27. Juli 2019 / 08:48 Uhr

Thierbacher SV schafft den Bronzerang

Thierbacher SV schafft den Bronzerang

Ronny Pohle
SPORTBUZZER-Nutzer
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Symbolbild © Imago/Rust
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Die Fußball-Kreisliga der Frauen in der Bilanz / Döbeln wird überlegen Meister, Olympia Frankenhain Zweiter

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Der ESV Lok Döbeln war in der zurückliegenden Saison 2018/19 das Maß aller Dinge in der Frauen-Kreisliga. Der letztjährige Dritte der Fußball-Landesklasse (Nord) hatte dabei sportlich in dieser Liga eigentlich nichts verloren, da sie allen Mannschaften mehr als überlegen waren und in anderen Sphären spielten.

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Alle 16 Spiele konnte Döbeln mehr als deutlich gewinnen, allein siebenmal schickten sie ihre Gegner mit zehn und mehr Gegentoren nach Hause. Top-Torjägerin der Liga war Susann Grandke mit 46 Treffern, aber auch Denise Wittig (34) und Laura Eschner (17) erwiesen sich als äußerst treffsicher. Seine Übermacht demonstrierte Döbeln aber auch bei den Hallenmeisterschaften und im Kreispokal, denn diese beiden Titel schnappten sie sich auch noch. Da Lok sein Aufstiegsrecht wahrnimmt, dürfte die Liga im nächsten Jahr etwas ausgeglichener sein.

Carolin Weber macht 23 Buden

Bereits mit 13 Zählern Rückstand folgte der letztjährige Meister Olympia Frankenhain. Olympia musste sich in der Hinrunde Döbeln und Thierbach geschlagen geben. Und lag schon zur Halbserie weit hinter Döbeln zurück. Zwar gewannen sie in der zweiten Hälfte fünf Spiele in Folge, aber Lok machte einfach keine Fehler. Nach den beiden Unentschieden gegen Thierbach (2:2) und Bad Lausick (3:3) und der Niederlage gegen Döbeln (1:2) mussten sie alle Hoffnungen auf die Titelverteidigung begraben. Die Schurig-Schützlinge konnten auch in der Halle und im Kreispokal gegen Döbeln wenig ausrichten und müssen sich diesmal ohne Titel begnügen. Mit 23 Treffern war Carolin Weber die beste Schützin im Team.

Der Thierbacher SV kam schleppend in die Saison. Bezeichnend waren gleich zu Beginn die Niederlagen gegen Döbeln, Pegau und Luppa. Der Vizemeister der letzten Saison steigerte sich aber im Laufe der Spielzeit und steckte auch Rückschläge wie das 3:3 gegen den Lokalrivalen Kitzscher gut weg. Die Winterpause kam gerade recht, denn aus dieser kam Thierbach mit einem 2:1 Erfolg über Torgau heraus. Danach verloren sie zwar gegen Lok Döbeln (2:11) und Torgau (0:4), blieben aber dann bis zum Saisonende mit fünf Siegen und einem Unentschieden ungeschlagen. Schließlich fingen die TSV-Frauen Luppa im letzten Moment noch ab und wurden Dritter. Beste Schützin war Diana Mamedov mit 18 Treffern. Zweitbeste Angreiferin war Winterneuzugang Nicole Schmalandt (13).


Der FSV Luppa, im letzten Jahr noch Meister der Stadtliga Leipzig und in den beiden Jahren davor Meister der Kreisliga A, schloss sich in dieser Saison wieder der hiesigen Liga an wurden vom TSV noch vom Bronzerang abgefangen, beendete die Saison wohl auf einen enttäuschenden vierten Platz. Der FSV hatte mehr Schatten als Licht, gegen die vorderen Teams konnten sie nur drei Zähler holen und verloren sogar gegen Pegau und Naunhof am letzten Spieltag. Punkte gab es meist nur gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Mit 17 Treffern war Jennifer Thiele am erfolgreichsten.

