13. Januar 2021 / 09:15 Uhr

Telekom Baskets Bonn entlassen ihren Trainer

Telekom Baskets Bonn entlassen ihren Trainer

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Am Tag nach Weihnachten war die BG Göttingen zu Gast in Bonn. In dieser Partie verbuchten die Gastgeber einen ihrer drei Siege.
Am Tag nach Weihnachten war die BG Göttingen zu Gast in Bonn. In dieser Partie verbuchten die Gastgeber einen ihrer drei Siege. © Jörn Wolter
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Während die Basketball Löwen Braunschweig sich nach negativen Coronatests freuen, endlich wieder spielen zu dürfen, ist die Stimmung in Bonn nicht so gut. Die Telekom Baskets haben – wieder einmal – ihren Trainer entlassen.

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In der Basketball-Bundesliga ist es zur zweiten Trainerentlassung in dieser Saison gekommen. Nachdem die JobStairs Giessen 46ers Mitte Dezember ihren Trainer Ingo Freyer entlassen hatten, trennten sich nun die Telekom Baskets Bonn von Igor Jovovic.

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Sicher sitzen die Trainer bei den Bonnern nicht unbedingt im Sattel: 2019 musste Pedrag Krunic gehen, ein Jahr später Thomas Päch. Danach hatte Assistant Coach Chris O’Shea jeweils das Amt übernommen. Beim ersten Mal bis zum Saisonende, beim zweiten Mal machte er dann Platz für Will Voigt. Da aller guten Dinge drei sind, übernimmt O’Shea bis auf Weiteres wieder die Aufgaben des Headcoaches bei den Telekom Baskets.

Jovovic wurde mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Mit einer Bilanz von drei Siegen und acht Niederlagen rangieren die Bonner derzeit auf dem 14. Platz. „Die Qualität unserer Mannschaft spiegelt sich nicht in den Ergebnissen wider. Zu oft verlieren wir in entscheidenden Phasen des Spiels unsere Struktur und die Kontrolle über das Spiel“, erklärte Bonns Sportmanager Michael Wichterich die Entscheidung.

Bei den beiden jüngsten Niederlagen gegen Ulm und Würzburg brachen die Bonner im vierten Viertel ein und verloren den Schlussabschnitt jeweils mit zweistelliger Punktedifferenz. Dies widerfuhr dem Team zuvor bereits gegen Bamberg, Oldenburg und Bayreuth sowie auch gegen Hamburg. Bonns Präsident Wolfgang Wiedlich spricht von einer „mentalen Lähmung des Teams in entscheidenden Spielphasen.“

Enger Zeitplan für Braunschweiger Löwen

Aufatmen dagegen bei den Basketball Löwen Braunschweig. Ihre „Freitestung“ am vergangenen Wochenende ist gelungen, die PCR-Tests aller getesteten Teammitglieder waren negativ und damit sind die Löwen auch sofort wieder ins Training eingestiegen. „Es war vor den Tests schon eine gewisse Anspannung vorhanden, aber um so größer war dann auch die Erleichterung, als wir die Ergebnisse hatten. Jetzt freuen wir uns, dass unser Team wieder auf das Parkett kann, um sich auf den bevorstehenden straffen Spielplan vorzubereiten“, sagte Löwen-Geschäftsführer Nils Mittmann.

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Der Spielplan um den Jahreswechsel war vollgepackt. Bedingt durch die angeordnete Quarantäne mussten insgesamt fünf Löwen-Spiele verlegt werden, darunter auch das BBL-Pokalspiel bei Alba Berlin. Diese Begegnung wurde ebenso wie die anderen betroffenen Ligaspiele neu angesetzt. Demnach bestreiten die Braunschweiger zwischen dem 14. Januar und 3. Februar sieben Begegnungen in der Liga und im Pokal. Für das Nachholspiel gegen den FC Bayern München steht ein neuer Spieltermin noch aus. Am Donnerstag beginnt der Pflichtspiel-Marathon für die Löwen mit einem Heimspiel gegen den Syntainics MBC. Tipoff ist um 19 Uhr.