06. April 2021 / 15:23 Uhr

Termindruck hoch: Arbeitspapier zum Sachsenpokal wartet auf Zustimmung der Vereine

Termindruck hoch: Arbeitspapier zum Sachsenpokal wartet auf Zustimmung der Vereine

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Wie und wann rollt der Ball im Sachsenpokal wieder? Das ist Thema des Arbeitspapiers zum Landespokal. © Christian Modla
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Am 29. Mai soll er stattfinden: Der Finaltag der Amateure. Bis dahin muss auch eine Finalbegegnung in Sachsen feststehen. Die Vereine haben sich mit dem Verband zusammengesetzt und ein Arbeitspapier entwickelt, dem die Vereine bis zum 13. April zustimmen sollen.

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Leipzig. Wie kann in Pandemiezeiten der Landespokalsieger im Fußball ermittelt werden? Darüber zerbricht sich seit voriger Woche eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der noch im Wettbewerb befindlichen Vereine, den Kopf – oder gleich mehrere Köpfe. Unter Führung des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) haben die fünf Vertreter der 17 Teams dazu ein Arbeitspapier erstellt.

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„Darin haben wir die unterschiedlichen Positionen weitgehend zusammenbringen wollen und das ganze am Wochenende erneut besprechen“, berichtet SFV-Spielausschuss-Chef Volkmar Beier. Ohne, dass der Verband genauere Aspekte daraus schon preisgab, dürfte es in der Grundtendenz darum gehen, das eigentlich anstehende Achtelfinale wegzulassen, um dann, möglichst schon am 1./2. Mai mit dem Viertelfinale fortzusetzen. Und zwar nur mit den sieben Dritt- oder Regionalligisten. Denn nur diese dürfen derzeit spielen oder zumindest trainieren. Den Amateursportlern, also den Oberligisten den Sachsenligisten oder gar den Mannschaften aus Landesklasse oder Stadtliga, von denen ebenfalls noch welche im Rennen sind, ist nicht einmal Training erlaubt. Um aber wieder spielen zu können, bräuchten sie wenigstens drei bis vier Wochen Trainingsvorbereitung, um einigermaßen fit und vor Sportverletzungen gefeit zu sein. Das ist angesichts der Pandemielage jedoch kaum mehr zu erwarten, kaum mehr zu schaffen.

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Die Enge der Terminkette wird diktiert vom „Finaltag der Amateure“, den der DFB auf 29. Mai angesetzt hat. An diesem Sonnabend sollen in dieser Saison alle Landespokal-Endspiele stattfinden. Sie werden dann – fast schon traditionell – in einer Art Konferenzschaltung von der ARD übertragen. Das dabei herausspringende TV-Geld wird an die Landesverbände und damit weitgehend an die Pokalteilnehmer verteilt.



„Das klappt nur, wenn alle zustimmen“

„Diese Chance wollen wir wieder ergreifen“, betont Beier. „Die einzige Möglichkeit, unseren Pokal bis dahin noch sportlich zur Entscheidung zu bringen, sehen wir in dem Papier.“ Dem ein Vorschlag der fünf noch im Wettbewerb mitmischenden Regionalligisten zugrunde liegt (SPORTBUZZER berichtete), wäre zu ergänzen.

Bis zum 13. April sollen die 17 Vereine Stellung zum Arbeitspapier beziehen, das als Erklärung formuliert dann in der SFV-Präsidiumstagung am 17. April Gültigkeit erlangen kann. Beier ist klar: „Das klappt nur, wenn alle zustimmen, denn wir verändern damit den eigentlichen Pokalmodus.“ Dennoch ist er vehement dafür, denn nur, wenn Sachsen bis zum 29. Mai einen Pokalsieger ermittelt, würden alle teilnehmenden sächsischen Vereine anteilig und hinreichend vom Pokalgeld des DFB sowie Wettbewerbs-Sponsor VW partizipieren.