Fünf Pleiten am Stück

TuS Pegau spielte eine eher unauffällige Saison. Nach schleppenden Saisonbeginn konnten sie noch vier Siege einfahren und lagen zur Halbserie auf Rang drei. In der zweiten Saisonhälfte kam TuS nicht mehr richtig in Tritt. Zwar gewann die Truppe das erste Spiel nach der Pause gegen Torgau mit 2:0, aber danach hagelte es fünf Niederlagen am Stück. Nur gegen Naunhof (4:4) und Bad Lausick (2:2) konnte gepunktet werden. Der 4:1-Erfolg über Kitzscher am letzten Spieltag war dann bedeutungslos, da die vier Teams davor schon zu weit weg waren. Daher mussten sie sich mit Platz fünf begnügen. Nicole Marke traf mit fünf Toren am Öftesten.

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Hartenfels Torgau machte in der Rückrunde den größten Schritt, zur Halbserie trugen sie noch die Rote Laterne und hatten magere vier Pünktchen auf dem Konto. In der zweiten Saisonhälfte konnten sie aber viermal gewinnen und dadurch einen Sprung auf Platz sechs machen. Garant dafür waren Peggy Burkhardt mit 16 und Juliane Ritz mit neun Treffern.

Für den SV Naunhof könnte Platz sieben durchaus als positiv gewertet werden. Auch wenn sie im Vergleich zur ersten Halbserie einen Platz einbüßten, machten sie im Gegensatz zum Vorjahr einen Rang gut. Auftrieb und Selbstvertrauen dürften die beiden Siege gegen Bad Lausick (5:1) und Luppa (4:2) zum Ende der Saison gegeben haben. Marie Oehmigen (8) und Jessica Hänsel (7) trafen am besten für die Mädels von der Parthe.

Den vorletzten Tabellenrang und damit Platz acht nahm der FC Bad Lausick ein – dieser Platz und die mageren 12 Zähler stellten den schlechtesten Wert seit Jahren dar. Die junge und sich im Umbruch befindliche Mannschaft braucht noch Zeit, um sich zu finden. Hauptproblem war die mangelnde Chancenverwertung, denn mit 23 Treffern war der FC das schlechteste Team der Liga. Selina Kluge traf neunmal und war damit die beste Schützin im Team.

Dünne Personaldecke

Die schon vor Saisonbeginn schön dünne Personaldecke spitzte sich beim FSV Kitzscher zur Hälfte der Saison noch mehr zu, denn mit Jaqueline Vollbrecht und Nicole Schmalandt wechselten zwei Leistungsträger und auch die bis dahin besten Torschützinnen zum Stadtrivalen Thierbach. Mit diesen beiden konnte die Mannschaft immerhin sieben Punkte ergattern. Zählbares sprang bei den Siegen gegen Bad Lausick (7:3) und Naunhof (4:1) heraus.

Und auch das 3:3 gegen den Stadtrivalen Thierbach ließ aufhorchen. In der zweiten Halbserie musste das arg gebeutelte Team Niederlage um Niederlage einstecken. Nur ein Punkt beim 2:2 gegen Naunhof gelang in der Rückrunde, was am Ende den letzten Tabellenrang und die Rote Laterne bedeutete.

Randnotizen: Pegau war die fairste Mannschaften der Liga. Der TuS kam ohne Verwarnung aus. Dahinter folgten Luppa, Kitzscher und Olympia Frankenhain die je zwei Verwarnungen erhielten. Die unfairsten Mannschaften waren der FC Bad Lausick mit zwei gelben und einer roten Karte und der SV Naunhof mit drei gelben und ebenfalls einer Roten Karte. Insgesamt ging es sehr fair zu bei den Damen, denn die Schiedsrichter mussten nur 23-mal Gelb zücken. Und auch die beiden roten Karten hätten es durchaus mit Gelb getan. 83 Spielerinnen erzielten insgesamt 488 Tore, dies ergibt einen Schnitt von 6,8 Toren pro Spiel.