02. April 2020 / 08:06 Uhr

Tennis-Legende Boris Becker versteht Wimbledon-Absage - US-Open weiter geplant

Tennis-Legende Boris Becker versteht Wimbledon-Absage - US-Open weiter geplant

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Boris Becker (links) kann die Wimbledon-Absage nachvollziehen. Die US-Open (rechts) sollen hingegen wie geplant stattfinden.
Boris Becker (links) kann die Wimbledon-Absage nachvollziehen. Die US-Open (rechts) sollen hingegen wie geplant stattfinden. © dpa/Montage
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Der Tennis-Klassiker Wimbledon fällt aufgrund der Coronavirus-Pandemie aus. Boris Becker zeigt Verständnis für die Entscheidung der Organisatoren. Nach der Wimbledon-Absage halten hingegen die Verantwortlichen der US Open noch an der Austragung des Turniers im Spätsommer fest.

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Boris Becker hat Verständnis für die Absage des Tennis-Klassikers Wimbledon. "Nachdem alle Turniere bis Juni schon gecancelled wurden, mussten die Verantwortlichen leider diese Entscheidung treffen", sagte der dreimalige Champion am Mittwochabend bei Eurosport. Dennoch hätte sich der in London lebende Leimener gewünscht, "dass man noch vier Wochen mit der Entscheidung wartet. Wenn man allerdings hier in London lebt, hört man viele Horrorgeschichten über den Virus. Insofern kann ich nachvollziehen, dass man sich diesem Druck beugen muss", sagte der 52-Jährige.

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Weil der Coronoavirus extrem gefährlich sei und Menschen sterben, sei die öffentliche Meinung im Moment sehr von Angst und Panik beherrscht. "Wir haben heute den 1. April und ich hoffe doch, dass wir ab Juni, Juli unser alltägliches Leben wieder aufnehmen können. Ansonsten haben wir ganz andere Probleme als über ein Tennisturnier zu diskutieren", meinte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger. Er glaube aber nicht, dass das bedeutendeste Tennis-Turnier der Welt durch die erste Absage seit dem Zweiten Weltkrieg wirtschaftliche Probleme bekomme.

Boris Becker: Seine Karriere in Bildern

Boris Becker, geboren am 22. November 1967 in Leimen, feierte in seiner sensationellen Karriere 49 Titel im Einzel und 15 Titel im Doppel. Er führte insgesamt zwölf Wochen die Einzel-Weltrangliste der Herren an und wurde der jüngste Wimbledonsieger aller Zeiten. Ein Blick auf seine Karriere: Zur Galerie
Boris Becker, geboren am 22. November 1967 in Leimen, feierte in seiner sensationellen Karriere 49 Titel im Einzel und 15 Titel im Doppel. Er führte insgesamt zwölf Wochen die Einzel-Weltrangliste der Herren an und wurde der jüngste Wimbledonsieger aller Zeiten. Ein Blick auf seine Karriere: ©

Die Organisatoren der US Open halten ungeachtet der erstmaligen Absage des Tennis-Klassikers in Wimbledon seit dem Zweiten Weltkrieg noch an der Austragung ihrer Veranstaltung im Spätsommer fest. "Zum jetzigen Zeitpunkt hat die USTA weiter vor, die US Open wie geplant stattfinden zu lassen und wir setzen die Vorbereitungen, das Turnier auszutragen, verschärft fort", hieß es in einem Statement des US-Tennis-Verbandes. Natürlich verfolge man die rapide wechselnde Entwicklung rund um die Covid-19-Pandemie aber sehr genau und bereite sich auf alle Eventualitäten vor.

Epizentrum der Coronavirus-Pandemie

Die komplette Tennis-Tour pausiert bis zum 13. Juli. Zuvor waren bereits die French Open vom Mai in den September verschoben worden, eine Woche nach den vom 31. August bis 13. September geplanten US Open. Allerdings ist derzeit völlig unklar, ob die beiden Grand-Slam-Events auch tatsächlich stattfinden. New York ist in den USA ein Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. Demnächst sollen auf der Anlage in Flushing Meadows 350 temporäre Krankenhausbetten für die von der Pandemie hart getroffenen Bewohner der Millionen-Metropole aufgebaut werden. Zudem soll eine der Küchen im Billie Jean King National Tennis Center zur Zubereitung von 25.000 Essenspaketen täglich genutzt werden.