13. August 2019 / 14:11 Uhr

WM-Affäre: Ex-DFB-Chef Zwanziger kontert Anklage mit Strafanzeige

WM-Affäre: Ex-DFB-Chef Zwanziger kontert Anklage mit Strafanzeige

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Theo Zwanziger hat mit einer Strafanzeige auf die Anklage der Schweizer Bundesanwaltschaft reagiert.
Theo Zwanziger hat mit einer Strafanzeige auf die Anklage der Schweizer Bundesanwaltschaft reagiert. © dpa
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Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger will seine Anklage in der Affäre um die Vergabe der WM 2006 nicht klaglos hinnehmen. Der 74-Jährige erhebt schwere Vorwürfe gegen die Schweizer Bundesanwaltschaft.

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Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger reagiert auf seine Anklage in der Affäre um die WM 2006 mit einer Strafanzeige gegen die Schweizer Bundesanwaltschaft. Dies kündigte Zwanziger am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Diez an. Der 74-Jährige wirft der Ermittlungsbehörde in der Schweiz eine bewusst falsche Interpretation von Beweismitteln vor. „Ich bin überzeugt, dass die Verdächtigungen falsch sind“, sagte Zwanziger.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte in der Vorwoche Anklage gegen die Ex-DFB-Funktionäre Zwanziger, Horst R. Schmidt und Wolfgang Niersbach sowie den ehemaligen FIFA-Generalsekretär Urs Linsi erhoben. Franz Beckenbauer als der große Architekt der WM 2006 muss wegen seines schlechten Gesundheitszustands hingegen vorerst noch keine strafrechtlichen Konsequenzen fürchten.

Verfahren gegen Franz Beckenbauer war abgetrennt worden

Das Verfahren gegen Beckenbauer war bereits zuletzt abgetrennt worden. Erstmals nannten die Ermittler dafür nun den Gesundheitszustand des Kaisers als Grund. Der Zustand des damaligen Chefs des WM-Organisationskomitees, der maßgeblich an den finanziellen Transaktionen beteiligt war, lasse „nach derzeitiger Prognose eine Teilnahme oder Einvernahme an der Hauptverhandlung“ vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona nicht zu.

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Zwanziger prophezeit: "Ich werde nicht in Deutschland verurteilt und nicht in der Schweiz"

Dem Quartett wird vorgeworfen, den Präsidialausschuss des WM-Organisationskomitees 2006 über den eigentlichen Zweck einer Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro im April 2005 vom DFB an den Weltverband FIFA arglistig getäuscht zu haben. „Die Ermittler sprechen davon, über den Verwendungszweck des Geldes zu spekulieren. Darauf kann man keine Anklage stützen“, sagte Zwanziger.

Zugleich wies er die Vorwürfe der Steuerhinterziehung, die die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen Zwanziger, Schmidt und Niersbach erhoben hatte, erneut zurück. In dieser Causa hatte das Landgericht Frankfurt im Oktober 2018 die Eröffnung eines Hauptverfahrens abgelehnt. Über eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen diese Entscheidung hat das Oberlandesgericht Frankfurt bisher noch nicht entschieden. Zwanziger betonte in beiden Fällen seine Unschuld und prophezeite: „Ich werde nicht in Deutschland verurteilt und nicht in der Schweiz.“

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