30. Juli 2020 / 15:31 Uhr

TSV Havelse beim Test gegen Krähenwinkel nicht auf Topniveau: "Noch eine Menge Arbeit vor uns"

TSV Havelse beim Test gegen Krähenwinkel nicht auf Topniveau: "Noch eine Menge Arbeit vor uns"

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Havelses Torben Engelking (links) ist per Kopf zum 1:0 erfolgreich.
Havelses Torben Engelking (links) ist per Kopf zum 1:0 erfolgreich. © Christian Hanke
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Mit 3:0 (3:0) gewinnt der TSV Havelse den Test gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, doch da war noch "etwas Sand im Getriebe", meint Coach Jan Zimmermann. Sein Gegenüber Nils Poelmeyer ist zufrieden. Der Co-Trainer hätte allerdings gerne ein Tor seiner Mannschaft gesehen.

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Am Ende ist der Verlierer fast zufriedener als der Sieger gewesen. Mit 3:0 (3:0) hatte der TSV Havelse das Testspiel gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide gewonnen, doch angesichts des Unterschieds von zwei Spielklassen (Regionalliga versus Landesliga) bilanzierte Gastgebertrainer Jan Zimmermann: „Wir haben echt noch eine Menge Arbeit vor uns.“

Krähenwinkels Assistenzcoach Nils Poelmeyer zeigte sich hingegen zumindest mit der Darbietung seiner Mannschaft in den zweiten 45 Minuten einverstanden. „Da lief es besser“, sagte er. „Nur schade, dass wir uns nicht mit einem Tor belohnt haben. Die Niederlage geht aber insgesamt in Ordnung.“

"Phasenweise in der ersten Halbzeit ganz gut"

Schon nach etwas mehr als einer halben Stunde hatten die Havelser unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, an wen an diesem Abend die Favoritenrolle vergeben war. Torben Engelking traf in der 9. Minute nach einem Eckstoß zum 1:0. „Da haben wir geschlafen“, gab Poelmeyer zu. Nach Foul an Julius Langfeld erhöhte Yannik Jaeschke vom Elfmeterpunkt auf 2:0 (31. Minute), ehe abermals Engelking nach schöner Kombination frühzeitig den Schlusspunkt setzte (36.).

„Phasenweise war es in der ersten Halbzeit ganz gut“, sagte Zimmermann, während sein Gegenüber beobachtet hatte, dass seine jungen Akteure sich zu wenig zugetraut hätten und dem Gegner mitunter gar ein wenig ängstlich gegenübergetreten wären. „Aber wir sind auch erst ganz frisch in der Vorbereitung. Da ist immer etwas Sand im Getriebe“, sagte der Co-Trainer von Pascal Preuß.

Bilder vom Testspiel zwischen dem TSV Havelse und TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

Krähenwinkels Marcel Kunstmann hat die Lufthoheit. Zur Galerie
Krähenwinkels Marcel Kunstmann hat die Lufthoheit. ©

Nach der Pause ausgeglichener

In den zweiten 45 Minuten fielen keine Tore mehr. Beide Trainer wechselten je dreimal – die Kräfteverhältnisse waren nun ein wenig gleichmäßiger verteilt, die Zahl der Torchancen sank. Das veranlasste Zimmermann zu der Aussage, dass ihm dieser Durchgang „zu durchwachsen“ gewesen sei.

Kurioserweise hatten die Gäste vor den leeren Rängen des Wilhelm-Langrehr-Stadions – die Havelser hatten sich entschlossen, keine Zuschauer zuzulassen – ihre größeren Gelegenheiten auf den Ehrentreffer vor allem vor dem Seitenwechsel. Allerdings ließ der Landesligist sie sämtlichst ungenutzt. So scheiterte Marlon Pickert am Pfosten und Neuzugang Jonas Künne an Schlussmann Antonio Brandt.

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Poelmeyer lobt Florian Houck

In der zweiten Halbzeit hatte Yannic Reck schließlich nicht richtig hingesehen. Sein Trainer hingegen um so besser.„So, wie er zum Kopfball gegangen ist, war sofort klar, dass er die Augen zugemacht haben musste“, sagte Poelmeyer. Daher fehlte das rechte Timing, und auch die letzte Krähenchance war dahin.

„Natürlich probieren wir manches aus“, sagte Zimmermann. „Aber es hat jetzt keiner auf einer Position gespielt, auf der er sich überhaupt nicht zu Hause fühlt. Daher hätten es ruhig ein oder zwei Tore mehr sein können.“ Poelmeyer wiederum schloss mit einem Lob: „Florian Houck mit 18 Jahren in der Innenverteidigung, Pascal Gallinat mit 19 auf der Sechs und vor allem Tristan Schmidt nach seiner Einwechslung haben sich gut präsentiert.“