19. Mai 2022 / 17:17 Uhr

Termine, TV und Kohle: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Relegation zwischen Hertha BSC und dem HSV

Termine, TV und Kohle: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Relegation zwischen Hertha BSC und dem HSV

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Im Relegationsduell zwischen Hertha BSC und dem HSV steht einiges auf dem Spiel.
Im Relegationsduell zwischen Hertha BSC und dem HSV steht einiges auf dem Spiel. © Getty Images/IMAGO/Treese (Montage)
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Der Traditionsklubs Hertha BSC und der Hamburger SV spielen am Donnerstag und Montag um den letzten freien Platz in der Bundesliga. Der SPORTBUZZER beantwortet vorab die wichtigsten Fragen zum Duell in der Relegation.

Hertha BSC trifft in den Relegationsspielen um den Klassenerhalt in der Bundesliga auf den Hamburger SV. Die Berliner hatten am Samstag den Klassenverbleib in der Bundesliga durch ein 1:2 bei Borussia Dortmund verpasst und treffen nun in zwei Relegationsspielen auf den HSV. Die Hamburger sicherten sich am Sonntag am letzten Spieltag der 2. Liga durch ein 3:2 bei Hansa Rostock Tabellenrang drei und damit die Relegations-Teilnahme. Der SPORTBUZZER beantwortet vorab die wichtigsten Fragen zur Relegation.

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Wo werden die beiden Spiele ausgetragen?

Das Hinspiel steigt am Donnerstag (20.30 Uhr) im Olympiastadion in Berlin - also im Stadion des Bundesliga-16. Hertha BSC. Der Hamburger SV genießt im Rückspiel Heimrecht. Das entscheidende Duell um das Bundesliga-Ticket zwischen dem Hamburger SV und Hertha BSC steht im Volksparkstadion am kommenden Montag (20.30 Uhr) an. Die Spielreihenfolge ist in den Statuten der Deutschen Fußball Liga geregelt. In Paragraf 3 Absatz 2 heißt es: "Das Heimrecht im Rückspiel besitzt der Klub, der gemäß dem Spielplan der abgelaufenen Spielzeit weniger spielfreie Tage vor dem Hinspiel hatte. Bei gleicher Anzahl spielfreier Tage entscheidet das Los." Da Hertha BSC sein letztes Saisonspiel am Samstag hatte, der HSV aber am Sonntag noch antreten musste, findet das erste Duell in Berlin statt.

Welche Sender übertragen die Relegation?

Im seit dieser Saison geltenden Medienvertrag sicherte sich Sat1 unter anderem die Free-TV-Rechte an den beiden Relegationsspielen zur Bundesliga. Außerdem sind die vier Partien beim Pay-TV-Sender Sky (live mit Sky Ticket sehen/[Anzeige]) zu sehen. Wer als Sky-Kunde keinen Fernseher zur Verfügung hat, kann das Spiel Hertha BSC gegen Mainz 05 über Sky Go oder Sky Ticket [Anzeige] im Livestream ansehen. Im Internet können die Spiele nach einer kostenfreien Registrierung auch über den Sat1-Livestream verfolgt werden.

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Gibt´s eine Verlängerung bei Tor-Gleichstand?

Die Auswärtstorregel ist aufgehoben. Wie im Europapokal gibt es bei Torgleichstand zum Ende der regulären Spielzeit des Rückspiels die übliche Verlängerung von 2 x 15 Minuten. Steht es auch dann in der Summe aller Tore noch remis, folgt das Elfmeterschießen.

Zählen Sperren auch für die Relegation?

Persönliche Strafen werden aus der regulären Saison mit in die Relegationsspiele genommen. Ascacibar sah bei Herthas 1:2 in Dortmund seine fünfte Gelbe Karte und fehlt somit im Hinspiel. Bei den Berlinern droht Stevan Jovetic eine Gelb-Sperre für das Rückspiel. Beim HSV ist kein Spieler gesperrt, Bakery Jatta und Mikkel Kaufmann sind mit je vier Verwarnungen vorbelastet.

Welche technischen Hilfsmittel gibt es für die Schiedsrichter?

In der Bundesliga-Relegation sind der Video-Assistent und auch die Torlinientechnik laut Statuten vorgeschrieben. Die Referees können also auf die komplette technische Hilfe bauen.

Haben Hertha und der HSV bereits Erfahrungen mit der Relegation gesammelt?

Beide Vereine waren bereits in der seit 2012 bestehenden Relegation vertreten. Die Hamburger gingen zweimal als glückliche Sieger aus den Ausscheidungsspielen hervor. Die Berliner waren vor zehn Jahren in Düsseldorf an einem Skandalspiel beteiligt. Der HSV rettete sich zweimal in der Relegation zum Klassenerhalt - erst 2014 gegen Fürth, ein Jahr später gegen den Karlsruher SC. Für den Hauptstadt-Klub verlief die erste Erfahrung mit dem Entscheidungsmodus nicht erfolgreich. Im Skandalspiel gegen Fortuna Düsseldorf zog das damalige Team von Chef-Coach Otto Rehhagel den Kürzeren.

Was erwartet den Sieger und Verlierer im finanziellen Bereich?

Dem Bundesligisten steht natürlich für die Planung der kommenden Saison deutlich mehr Geld zur Verfügung als dem Zweitligisten. Ein Blick auf die Verteilung der Fernsehgelder reicht, um die Unterschiede deutlich zu machen. In der kommenden Saison kann jeder Bundesligist beispielsweise mit einem Fernsehgeld in Höhe von 25,8 Millionen Euro planen. In der 2. Liga sind es nur 7,2 Millionen Euro.