24. Juli 2020 / 07:40 Uhr

Ex-Trainer Thomas Doll lobt neuen HSV-Coach: "Thioune ist ein guter Griff"

Ex-Trainer Thomas Doll lobt neuen HSV-Coach: "Thioune ist ein guter Griff"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Thomas Doll sieht in Trainer Daniel Thioune eine gute Neuverpflichtung für den HSV.
Thomas Doll sieht in Trainer Daniel Thioune eine gute Neuverpflichtung für den HSV. © imago images/eu-images/Getty Images
Anzeige

Der frühere HSV-Trainer Thomas Doll sieht die Hamburger mit der Verpflichtung von Daniel Thioune als neuen Coach gut aufgestellt. Außerdem sprach der langjährige Bundesliga-Trainer über Neuzugang Klaus Gjasula und Investor Klaus-Michael Kühne.

Anzeige

Es ist mal wieder Zeit für einen Neuanfang beim Hamburger SV. Nach dem erneut verpatzten Aufstieg - wie schon 2019 landete der HSV nur auf Rang vier - musste Trainer Dieter Hecking seinen Hut nehmen. Jetzt soll es Daniel Thioune richten und die Hanseaten endlich zurück in die Bundesliga führen. Ex-Coach Thomas Doll ist jedenfalls zuversichtlich, dass der 46-Jährige in Hamburg Erfolg haben kann und lobte die HSV-Verpflichtung im Gespräch mit der Bild: "Thioune ist ein guter Griff, denke ich."

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

"Ich kenne Daniel noch nicht. Aber ich finde seine Verpflichtung gut und freue mich, dass der HSV diesen mutigen Weg einschlägt. Ein Coach, der schon mal in Osnabrück etwas aufgebaut hat", fällte Doll insgesamt ein positives Urteil. Auch die bisherige Transferpolitik seines Ex-Klubs mit der ablösefreien Verpflichtung von Klaus Gjasula sei ein Schritt in die richtige Richtung. "So ein Profi hat dem Kader eben in der vergangenen Spielzeit geholfen", betonte der 54-Jährige und erklärte: "Eine Handvoll sogenannte Drecksäcke hätte dem HSV geholfen. Ein paar Typen, die dem Gegner genau aufzeigen: soweit – und nicht weiter."

Doll: Aufstieg muss wieder HSV-Ziel sein

Die kommende Saison ist für den HSV mittlerweile die dritte in der 2. Liga. An den Zielen sollte das aber nichts ändern, wie Doll unterstreicht: "Der Druck, aufsteigen zu müssen, wird immer vorhanden sein." Dennoch ist der Frust nicht nur bei Verantwortlichen, Spielern und Fans groß nach zwei verpassten Aufstiegen. Auch Mäzen Klaus-Michael Kühne verliert allmählich die Geduld mit seinem Lieblingsklub. "Er ist sicherlich schwer enttäuscht, wie wenig mit seinen Millionen in den letzten Jahren sportlich erreicht wurde", erklärte Doll der Bild.

Die HSV-Trainer seit 1997:

Frank Pagelsdorf: 1. Juli 1997 bis 17. September 2001 - 62 Siege, 53 Unentschieden, 57 Niederlagen. Zur Galerie
Frank Pagelsdorf: 1. Juli 1997 bis 17. September 2001 - 62 Siege, 53 Unentschieden, 57 Niederlagen. ©

Dennoch hofft der frühere Hamburger Coach auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem spendablen Unternehmer - und bestenfalls mit weiteren wohlhabenden Sponsoren: "Hamburg soll ja die meisten Millionäre in Deutschland haben. Da muss sich doch jemand finden, der unserem HSV unter die Arme greift.“ Das Geld könnten die Hanseaten beim erneuten Kaderumbau zumindest gut gebrauchen. Bislang wurde bei zehn Abgängen neben Gjasula nur der erst 18-jährige Amadou Onana als Neuzugang vorgestellt.