06. August 2020 / 11:11 Uhr

Teamchef nach Sturz von Rad-Profi Jakobsen besorgt: "Beten, dass er überlebt"

Teamchef nach Sturz von Rad-Profi Jakobsen besorgt: "Beten, dass er überlebt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Quick-Step-Teamchef Patrick Lefevere zeigt sich nach dem schlimmen Unfall seines Fahrers Fabio Jakobsen (l.) besorgt.
Quick-Step-Teamchef Patrick Lefevere zeigt sich nach dem schlimmen Unfall seines Fahrers Fabio Jakobsen (l.) besorgt. © dpa/imago images
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Nach dem schweren Sturz auf der Polen-Rundfahrt hat Quick-Step-Teamchef Patrick Lefevere über den Gesundheitszustand seines Fahrers Fabio Jakobsen aufgeklärt. Der Niederländer war am Vortag von Dylan Groenewegen im Zielsprint in eine Absperrung gedrängt und dabei schwer verletzt worden.

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Der bei der Polen-Rundfahrt schwer gestürzte niederländische Radprofi Fabio Jakobsen hat nach Angaben seines Teamchefs schwere Verletzungen im Gesicht erlitten. "Alle Knochen in seinem Gesicht sind gebrochen", sagte Patrick Lefevere, der Manager des Rennstalls Deceuninck-Quick Step, am Donnerstag im belgischen Radio, wie die niederländische Nachrichtenagentur "ANP" berichtete.

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Der Zustand des Sprinters sei "sehr schlimm. Wir beten weiter, dass er überlebt." Lefevere hatte am Abend zuvor gesagt, dass Dylan Groenewegen, der seinen Landsmann im Zielsprint bei hoher Geschwindigkeit abgedrängt hatte, eine Gefängnisstrafe verdiene. Diese Worte bedauere er nicht, sagte Lefevere dem Sender. "Wir werden Schritte unternehmen, um bei der UCI und der Polizei Anzeige zu erstatten."

Der deutsche Rad-Profi Simon Geschke hatte nach dem schweren Sturz die Veranstalter der Polen-Rundfahrt heftig kritisiert. "Jedes Jahr derselbe dumme Bergab-Sprint bei der Polen-Rundfahrt. Jedes Jahr frage ich mich, warum die Organisatoren denken, das sei eine gute Idee", schrieb der 34-Jährige auf Twitter. "Massensprints sind gefährlich genug, man braucht kein Bergab-Finale mit 80 km/h", ergänzte der Berliner.

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Jakobsen war bei der Polen-Rundfahrt im Zielsprint bei hoher Geschwindigkeit direkt in die Absperrgitter gekracht und reglos liegengeblieben. Der 23-Jährige war von Groenewegen abgedrängt worden. Jakobsens Team Deceuninck-Quick Step teilte zunächst mit, es seien bei ersten Untersuchungen keine Verletzungen im Gehirn oder an der Wirbelsäule festgestellt worden. Der bei dem Unfall ebenfalls schwer am Kopf verletzte Mitarbeiter sei wieder bei Bewusstsein und ebenfalls in einem "stabilen Zustand", wie die Renn-Organisatoren mitteilten.