05. Januar 2022 / 22:46 Uhr

Behörden verweigern Einreise: Tennis-Star Novak Djokovic muss Australien wieder verlassen

Behörden verweigern Einreise: Tennis-Star Novak Djokovic muss Australien wieder verlassen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Novak Djokovic ist aktuell die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste.
Novak Djokovic ist aktuell die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste. © 2021 Getty Images
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Novak Djokovic wird trotz vermeintlicher Ausnahmegenehmigung nicht an den Australian Open teilnehmen. Der wohl ungeimpfte Weltranglisten-Erste wurde bei seiner Ankunft am Flughafen von den Behörden festgehalten und muss nun wieder die Heimreise antreten.

Die australische Regierung hat Tennisstar Novak Djokovic das Visum gestrichen. Dies berichtet die australische Nachrichtenagentur AAP am Mittwoch. Die Einreise des Serben nach Australien ist damit abgelehnt. Der Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste wurde mitgeteilt, dass er Australien nun am Donnerstag verlassen muss.

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Die Entscheidung fiel nur wenige Tage vor Beginn der Australian Open in Melbourne. Djokovic war nach seiner Ankunft in Australien am Mittwoch mehrere Stunden auf einem Flughafen in Melbourne festgehalten worden, nachdem die australischen Grenzschutzbehörden Bedenken hinsichtlich seines Einreisevisums geäußert hatten.

Die australischen Grenzschutzbehörde (Australian Border Force) gab am frühen Donnerstag (Ortszeit) eine Erklärung ab, in der es hieß, dass Djokovic keine geeigneten Beweise zur Erfüllung der Einreisebestimmungen vorgelegt habe und daher "das Visum anschließend storniert wurde". Australische Medien berichteten indes, Djokovics Team habe das falsche Visum beantragt.

Der Tennisspieler hatte zuvor mitgeteilt, eine Ausnahmegenehmigung für die Covid-19-Impfung zu besitzen, die es ihm ermöglicht, an der Veranstaltung teilzunehmen. Das hatte eine Welle der Empörung im Gastgeberland des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison ausgelöst.

Die Ausnahme-Erlaubnis für Djokovic sorgte für "Zorn und Konfusion", wie es der Sender ABC nannte. Andere Äußerungen reichten von "Ohrfeige für alle Australier" bis "Schlag ins Gesicht für Millionen von Australiern". Turnierdirektor Craig Tiley verteidigte die umstrittene Entscheidung, bat den 20-maligen Grand-Slam-Sieger aber um Nennung seiner Gründe. Immerhin dies bleibt ihm nun wohl erspart.