19. Februar 2018 / 22:41 Uhr

Tennisbälle und Trillerpfeifen: RB Leipzig verliert chaotisches Montagsspiel

Tennisbälle und Trillerpfeifen: RB Leipzig verliert chaotisches Montagsspiel

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Eintracht Frankfurt - RB Leipzig
Yussuf Poulsens Kopfball geht knap am Pfosten vorbei. © Getty Images
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Verzögerter Beginn, ohrenbetäubender Lärm, ein zurückgenommener Elfmeter: RB Leipzig geht bei Eintracht Frankfurt baden und rutscht von den Champions-League-Rängen.

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Frankfurt. Das Topspiel wird zur Chaospartie, vor allem für RB Leipzig: Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl verliert beim direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt vor mehr als 45.000 Zuschauern mit 1:2 (1:2). Beim ersten Montagsspiel in dieser Bundesligasaison ging es neben dem Platz heiß her: Verzögerter Spielbeginn aufgrund von Protesten, ohrenbetäubende Trillerpfeifen, Tennisbälle sowie Klopapier auf dem Rasen. Aber auch auf dem Platz lief es für die Gäste mit einem zurückgenommenen Elfmeter und einer Verletzung von Naby Keita nicht rund.

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Eintracht Frankfurt - RB Leipzig (2:1) Zur Galerie
Eintracht Frankfurt - RB Leipzig (2:1) © Getty Images
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Nach der ersten Bundesliga-Niederlage der Leipziger gegen Frankfurt rutscht das Hasenhüttl-Team von den Champions-League-Plätzen auf Rang fünf ab, während sich die Eintracht in der Tabelle auf Platz drei vorschiebt.

Bereits nach 13 Minuten bringt Jean-Kevin Augustin die Gäste in Führung. Innerhalb von vier Minuten drehen die Frankfurter den Rückstand jedoch mit einem Doppelschlag (22./24. Minute) zur Führung und sogar schon dem Endstand.

Ralph Hasenhüttl resümierte nach dem Abpfiff: „Ich glaube, dass wir vom Kopf auch heute einfach nichts mehr im Tank hatten. Auch mit den Einwechslungen wurde unser Spiel nicht mehr besser. Wir hatten nichts mehr entgegen zu setzen. Man darf die Führung nicht so leicht aus der Hand geben. Die Möglichkeit noch einmal zurück zu kommen wäre die Elfmetersituation gewesen.“

Sein Gegenüber Nico Kovac freute sich dagegen: „Wir haben es in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht, viele Umschaltsituationen gehabt. Über 90 Minuten waren wir die bessere Mannschaft und haben nicht allzu viel zugelassen. Kompliment an meine Jungs.“

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(32) Peter Gulacsi: Glänzend gegen Rebic, auch sonst stark. Note 2. Zur Galerie
(32) Peter Gulacsi: Glänzend gegen Rebic, auch sonst stark. Note 2. ©

Anpfiff wegen Protesten verschoben

Hasenhüttl überrascht mit Winterneuzugang Ademola Lookmann in der Startelf. Im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Neapel am Donnerstag gibt es drei weitere Veränderungen: Diego Demme, Stefan Ilsanker und Jean-Kevin Augustin dürfen beginnen. Bruma fehlt wegen Knieproblemen, Kevin Kampl fällt aufgrund einer leichten Erkältung aus. Werner sitzt auf der Bank und ist verschnupft. In der Viererkette setzt der RB-Coach auf seine bewehrten Kräfte.

Auf den Sitzen im Frankfurter Stadion liegen Zettel und Trillerpfeifen bereit. Die Botschaft: „Ihr seid aufgerufen, wann immer RB am Ball ist, eine der ausgeteilten Trillerpfeifen zu benutzen. Wir pfeifen auf das Montagsspiel!“ Einige Fans betreten kurz vor dem Anpfiff den Innenraum des Stadions, um gegen das erste offizielle Montagsspiel zu protestieren. Der Spielbeginn verzögert sich deshalb um sechs Minuten.

