28. August 2020 / 16:50 Uhr

Test beim 1. FC Köln: VfL Wolfsburg simuliert den Bundesliga-Alltag

Test beim 1. FC Köln: VfL Wolfsburg simuliert den Bundesliga-Alltag

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der nächste Schritt soll her: Beim Test in Köln simuliert VfL-Trainer Oliver Glasner (r.) mit seinem Team den Liga-Alltag.
Der nächste Schritt soll her: Beim Test in Köln simuliert VfL-Trainer Oliver Glasner (r.) mit seinem Team den Liga-Alltag. © Boris Baschin/Roland Hermstein
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Es ist der stärkste Testspiel-Gegner der Saisonvorbereitung, es ist eine Standortbestimmung: Am Samstag testet der VfL Wolfsburg beim 1. FC Köln - und simuliert damit den Alltag in der Fußball-Bundesliga. Nur das Stadion ist ein anderes als sonst.

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Anreise, Gegner, Anstoßzeit: Der VfL Wolfsburg simuliert zwei Wochen vor dem Pflichtspiel-Start bei der Test-Partie am Samstag (15.30 Uhr) den Bundesliga-Alltag. Dann gastieren die Fußballer von Trainer Oliver Glasner beim 1. FC Köln - die Partie steigt aber anders als sonst nicht im Rheinenergie-Stadion, sondern im Franz-Kremer-Stadion. Wölfe-TV überträgt die Begegnung im Live-Stream.

Zwar muss der VfL zu Saisonbeginn überwiegend sonntags ran, doch die Bundesliga-Anstoßzeit schlechthin ist nun mal am Samstag, 15.30 Uhr. Zudem steigt das erste Pflichtspiel in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Union Fürstenwalde (12. September) ebenfalls zu dieser Zeit. Und darauf können sich Wout Weghorst und Co. nun schon mal wieder gewöhnen. Bereits am Freitag machten sich die Wolfsburger auf den Weg nach Köln. "Wir fahren mit dem Bus, daher haben wir gesagt, wir wollen am Tag des Spiels nicht viereinhalb Stunden unterwegs sein", begründet Glasner.

Der VfL Wolfsburg bestreitet sein erstes Testspiel in der Saisonvorbereitung 2020/21 gegen den Zweitliga-Nachbarn Eintracht Braunschweig Zur Galerie
Der VfL Wolfsburg bestreitet sein erstes Testspiel in der Saisonvorbereitung 2020/21 gegen den Zweitliga-Nachbarn Eintracht Braunschweig ©

Dass die Partie beim Liga-Konkurrenten zur Bundesliga-Zeit steigt, habe keine allzu große Rolle in den Planungen gespielt. "Wir haben in der vergangenen Saison zu vielen verschiedenen Uhrzeiten gespielt. Zu jeder Uhrzeit haben wir mal gut und mal weniger gut gespielt", erinnert sich der Coach. Da waren Spiele in der Europa League abends um 21 Uhr, aber auch Liga-Partien am Sonntagmittag um 13.30 Uhr mit dabei.

Der Test in Köln um 15.30 Uhr passe auch gut, "weil danach die Nationalspieler weg müssen", so Glasner. Und das sind einige - allerdings: Admir Mehmedi verzichtet nach seiner überstandenen Achillessehnen-Verletzung wie angedacht auf die Länderspiele mit der Schweiz, "um hier richtig fit zu werden", wie der Offensivspieler betonte. Auch Neuzugang Bartosz Bialek wird in Wolfsburg bleiben. Glasner: "Wir holen in der Länderspielpause jemanden dazu und gehen anhand von Videos ein paar Sachen durch, damit alles etwas klarer wird für ihn." Der 18-jährige Pole ist gerade erst dabei, Deutsch zu lernen.

Doch zunächst geht es für Mehmedi und die anderen Wolfsburger erst mal darum, in Köln ein gutes Spiel abzuliefern. Im Training ließ Glasner schon eine vermeintliche erste Elf ran. Im 4-4-2 agierten vor Keeper Koen Casteels Rechtsverteidiger Kevin Mbabu, Kapitän Josuha Guilavogui als Innenverteidiger neben Zugang Maxence Lacroix und Jerome Roussillon. Davor spielten Maximilian Arnold und Xaver Schlager, auf den Flügeln Renato Steffen und Josip Brekalo. Mehmedi agierte um Angreifer Wout Weghorst herum.

Der Test ist eine Standortbestimmung für den VfL, Köln ist der schwerste Gegner der Vorbereitung. Eine Woche später (15.30 Uhr) steigt nur noch der Test bei Drittligist 1. FC Magdeburg. Aber warum ausgerechnet die Rheinländer als Härtetest? Glasner: "Wir wollten einen Bundesliga-Gegner, und es ist ja mit den Corona-Tests auch nicht so einfach. Da nehmen wir die Reisestrapazen auch gern mal in Kauf."

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Allerdings hätte der Österreicher "lieber zweimal 60 Minuten gespielt", doch das klappt nicht. "Köln hat dem nicht zugestimmt, weil sie einige Verletzte haben", erklärt Glasner, der in dieser Woche viel Positives von seinen Jungs gesehen hat. "Mit der Trainingswoche war ich sehr zufrieden. Die davor war brutal intensiv für die Jungs", betont der Trainer, der aber nicht denkt, "dass wir schon bei 100 Prozent sind – das müssen wir aber auch noch nicht sein. Dafür benötigt es noch das eine oder andere Spiel." Viel wichtiger sei es ihm, dass seine Mannschaft "das, was wir analysieren und trainieren, in Nuancen verbessert. Wir wollen immer Schritte nach vorn machen, auch was die Abstimmung angeht."