05. November 2020 / 09:30 Uhr

Teddys und Pappkameraden auf der Tribüne: Recken-Aktion zum Knuddeln

Teddys und Pappkameraden auf der Tribüne: Recken-Aktion zum Knuddeln

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kreative Aktion: Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen sitzt neben der Pappversion von Johan Hansen. Die Fans können sich jetzt ihren individuellen Pappaufsteller mit eigenem Bild kaufen – oder einen Teddybären, um zumindest auf diese Art bei den kommenden Spielen dabei sein zu können. 
Kreative Aktion: Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen sitzt neben der Pappversion von Johan Hansen. Die Fans können sich jetzt ihren individuellen Pappaufsteller mit eigenem Bild kaufen – oder einen Teddybären, um zumindest auf diese Art bei den kommenden Spielen dabei sein zu können.  © Recken
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Als Ersatz für Zuschauer bei den Geisterspielen der TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga ist der Verein auf eine Idee gekommen: Fans der Recken können sich ihren persönlichen Pappaufsteller mit eigenem Porträt sichern. Desweiteren können Teddys gekauft werden, die auf der Tribüne sitzen. Alles auch für den guten Zweck. 

Bevor sich Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen für seinen Zweitjob als ZDF-Experte auf den Weg nach Düsseldorf zum Länderspiel gegen Bosnien machte, nahm er noch in der ZAG-Arena Platz. Neben und hinter ihm: der dreifache Johan Hansen, in Pappversion. So wie der dänische Rechtsaußen können bald auch die Fans von den Rängen strahlen.

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Damit die riesige Halle beim Geister-Heimspiel am 12. November gegen Göppingen nicht völlig leer ist, haben sich die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf etwas einfallen lassen. Die Fans können sich ihren persönlichen Aufsteller sichern, mit einem eigenen Porträt, buchbar für je 29,90 Euro in der Recken-Erlebniswelt im Onlineshop.

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Jeweils 1 Euro geht an das "Asphalt-Magazin"

Neben die Pappkameraden könnten sich ab kommenden Donnerstag noch ein paar flauschig-knuddelige Teddybären gesellen. Das persönliche Kuscheltier mit grünem Recken-Pulli gibt’s in der Erlebniswelt für 19,90 Euro das Stück oder im 15er-Team-Paket für 290 Euro. Jeder gekaufte Teddy sitzt gegen Göppingen auf der Tribüne. Die Fanbilder und die Teddys gehen später in den persönlichen Besitz der Fans über.

Auch für das zweite Geisterheimspiel gegen Melsungen (19. November) läuft die Aktion, ebenfalls für die weiteren Heimspiele, selbst wenn wieder leibhaftige Fans zugelassen sein sollten. Das alles geschieht für einen guten Zweck. Von jedem verkauften Teddy und Pappaufsteller geht jeweils 1 Euro an das „Asphalt-Magazin“.

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Auch den Recken spielt es ein paar Euro in die Kasse, „aber wir machen diese Aktion weniger, um damit Geld zu verdienen, sondern verstehen es vielmehr als Geste, als Interaktion mit den Fans“, sagt Recken-Geschäftsführer Eike Korsen. Gesehen hatte die TSV die Ideen bei den Fußballprofiklubs Borussia Mönchengladbach und SC Heerenveen.

„Für uns alle ist die Atmosphäre bei Geisterspielen ungewohnt. Um den Spielern eine ansatzweise ähnliche Kulisse zu bieten, wollen wir diese besonderen Aktionen auch bei uns ins Leben rufen“, sagt Chris­tophersen. So bekämen die Fans die Chance, „trotz der gegebenen Umstände bei den Heimspielen dabei zu sein und die Mannschaft vor Ort optisch zu unterstützen“.

Spielplan der TSV Hannover-Burgdorf in der Bundesliga-Saison 2020/21

<b>37. Spieltag:</b> HBW Balingen-Weilstetten (A), Mittwoch, 23. Juni, 19 Uhr Zur Galerie
37. Spieltag: HBW Balingen-Weilstetten (A), Mittwoch, 23. Juni, 19 Uhr ©

Hoffnung auf reale Fans im Dezember

Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnungen darf die HBL ihren Spielbetrieb fortführen – aber ohne Fans. Zumindest im November. „Wir werden das gewuppt kriegen“, sagt Korsen. Und was, wenn es auch im Dezember auf Geisterspiele hinausläuft? So weit will Korsen noch nicht schauen. Wichtig sei auch, dass die Sponsoren und Partner stabil die Treue halten.

Die Hoffnung der Klubmanager der Liga, im Dezember wieder vor Fans spielen zu dürfen, stützt sich auch auf die „Restart-19“-Studie, die im Rahmen des Testkonzertes von Tim Bendzko in Leipzig umgesetzt wurde und jetzt der Politik vorliegt.

Das Ergebnis: Große Kultur- und Sportveranstaltungen in Hallen mit vielen Zuschauern sind auch während einer Pandemie möglich – unter bestimmten Bedingungen. Die Studie, die Hygienekonzepte der Klubs und die Erfahrungen der ersten Heimspiele stünden für eine „absolute Risikominimierung“, so Korsen.

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