09. April 2021 / 08:33 Uhr

Thomas Kunert verlässt den Aufsichtsrat von Dynamo Dresden

Thomas Kunert verlässt den Aufsichtsrat von Dynamo Dresden

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Kunert
Thomas Kunert (bei seiner Wiederwahl 2019 inmitten seiner Aufsichtsratskollegen Michael Ziegenbalg und Jens Heinig) wird das Kontrollgremium Ende Mai verlassen. © Jochen Leimert
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Thomas Kunert, stellvertretender Chef des Kontrollgremiums gibt sein Amt am Saisonende auf. Elf Jahre lang arbeitete der 45-Jährige im Aufsichtsrat von Dynamo Dresden.

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Dresden. Länger als die meisten seiner Mitstreiter arbeitete er im Aufsichtsrat von Dynamo Dresden mit, doch nach elf Jahren im Kontrollgremium der Sportgemeinschaft gibt Thomas Kunert seine Tätigkeit dort nun auf. Der 45-Jährige, der im Hauptberuf in der Automobilbranche beschäftigt ist, kehrt dem Aufsichtsrat zum 31. Mai 2021 den Rücken. Das teilte Kunert, der aktuell noch als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzende fungiert, dem Verein am Donnerstagmittag mit. Zu den Gründen wurde nach außen zunächst nichts Näheres bekannt.

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Kunert widmete sich in der Vergangenheit vor allem strategischen Fragen, er war auch an der Suche und Auswahl der Geschäftsführer maßgeblich beteiligt. Er begleitete den Verein in schwierigen Zeiten, half mit, den hochverschuldeten Traditionsclub trotz des Abstieges 2014 zu entschulden und in die Gewinnzone zu führen, ehe die Corona-Pandemie der SGD sportlich und finanziell in die Quere kam. Vereinsintern war Kunert nicht immer unumstritten, doch er wurde mehrfach im Amt bestätigt, zuletzt auf der Mitgliederversammlung im November 2019.

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Teile der Fanszene hatten Kunert 2014 einmal öffentlich beschuldigt, an unlauteren Geschäften mit Spielern beteiligt zu sein. Kunert wehrte sich entschieden dagegen und konnte die schwerwiegenden Vorwürfe schnell entkräften. Als er 2019 im Kongresszentrum das letzte Mal wiedergewählt wurde, erhielt er die zweitmeisten Stimmen - sogar drei mehr als Vereinsikone Hans-Jürgen Dörner. Selbst Aufsichtsratschef Jens Heinig, der noch länger als er dabei ist, bekam weniger Stimmen als sein Stellvertreter.