15. November 2018 / 16:21 Uhr

Testspiel-Pleite! Der VfL Wolfsburg unterliegt Zweitligist SC Paderborn mit 1:3, Muskelfaserriss bei Jung

Testspiel-Pleite! Der VfL Wolfsburg unterliegt Zweitligist SC Paderborn mit 1:3, Muskelfaserriss bei Jung

Engelbert Hensel, Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Felix Klaus streckt sich nach dem Ball, Paderborns Sven Michel kommt zu spät.
Verloren: Der VfL Wolfsburg (l. Felix Klaus) unterlag im Testspiel mit 1:3 gegen den SC Paderborn. © Roland Hermstein
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Schwacher Auftritt: Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg nutzte auch die dritte Länderspielpause der Saison für ein Testspiel, gegen Zweitliga-Aufsteiger SC Paderborn gab's nach der Niederlage im Derby bei Hannover 96 auf dem A-Trainingsplatz vor der VW-Arena vor 250 Zuschauern eine 1:3-(1:1)-Niederlage.

In jeder Länderspielpause in dieser Hinrunde hatte der VfL getestet – und sich dabei bislang gut verkauft. Am Donnerstag beim 1:3 gegen Zweitliga-Aufsteiger SC Paderborn mit Ex-VfLer Steffen Baumgart als Trainer machte er das nicht. Ganz im Gegenteil: Die Wolfsburger lieferten eine ganz schwache Vorstellung ab, „vor allen Dingen in der zweiten Hälfte“, ärgerte sich Trainer Bruno Labbadia.

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Testspiel: VfL Wolfsburg gegen SC Paderborn (1:3)

Terrier Renato Steffen will Bernard Tekpetey energisch vom Ball trennen. Zur Galerie
"Terrier" Renato Steffen will Bernard Tekpetey energisch vom Ball trennen. ©

Sowohl die Wolfsburger (nur ein Sieg aus den vergangenen neun Bundesliga-Spielen) als auch die Paderborner (Tabellenneunter) rotierten im Vergleich zum Liga-Alltag viel, dementsprechend passte nicht alles zusammen. Nach vorn ging auf beiden Seiten wenig, in der Defensive schlich sich der eine oder andere Fehler ein. Erfreulich allerdings: VfL-Kapitän Josuha Guilavogui (nach Kreuzbandriss) und Sommer-Neuzugang Felix Klaus (nach OP im Bauchmuskelbereich) feierten ihre Comebacks. Beide waren bemüht, die fehlende Spielpraxis war ihnen aber anzumerken. Ein Beispiel dafür war die Entstehung der Paderborner Führung in der 13. Minute. Guilavogui verlor in der gegnerischen Hälfte den Ball, der SCP schaltete schnell um, fand in der Mitte Julius Düker, der zum 1:0 einschob. Zuvor hatten auch Robin Knoche und Jeffrey Bruma nicht klären können.

Der VfL tat sich im 4-3-3-System vor allem mit dem Ball schwer, was aber auch daran lag, dass es die Paderborner defensiv gut machten. Die Gäste pressten früh, machten die Räume eng, ließen die Wolfsburger kaum zur Entfaltung kommen. Renato Steffen, der auf der rechten Seite begann, nach wenigen Minuten aber mit Klaus tauschte, nutzte einen kapitalen Bock von SCP-Torwart Michael Ratajcak aus. Der Keeper spielte den Ball direkt in die Füße des Schweizers, der vor dem Tor zu Youngster Daniel Hanslik querlegte, so dass der U23-Top-Torjäger der Regionalliga locker zum 1:1 einschob.

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Nach der Pause ging dann (fast) nichts mehr auf Wolfsburger Seite. Paderborn nutzte das – eiskalt. SCP-Top-Torjäger Philipp Klement zirkelte einen Freistoß aus 17 Metern über die Mauer hinweg zum 2:1 ins Tor. Damit nicht genug: Bernard Tekpetey machte mit dem 3:1 den Deckel drauf.

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„Verlieren ist immer schlecht“, so Labbadia. „In Hälfte eins haben wir es oft geschafft, gut von hinten raus zu spielen, obwohl der Gegner uns unter Druck gesetzt hat. Aber wir haben es versäumt, unsere Angriffe durchzuspielen.“
Nicht zum Einsatz kamen Wout Weghorst (hat im Training einen Schlag auf den Nackenbereich bekommen), Marvin Stefaniak (Achillessehnen-Probleme) und Sebastian Jung. Der Rechtsverteidiger hatte sich am Mittwoch verletzt. Labbadia: „Er hat sich einen kleinen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen.“

VfL: Pervan (46. Menzel) - Verhaegh, Bruma, Knoche, Roussillon (46. William) - Gerhardt, Guilavogui (78. May), Arnold (46. Rexhbecaj) - Steffen (78. Franke), Hanslik (46. Seguin), Klaus (78. Ziegele).

SCP: Ratajczak - Boeder, Hünemeier (46. Schonlau), Strohdiek, Herzenbruch (46. Tawiah) - Gjasula (60. Klement), Ritter - Schwede, Antwi-Adjej (60. Tekpetey) - J. Düker (60. Zolinski), Michel (60. Gueye).

Schiedsrichter: Osmers (Hannover).

Zuschauer: 250.

Tore: 0:1 (13.) Düker, 1:1 (20.) Hanslik, 1:2 (78.) Klement, 1:3 (89.) Tekpetey.

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