20. September 2021 / 18:17 Uhr

Teutonia trifft nicht und vergisst die Absicherung, Sieg nur für Vechelde

Teutonia trifft nicht und vergisst die Absicherung, Sieg nur für Vechelde

Matthias Press und Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Kerstin Rother und die Lafferder Fußballerinnen beherrschten das Spiel – verloren letztlich aber doch deutlich mit 0:3.
Kerstin Rother und die Lafferder Fußballerinnen beherrschten das Spiel – verloren letztlich aber doch deutlich mit 0:3. © Foto: Isabell Massel
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Im spielerischen Bereich seien die Groß Lafferder Fußballerinnen gut gewesen, doch zwei essenzielle Sachen machte die Mannschaft von Torsten Gutsmann in der Fußball-Bezirksliga falsch. Beim VfB Peine lief sogar alles schief – in Überzahl kassierte das Team vier Gegentore.

Franziska Grabinski war am Wochenende die einzige Fußballerin aus dem Kreis Peine, die in der Bezirksliga getroffen hatte. Bei den FT Braunschweig traf die Vechelderin doppelt und bescherte ihrer Mannschaft damit den Sieg. Teutonia Groß Lafferde und der VfB Peine verloren ihre Spiele deutlich. In der Oberliga traf die Broi-stedterin Denise Gregor auch doppelt, verlor aber mit ihrem Team klar.

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Oberliga

Rot-Weiß Göttingen – Pfeil Broistedt 7:3 (3:2). „Göttingen war in allen Belangen besser, und es war eine verdiente Niederlage für uns“, resümierte Broi-stedts Trainer Börge Warzecha. „Aber sieben Gegentore mussten nicht sein. Mich ärgert nicht, dass wir verloren haben, sondern wie.“

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Dabei hatte Denise Gregor die Pfeile in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten, als sie jeweils den Anschlusstreffer zum 1:2 (12.) und zum 2:3 (30.) erzielte, was auch der Halbzeitstand war. „Wir hatten in der Pause noch etwas Hoffnung, aber Göttingen hat uns ziemlich schnell den Zahn gezogen“, sagte Börge Warzecha. Mit drei Treffern bis zur 66. Minute machten die Gastgeberinnen ihre Übermacht deutlich.

„Die Göttingerinnen sind häufig über außen durch unsere Abwehr gekommen, und sie hatten die größere Aggressivität in den Zweikämpfen. Aber wir hatten auch nicht gerade unseren besten Tag erwischt“, stellte der Pfeil-Trainer fest.

Tore: 1:0 (6.), 2:0 (12.), 2:1 Denise Gregor (12.), 3:1 (22.), 3:2 Denise Gregor (30.), 4:2 (53.), 5:2 (64.) 6:2 (66.), 6:3 Eigentor (85.), 7:3 (90.).

Bezirksliga

Teutonia Groß Lafferde – SV Neiletal 0:3 (0:2). Bereits nach 45 Sekunden hatte Kim Wisker den Führungstreffer für Groß Lafferde auf dem Fuß. Doch so wie diese erste Möglichkeit, so gingen auch die sechs weiteren hundertprozentigen Chancen, die Teutonia-Trainer Torsten Gutsmann von seiner Mannschaft vor der Pause gesehen hatte, nicht ins Tor. „Bei uns lag es an der Ausbeute“, erklärt der Coach die 0:3-Niederlage gegen den SV Neiletal. Seine Mannschaft sei mindestens über 80 Minuten das bessere Team gewesen, vergaß allerdings in den wichtigen Momenten die Absicherung in der Defensive. Zwei Konter führten vor der Pause zur Führung der Gäste, die im zweiten Durchgang noch nachlegten.


Tore: 0:1 (34.), 0:2 (40.), 0:3 (63.).

VfB Peine – FC Groß Döhren 0:4 (0:1). Knackpunkt 38. Minute – eine Rote Karte für die Gäste aus Groß Döhren. „Da denkt man eigentlich, dass man mit einer Spielerin mehr, besser dasteht“, sagt VfB-Trainer Frank Hagedorn. Doch es trat das Gegenteil ein: „Uns fehlte die Laufbereitschaft und wir spielten Fehlpässe ohne Ende. In der zweiten Hälfte hatten wir keine einzige Torchance“, hadert der Coach, dessen Team keinerlei Erklärung für diesen Einbruch hatte. Groß Döhren traf hingegen viermal. „Jetzt muss ich die Mädels vor dem Derby gegen Groß Lafferde wieder aufbauen“, sagt Hagedorn.

Tore: 0:1 (44.), 0:2 (62.), 0:3 (81.), 0:4 (84.). Besonderes: Rote Karte für den FC Groß Döhren (38.).

FT Braunschweig – Arminia Vechelde 1:2 (0:1). Mit vier Spielerinnen aus der eigenen B-Jugend – drei davon in der Startelf – zeigten die Vechelderinnen in Braunschweig eine gute Leistung. „Wir haben unsere Chancen genutzt, standen in der Defensive gut und auch die Kombinationen haben gepasst“, freute sich Arminia-Trainer Thomas Papendorf. Das erste Tor erzielte Franziska Grabinski nach einer Ecke (32.), die erneute Führung in der zweiten Hälfte dann auch nach Ecke – und zwar mit dem Kopf. „Sie meinte, das sei das erste Kopfballtor ihrer Karriere“, berichtet Papendorf. Seine Mannschaft sei näher an einem höheren Erfolg dran gewesen, als der Gastgeber dem Ausgleich.

Tore: 0:1 Franziska Grabinski (32.), 1:1 (66.), 1:2 Franziska Grabinski (73.).

Von Matthias Pressund Lukas Everling