29. April 2019 / 12:59 Uhr

Thomas Bohrmann pariert Elfmeter für den Heikendorfer SV beim 1:1 gegen SV Eichede II

Thomas Bohrmann pariert Elfmeter für den Heikendorfer SV beim 1:1 gegen SV Eichede II

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Ein Einwurf von Johannes Göser (am Ball, hier gegen Wankendorf) war der Ausgangspunkt des HSV-Führungstreffer.
Ein Einwurf von Johannes Göser (am Ball, hier gegen Wankendorf) war der Ausgangspunkt des HSV-Führungstreffer. © Uwe Paesler
Anzeige

In der Landesliga Holstein konnte Heikendorf nach vier Spielen ohne Punkt gegen den SV Eichede II endlich mal wieder etwas Zählbares mitnehmen, allerdings musste das Team von HSV-Coach David Lehwald in der Schlussminute noch den Ausgleich hinnehmen. Heimspiele hatten der TSV Klausdorf und die TSG Concordia Schönkirchen, die ihre Partien jeweils mit 1:4 verloren. Deutlich mit 0:7 unter die Räder geriet der TSV Wankendorf beim 1. FC Phönix Lübeck.

Heikendorfer SV – SV Eichede II 1:1

„Beide Teams haben ein richtig gutes Landesliga-Spiel gezeigt“, meinte Heikendorfs Co-Trainer Axel Mommer. Tore gab es erst in der zweiten Hälfte zu bestaunen. Ein Einwurf von Johannes Göser war der Ausgangspunkt des HSV-Führungstreffers. Arber Azemi und Yannick Meenken gewannen zwei Kopfballduelle, so dass der nur eine Minute zuvor eingewechselte Premton Jashari aus kurzer Distanz das 1:0 erzielen konnte. Nach 70 Minuten hatten die Gäste die beste Chance zum Ausgleich, doch HSV-Keeper Thomas Bohrmann parierte den scharf geschossenen Elfmeter von Nico Bremser. Den Dreier verpasste der HSV. Nach einem Fehler im Aufbau traf Vincent Janelt. „Das Ergebnis geht zwar in Ordnung, fühlt sich aber dennoch wie eine Niederlage an“, so Mommer.

Anzeige

TSG Concordia Schönkirchen – Oldenburger SV 1:4

„Wir gehen nicht im Gram aus diesem Spiel. Vom Engagement her lagen wir bei 100 Prozent. Leidenschaft, Einsatz und der Auftritt als geschlossene Mannschaft stimmten. Aber Oldenburg ist eben eine Spitzenmannschaft, die ihre Treffer überragend heraus gespielt hat. Da kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, relativierte TSG-Trainer Stefan Köpke die deutliche Niederlage. 34 Minuten hielt die TSG das 0:0. Dann leitete ein krasser Fehler von Tayfun Otluoglu das 0:1 ein (34.). Ein Sonderlob verdiente sich TSG-Torwart Lukas Losch, der eine deutlichere Niederlage verhinderte (17., 67.).

(von Michael Felke)

Mehr aus der Landesliga Holstein

TSV Klausdorf – Lübecker SC 1:4

Gegen die defensiven Gäste mangelte es Klausdorf an Ideen. Nach Ballverlust begünstigten Abstimmungsprobleme die Lübecker Konter. „Unser Spielaufbau war unsauber. Wir haben es denen leicht gemacht“, meinte Klausdorfs Trainer Dennis Trociewicz, der zwölf Spieler zu ersetzen hatte. Lübeck nutzte die Räume und die sich bietenden Chancen. Zur Halbzeit führte der LSC mit 2:0 (30., 41.). Nur kurz keimte im Klausdorfer Lager Hoffnung auf, als Christer Reiser von der Strafraumgrenze den Anschluss markierte (50.). Nur eine Minute später war der Gastgeber auf dem Boden der Tatsachen zurück. Lübeck traf zum 3:1, ehe Leon Kiwitt mit einem direkt verwandelten Eckstoß nach 62 Minuten den Endstand markierte. „Viele Spieler sind nicht austrainiert. Da fehlte die Qualität, um Lübeck zu gefährden“, meinte Trociewicz.

(von Michael Felke)

SpVg Eidertal Molfsee – TSV Travemünde 1:5

Nur Fassungslosigkeit herrschte zur Halbzeit bei Eidertals Coach Martin Schulz: „Unglaublich, haarsträubende Fehler bei uns, weil keiner auch nur im Ansatz in Normalform spielte.“ Die Gastgeber bekamen keinen Zugriff auf ihren Gegner und ließen sich durch Frederik Rocksien (8.), Jannick Stürholdt (30.), Lennart Kurth (42.) sowie Alexander Witt (44.) vier Gegentreffer einschenken. „Da haben wir nicht geschlafen, sondern befanden uns wie im Koma“, kritisierte Schulz. Er stellte nach dem Seitenwechsel und dem 1:4 durch Oliver Dreier (48.) zwar eine Besserung in seinen Reihen fest, doch die reichte nicht, um dem zunehmend dahin plätschernden Spiel eine Wende zu geben. Nach dem 1:5 (Hamza Yilmaz/74.) stand die höchste Heimniederlage dieser Saison fest. „Meine Mannschaft hat sich selbst im Stich gelassen“, resümierte ein konsternierter Schulz. Dafür hat seine Trainersuche für die nächste Saison ein Ende gefunden. Neuer Coach wird Jörg Ahrens, der unter anderem den TSV Kronshagen, den FC Kilia und zuletzt den MTV Tellingstedt trainiert hat.


(von Reinhard Gusner)

Das sind die besten Torjäger in Schleswig-Holstein (Oberliga, Landesliga und Verbandsliga). Stand: 27. Mai 2019.

39 Tore Zur Galerie
39 Tore ©

1. FC Phönix Lübeck – TSV Wankendorf 7:0

Phönix wurde seiner Favoritenrolle komplett gerecht und deklassierte das Tabellenschlusslicht auch in der Höhe verdient. Aber erst Felix Stieglitz gelang es, den Bann zu brechen und besorgte nach 57 Spielminuten das erlösende 1:0. In der Schlussviertelstunde wurde die Defensivabteilung des TSVW dann schwindelig gespielt. Marco Pajonk (77., 86.), Paul Julian Meins (78., 83.), Felix Hinkelmann (79.) und der eingewechselte Alex Hammerschmidt (84.) legten innerhalb von acht Minuten sechs Treffer nach. „Das Ergebnis hätte noch deutlich höher als 7:0 ausfallen können“, meinte Phönix-Co-Trainer Dirk Brestel.