02. Dezember 2022 / 00:00 Uhr

Thomas Müller nach WM-Aus mit emotionaler Rede - Routinier deutet DFB-Abschied an

Thomas Müller nach WM-Aus mit emotionaler Rede - Routinier deutet DFB-Abschied an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Müller hat das Ende seiner Länderspiel-Karriere angedeutet.
Thomas Müller hat das Ende seiner Länderspiel-Karriere angedeutet. © IMAGO/Ulmer/Teamfoto
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Das 4:2 beim WM-Aus gegen Costa Rica könnte das letzte Länderspiel für Thomas Müller gewesen sein. Der Bayern-Star richtete nach der Partie eine emotionale Abschiedsrede an die Fans - ließ sich aber noch alle Optionen offen.

Thomas Müller hat nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Katar das Ende seiner Länderspiel-Karriere angedeutet und eine emotionale Abschiedsrede an die Fans gerichtet. "Es ist eine absolute Katastrophe. Ich weiß auch nicht genau, wie es weitergeht", leitete der 33-Jährige seine Ausführungen nach dem 4:2 gegen Costa Rica am ARD-Mikrofon ein: "Falls das mein letztes Spiel für Deutschland gewesen sein sollte, möchte ich nochmal ein paar Worte an alle deutschen Fußball-Fans, die mich all die Jahre begleitet haben, richten."

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Müller setzte fort: "Es war ein enormer Genuss. Liebe Leute, vielen Dank. Wir haben unglaubliche Momente miteinander gehabt. Ich habe versucht, in jedem Spiel mein Herz auf dem Platz zu lassen und allen Einsatz geliefert. Manchmal gab es Freudentränen durch meine Aktionen, manchmal hatten die Zuschauer vielleicht auch Schmerzen im Gesicht, weil Aktionen nicht gelungen sind. Ich habe es mit Liebe getan - da könnt ihr euch sicher sein. Alles Weitere muss ich jetzt erstmal sehen." Aus jeder seiner Silbe sprach die pure Enttäuschung. Später ergänzte er gegenüber Journalisten: "Was die Zukunft betrifft, werde ich mir die nötige Zeit geben, mich mit meiner Frau besprechen, mich mit dem Bundestrainer besprechen, was der Plan ist. Dann werde ich mich dazu konkret äußern." Zwar hatte die DFB-Auswahl durch den Sieg gegen Costa Rica die Grundvoraussetzung für den Achtelfinal-Einzug erfüllt. Da Japan aber zeitglich gegen Spanien gewann, reichte dies nicht.

"Es ist ein bisschen ein Ohnmachtsgefühl. Man kann der Mannschaft heute und im Spanien-Spiel nichts vorwerfen. Das ganze Unglück ist mit dem Ergebnis gegen Japan passiert", meinte Müller und blickte auf die 1:2-Pleite zum Auftakt gegen die Asiaten und das anschließende 1:1 gegen die Iberer zurück. Mit Blick auf den Sieg gegen Costa Rica betonte Müller, man habe für die realistische Chance auf das Weiterkommen - also den Fall eines spanischen Sieges gegen Japan - "die Hausaufgabe erfüllt, mit zwei Toren Unterschied gewonnen". Die Partie gegen Costa Rica war Müllers 121. Länderspiel. Dabei erzielte der Bayern-Profi 44 Tore. 2014 wurde er mit Deutschland in Brasilien Weltmeister. Vier Jahre zuvor in Südafrika hatte er sich mit fünf Treffern zum WM-Torschützenkönig gekrönt. Sein Länderspiel-Debüt hatte er im März 2010 gegeben.

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