26. August 2019 / 13:51 Uhr

Theo Zwanziger exklusiv über die Anklage in der WM-Affäre: "Ich habe Aufklärung gewollt"

Theo Zwanziger exklusiv über die Anklage in der WM-Affäre: "Ich habe Aufklärung gewollt"

Sebastian Harfst
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger hat sich gegenüber dem SPORTBUZZER zur zugelassenen Anklage gegen ihn und drei weiteren Beschuldigten geäußert.
Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger hat sich gegenüber dem SPORTBUZZER zur zugelassenen Anklage gegen ihn und drei weiteren Beschuldigten geäußert. © imago images / foto2press
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Das Oberlandesgericht hat wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung die Anklage gegen den früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und drei weitere Beschuldigte zugelassen. Auf SPORTBUZZER-Nachfrage hat sich Zwanziger nun zu dem Sachverhalt geäußert.

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Das Oberlandesgericht Frankfurt hat die Anklage gegen den früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und drei weitere Beschuldigte wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung zugelassen. Zwanziger macht sich deswegen keine Sorgen, wie er am Montag auf SPORTBUZZER-Nachfrage sagte: "Vielleicht ist es sogar besser, wenn der Vorgang zu einer öffentlichen Hauptverhandlung führt, denn dann kann sich die Öffentlichkeit ein genaues Bild davon machen, wer seine Pflichten verletzt hat. Und in dem Zusammenhang wird auch das Bild der hessischen Justiz gezeichnet werden."

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Zwanziger über Anklage gegen ihn: "Der, der Aufklärung wollte, soll jetzt verurteilt werden?"

Der 74-Jährige fühlt sich in der WM-Affäre rund um den immer noch ungeklärten Verbleib einer Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro falsch behandelt. „Ich habe Aufklärung gewollt“, sagte er dem SPORTBUZZER. Zwanzigers rhetorische Anschlussfrage: "Und der, der Aufklärung wollte, soll jetzt verurteilt werden? Deshalb sehe ich dem Verfahren sehr entspannt entgegen."

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Zuvor hatte bereits der Anwalt von Zwanziger, Hans-Jörg Metz, mit Unverständnis auf die Entscheidung des OLG Frankfurt am Main reagiert. "Es erstaunt uns schon, dass im Beschluss des Oberlandesgerichts in weiten Teilen die Ausführungen der Staatsanwaltschaft/Generalstaatsanwaltschaft wörtlich abgedruckt werden, unsere dazu ausführlich übermittelte Stellungnahme indes völlig weggelassen wird und eine inhaltliche Auseinandersetzung damit noch nicht einmal im Ansatz erkennbar ist", teilte er mit.

Wesentliche Gesichtspunkte seien nicht angesprochen oder gewürdigt worden, kritisierte Metz. Das weitere Verfahren bleibe abzuwarten, sagte er und betonte: "Wir sehen den weiteren Verfahrensschritten wie aber auch der Hauptverhandlung gelassen entgegen."

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