Frühe Leipziger Führung

Wie bereits beim 2:1-Sieg im Hinspiel bringt Augustin die Leipziger in Führung. Dieser geht eine schöne Kombination mit Doppelpass von Laimer und Demme voraus. Bereits nach 13 Minuten versenkt der Franzose den Ball präzise links unten im Tor der Eintracht.

Doch die Antwort der Hausherren lässt nicht lange auf sich warten. Nach einer Ecke verlieren die Leipziger zwei Kopfballduelle, die Kugel bei Frankfurts Timothy Chandler landet, der aus kurzer Distanz einschiebt (22.). Nur vier Minuten später hat die Eintracht den Rückstand gedreht. Rebic wird nach einem Ballgewinn blitzschnell über die linke Seite geschickt. Der Ex-Leipziger bedient Boateng, der aus zentraler Position und elf Metern das 2:1 erzielt.

Schiedsrichter nimmt Elfmeter für Leipzig zurück

Nach einer halben Stunde werden bei RB Leipzig Erinnerungen an das Pokalspiel im Oktober gegen Bayern wach. Felix Zwayer pfeift nach einem Foul an Marcel Sabitzer einen Elfmeter, nimmt ihn nach dem Videobeweis aber zurück. Der Grund: der Österreicher stand vorher im Abseits. Die Frankfurter haben nach den zwei Toren in der hektischen und hitzigen Partie Oberwasser, RB-Keeper Gulacsi verhindert gegen Rebic kurz vor dem Pausenpfiff das 1:3.

Mehr zum Spiel

Tennisbälle und Klopapier fliegen auf den Rasen

Vor dem Beginn der zweiten Halbzeit wieder Proteste von den Frankfurter Rängen: Jede Menge Tennisbälle und Klopapier landen auf dem Spielfeld. Erneut verzögert sich der Anpfiff, bis alles weggeräumt worden ist.

Bei RBL ersetzt Yussuf Poulsen nun Demme. Aber der Gastgeber bleibt spielbestimmend und gefährlicher. Nächster Rückschlag für RB: Nach einer Stunde hält sich Naby Keita den Oberschenkel und signalisiert, dass es nicht weiter geht. Für ihn kommt Emil Forsberg.

Kapitän Orban muss nach einem Zusammenstoß am Knie behandelt werden, kann aber weiter spielen. Hasenhüttl versucht es mit voller Offensive, bringt in der Schlussviertelstunde Werner für Lookman. Aber die Leipziger finden einfach keine Lücken in der Frankfurter Defensive.

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Konrad Laimer (RB Leipzig): „Wir sind gut gestartet und haben das 1:0 super gemacht. Dann kriegen wir ein blödes Standardtor und ein paar Minuten später ein blödes Tor durch einen Eigenfehler hinten. Dann ist es immer hitziger geworden, mit vielen Fouls und strittigen Entscheidungen. Zugunsten von Frankfurt. Das ist schade. Hätten wir mehr riskiert, wäre mehr drin gewesen.“ Zur Galerie
Konrad Laimer (RB Leipzig): „Wir sind gut gestartet und haben das 1:0 super gemacht. Dann kriegen wir ein blödes Standardtor und ein paar Minuten später ein blödes Tor durch einen Eigenfehler hinten. Dann ist es immer hitziger geworden, mit vielen Fouls und strittigen Entscheidungen. Zugunsten von Frankfurt. Das ist schade. Hätten wir mehr riskiert, wäre mehr drin gewesen.“ ©

Statistik

RBL: Gulacsi - Klostermann, Upamecano, Orban (C), Laimer – Demme (46. Poulsen) – Lookman (76. Werner), Keita (60. Forsberg), Ilsanker, Sabitzer - Augustin

SGE: Hradecky - Falette, Abraham (C), Salcedo - Chandler, Hasebe, Boateng (68. Fernandes), Da Costa – Rebic (79. Jovic), Haller, Wolf

Tore: 0:1 Augustin (13.), 1:1 Chandler (22.), 2:1 Boateng (26.)

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