13. September 2020 / 12:50 Uhr

Hoeneß über Poker um Thiago: "Die versuchen, uns zu erpressen" - Verbleib beim FC Bayern möglich

Hoeneß über Poker um Thiago: "Die versuchen, uns zu erpressen" - Verbleib beim FC Bayern möglich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Uli Hoeneß kritisiert das Verhalten der Interessenten im Thiago-Poker.
Uli Hoeneß kritisiert das Verhalten der Interessenten im Thiago-Poker. © imago images/VI Images/Montage
Anzeige

Uli Hoeneß beklagt im Transfer-Poker um Thiago stilloses Verhalten der beiden interessierten Klubs FC Liverpool und Manchester United. Am Ende könnte der spanische Nationalspieler auch beim FC Bayern bleiben.

Anzeige

Uli Hoeneß hat einen Einblick in den Transfer-Poker um Thiago gegeben und Vorwürfe gegen die an dem Mittelfeldspieler interessierten Klubs erhoben. "Thiago hatte von uns ein Super-Angebot für vier Jahre und hatte das zugesagt. Ein paar Tage später hat er dann gesagt, dass er nochmal eine große Herausforderung sucht - was völlig okay ist", schilderte der Ehrenpräsident des FC Bayern im "Doppelpass" von Sport1 die Ausgangslage für die Entwicklungen der vergangenen Wochen: "Er hatte sich offensichtlich mit Liverpool oder Manchester United oder vielleicht auch mit beiden geeinigt." Was Hoeneß auf die Palme bringt, ist jedoch nicht dieser Fakt, sondern das anschließende Verhalten der beiden Vereine aus der Premier League.

Hoeneß: FC Liverpool und Manchester United "bluffen"

"Jetzt bluffen beide Vereine. Es ist noch keiner offiziell an Bayern München herangetreten. Das ist kein Stil. Die versuchen, uns zu erpressen, indem sie bis zur letzten Woche (der Transferphase, Anm. d. Red.) warten, um dann ein billiges Angebot hinzuhauen", schimpfte Hoeneß und schloss nicht aus, dass Thiago dann die Freigabe aus dem bis 2021 laufenden Vertrag verweigert werden könnte.

Mehr vom SPORTBUZZER

"Dann wird sich beim FC Bayern die Frage stellen, ob man sich das gefallen lässt. Oder ob man dann sagt, er muss bleiben", meinte Hoeneß und kündigte bis zum Ende der Wechselfrist am 5. Oktober "heiße drei Wochen" an. Einen Verbleib Thiagos würde der 68-Jährige wohl weiterhin begrüßen. Der spanische Nationalspieler sei ein "toller Junge", der "menschlich und sportlich" weiter zum Verein "passen" würde. Dem Vernehmen nach fordern die Münchner im Falle eines Verkaufs eine Ablöse in Höhe von mindestens 30 Millionen Euro.