09. September 2020 / 08:27 Uhr

Tennis-Oberliga: Zwei Meistertitel wandern nach Dresden

Tennis-Oberliga: Zwei Meistertitel wandern nach Dresden

Rolf Becker
Mandy Müller, Tennisclub Bad Weißer Hirsch Dresden e.V.
Austieg in die Ostliga: Ranglisten-Spielerin Mandy Müller geht die nächste Herausforderung an. © Steffen Manig
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Die Dresdner haben die Tennis-Punktspielsaison in der Oberliga erfolgreich beendet. Die Damen vom TC Bad Weißer Hirsch und die Herren vom TC Blau-Weiß Blasewitz II holten ungeschlagen die Titel. Am 26. September stehen die Aufstiegsspiele zur Ostliga auf dem Programm.

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Dresden. Mit den letzten Spielen wurde am vergangenen Wochenende der Schlussstrich unter die Punktspielsaison in der Tennis-Oberliga gezogen. Doch sie hatten keinen Einfluss mehr auf die Vergabe der beiden Titel. Denn die waren schon an zwei Dresdner Mannschaften vergeben, die eine überragende Saison gespielt haben. So gab es eigentlich nie einen Zweifel, dass die Damen von Bad Weißer Hirsch und die Herren von Blau-Weiß Blasewitz II Meister werden würden. So kam es dann auch, denn beide Vertretungen holten ungeschlagen den Titel.

„Unser Ziel war es von vornherein, wieder Meister zu werden. Doch diesmal wollen wir auch den Aufstieg in die Ostliga schaffen“, zeigt sich Hirsche-Kapitän Louisa Werner sehr zuversichtlich. Sie gehörte mit einer 5:1-Bilanz in den Einzeln auch zu den festen Stützen der Meistermannschaft. Noch besser waren nur die deutsche Ranglisten-Spielerin Mandy Müller (6:1) und Stephanie Noriega Maggiolo. Die erfahrene Spielerin, die vor einigen Jahren aus Blasewitz auf den Hirsch gewechselt ist, kann als einzige Spielerin sogar eine völlig makellose Bilanz vorweisen: 7:0 Einzel-Siege und 4:0 in den Doppeln.

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Bei den Herren galten die Blasewitzer als Favoriten, doch waren hier schon eher einige Zweifel angebracht, ob sie dieser Rolle auch gerecht werden könnten. Besonders deshalb, weil vor allem sehr junge Spieler aus dem Nachwuchs den Stamm der Mannschaft bildeten. Doch sie übertrafen alle Erwartungen. So brachte es der 18-jährige Paul-Philipp Schön auf eine 7:0-Bilanz in den Einzeln und gewann auch alle sechs Doppel, in denen er eingesetzt wurde. Aber auch die noch Jüngeren Bruno Johannes (16 Jahre/7:0-Bilanz in den Einzeln) und Michael Malkin (15/6:0) konnten fleißiger gar nicht punkten.

Von den übrigen Dresdner Oberligisten hatte man vor allem den Herren des SV Dresden-Mitte durchaus zugetraut, in den Kampf um den Titel einzugreifen. Doch der Ostliga-Absteiger kam schwer in die Gänge, steigerte sich aber zum Saisonende und erkämpfte hinter Blasewitz II und dem Chemnitzer TC Küchwald den dritten Platz. Aufsteiger ESV Dresden blieb ohne Sieg abgeschlagenes Schlusslicht. Negative Auswirkungen hat dies diesmal jedoch nicht. Wegen der besonderen Umstände durch die Corona-Pandemie, unter denen diese Saison stattfand, war beschlossen worden, dass es keine Absteiger gibt. Bei den Damen belegte Blau-Weiß Blasewitz III mit 8:6 Punkten einen sehr achtbaren vierten Platz, der SV Dresden-Mitte landete mit 4:10 Zählern auf den siebenten Rang.

Die Tennis-Punktspiele in Sachsen sind abgeschlossen, doch die Meister stehen noch vor der wichtigsten Aufgabe: Am 26. September stehen die Aufstiegsspiele zur Ostliga auf dem Programm. Doch ohne Überheblichkeit: Da hat das Los diesmal den Sachsen lösbare Aufgaben beschert. Denn beide treffen auf den Meister von Thüringen, und das auch noch jeweils in Heimspielen.