14. Oktober 2020 / 12:23 Uhr

Neu-Trainer Thioune: HSV "nicht der FC Bayern der 2. Liga" – Lob für Ulreich und Terodde

Neu-Trainer Thioune: HSV "nicht der FC Bayern der 2. Liga" – Lob für Ulreich und Terodde

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Daniel Thioune sieht Sven Ulreich und Simon Terodde als gute Verstärkungen für seinen HSV.
Daniel Thioune sieht Sven Ulreich und Simon Terodde als gute Verstärkungen für seinen HSV. © imago images/pmk/Montage
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Daniel Thioune will mit dem Hamburger SV zurück in die Bundesliga - warnt allerdings auch vor überzogenen Erwartungen an den Klub, der an der gleichen Hürde zuletzt zwei Mal gescheitert war. Der 46-Jährige setzt große Hoffnungen in seine beiden Top-Neuzugänge Sven Ulreich und Simon Terodde.

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Trotz des überzeugenden Saisonstarts mit zwei Siegen in den ersten beiden Saisonspielen sieht Neu-Trainer Daniel Thioune den Hamburger SV nicht als größten Favoriten der 2. Bundesliga. Der Wunsch, die Bundesliga-Rückkehr sofort perfekt zu machen, sei "natürlich da", betonte der 46-Jährige in der Sport Bild. "Aber ich glaube, dass unsere Fans längst verstanden haben, dass Träumereien nicht angemessen sind". Es könne sein, "dass man vielleicht etwas länger braucht, um wieder in der 1. Liga zu arbeiten".

Dennoch wird der HSV wohl um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielen - wie schon in den beiden vergangenen Jahren, als es jeweils knapp nicht reichte. "Für alle Außenstehenden zählt der HSV zu den Aufstiegskandidaten. Das muss uns immer klar sein", urteilte Thioune, der im Sommer seinen Vertrag beim VfL Osnabrück aufgelöst hatte und zum HSV wechselte.

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Auf diesem Weg sollen die beiden hochkarätigen Neuzugänge Sven Ulreich (FC Bayern) und Simon Terodde (1. FC Köln) helfen, die über große Erfahrung verfügen. Ulreich, der jahrelang als Ersatzmann von Manuel Neuer bei den Bayern unter Vertrag stand, "weiß es, sich in einem Setting zu bewegen, in dem Druck herrscht", bekräftigte der neue HSV-Coach: "Zwar sind wir nicht der FC Bayern der 2. Liga, aber auch bei uns ist der Druck permanent da." Auch Terodde habe für Vereine gespielt, "die ambitioniert waren. Er hat performt, auch ihn hat der Druck nicht gehemmt".

Thioune mahnt seinen Klub auch zu mehr Realismus im eigenen Anspruchsdenken. Der HSV habe "namentlich sehr viel Strahlkraft" und gehöre "als Marke zu den größten Vereinen in Deutschland". Allerdings sei man aktuell Zweitligist: "Immer zu glauben, man sei ein gefühlter Erstligist, das berechtigt nicht, in der 1.Liga zu spielen. Es zählt nur die sportliche Qualifkation." Und die haben die Hamburger in den letzten Jahren trotz ihrer Favoritenrolle verpasst.