilweise hatten wir unter der Woche beim Training keinen Torwart.“ Abhilfe soll nun Nisret Sardas schaffen, der vom Liga-Konkurrenten TuS Niedernwöhren kommt. Er spielte in der Halle bereits für den SVO, muss noch an seiner Fitness arbeiten, zeigte sich aber bereits als zuverlässiger Rückhalt. Das Ziel für die Rückrunde sei es nun, möglichst schnell die nötigen Punkte zu sammeln, um dem Abstiegsstrudel so schnell wie möglich zu entkommen. „Natürlich gehören wir da nicht hin. Wir wollen die Punkte sammeln und die Saison dann in der oberen Tabellenhälfte abschließen.“

Inserra übernimmt

Auch wenn sich der SVO in die obere Tabellenhälfte retten und am Ende nur um die goldene Ananas spielen sollte, wird es für Prange und das gesamte Team ein emotionaler letzter Spieltag. Der Coach hört nach der Saison aus persönlichen Gründen auf. Sein Nachfolger wird der aktuelle Ko-Trainer Giuseppe Inserra.

SVO-Trainer Martin Prange (links) und Giuseppe Inserra (rechts) mit ihrem Neuzugang Kilian Niemann.
SV Obernkirchen, Neuzugänge 2018/2019 © hga
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Neuzugänge unter der Lupe

Kilian Niemann: Der junge Spieler hat sich im Laufe der Saison technisch und körperlich immer weiter verbessert. Er ist sehr trainingsfleißig und inzwischen eine verlässliche Kraft.

Tom Hagen: Kam nach einem Auslandsaufenthalt aus Australien zurück und ist eine sportliche Bereicherung.

Die Prognose

Bilanz: Mit 20 Punkten aus 19 Spielen läuft der SVO den eigenen Erwartungen bisher nur hinterher.

Befund: Die Obernkirchener haben sich in der Saison stabilisiert, an die Liga gewöhnt und mit langsamen Schritten die Punkte eingefahren.

Prognose: Mit dem Abstieg werden die Bergstädter nichts zu tun haben. Der einstellige Tabellenplatz sollte noch erreicht werden, für die obere Tabellenhälfte benötigt die Prange-Elf auch mal mehr Glück im Abschluss.

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