30. Januar 2021 / 18:23 Uhr

Müller äußert sich zu Stadion-Besuch von Bundestrainer Löw – Hamann: DFB-Comeback "unumgänglich"

Müller äußert sich zu Stadion-Besuch von Bundestrainer Löw – Hamann: DFB-Comeback "unumgänglich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Müller hat den Stadionbesuch von Bundestrainer Joachim Löw kommentiert.
Thomas Müller hat den Stadionbesuch von Bundestrainer Joachim Löw kommentiert. © dpa/imago images
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Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw zeigte Thomas Müller am Samstag einmal mehr eine starke Leistung im Trikot des FC Bayern. Der 31-Jährige traf gegen die TSG Hoffenheim und empfahl sich für eine Rückkehr ins DFB-Team. Genau darauf wurde Müller nach der Partie erneut angesprochen.

Bereits geraumer Zeit befindet sich Thomas Müller beim FC Bayern München in einer echten Gala-Form. Der Weltmeister von 2014 hatte einen erheblichen Anteil an der Triple-Saison der Münchner und knüpft auch in dieser Spielzeit an die starken Leistungen an: Sein Treffer beim 4:1 gegen die TSG Hoffenheim am Samstagnachmittag war bereits das zehnte Tor in der laufenden Saison bei zehn Vorlagen - beides sind überragende Werte. Auch sonst zeigte Müller gegen die Kraichgauer eine starke Leistung - pikanterweise vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, der sich die Partie live im Stadion anschaute und Müller vor zwei Jahren aus der Nationalmannschaft verbannt hatte.

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Gerüchte über eine mögliche Rückkehr in die Nationalmannschaft im EM-Jahr 2021 wollte der 31 Jahre alte Müller vor dem Hintergrund des Löw-Besuchs in der Allianz Arena nur sehr ungern kommentieren - zumal er seine Sichtweise bereits mehrfach zu Protokoll gegeben hatte. "Unser Pressesprecher hat mich informiert, dass da etwas kommen könnte", sagte er auf Sky-Nachfrage und ergänzte: "Ich wusste es im Vorfeld nicht. Das hat mit mir nichts zu tun gehabt." In Müller'scher Manier fügte er an: "Die letzten Spiele waren auch ganz gut und da war er nicht im Stadion..."

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Löws Fokus dürfte tatsächlich nicht (nur) auf Müller gelegen haben, sondern beispielsweise auch auf Jamal Musiala, um dessen Dienste der DFB aktuell mit der englischen FA kämpft. Das Münchner Supertalent gilt anders als Müller als ein heißer Kader-Kandidat für die Länderspiele Ende März gegen Island, Rumänien und Nordmazedonien, in denen Löw seine Mannschaft auf die EM im Sommer einstimmen will. Zu den weiteren DFB-Spielern auf dem Rasen der Allianz Arena gehörten Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Leroy Sané und Niklas Süle sowie der Hoffenheimer Torwart Oliver Baumann.

Hamann-Plädoyer für Müller: Wert nicht hoch genug einzuschätzen

Müller, über dessen Rückkehr auch wegen der zuletzt eher mäßigen Leistungen der Nationalelf seit langer Zeit spekuliert wird, stach gegen Hoffenheim aus dem starken Münchner Kollektiv noch heraus. "Wenn man über Müller spricht, sind es ja mit Blick auf die letzten zehn, zwölf Jahre fast nur Superlative", schwärmte Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann. "Er hat schon zehn Tore und neun Assists gemacht und stellt damit auch die jungen Wilden im eigenen Verein in den Schatten." Der Sky-Experte hält es für "unumgänglich, dass er zurückkehrt", man könne "gar nicht hoch genug einschätzen, was er für einen Wert hätte", so Hamann weiter. Löw hatte eine Rückkehr Müllers seit dessen Ausbootung stets mehr oder weniger deutlich abgelehnt, allerdings nie komplett ausgeschlossen.

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