12. September 2022 / 15:34 Uhr

Vor Wiedersehen mit Lewandowski: Müller würdigt Ex-Bayern-Star – "In die Geschichtsbücher eingetragen"

Vor Wiedersehen mit Lewandowski: Müller würdigt Ex-Bayern-Star – "In die Geschichtsbücher eingetragen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski und Thomas Müller haben beim FC Bayern München erfolgreiche Zeiten erlebt.
Robert Lewandowski und Thomas Müller haben beim FC Bayern München erfolgreiche Zeiten erlebt. © IMAGO/Moritz Müller
Anzeige

Vor dem Wiedersehen in der Champions League mit dem zum FC Barcelona gewechselten Robert Lewandowski hat Bayern-Star Thomas Müller die Verdienste des Polen gewürdigt. "Er wird wahrscheinlich nie ganz Vergangenheit werden, weil er sich eben in die Geschichtsbücher eingetragen hat", sagte Müller. 

Zum Ende der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Heimspiel des FC Bayern München gegen den FC Barcelona (Dienstag, 21 Uhr, Amazon Prime) wurde der sonst meist gut gelaunte Thomas Müller fast ein wenig melancholisch. "Es wird noch länger dauern, bis dieser überragende Torjäger wirklich Vergangenheit ist. Er wird wahrscheinlich nie ganz Vergangenheit werden, weil er sich eben in die Geschichtsbücher eingetragen hat", sagte Müller am Montag. Gemeint war Robert Lewandowski, der am Dienstag – wenige Wochen nach seinem Wechsel von den Bayern zu den Katalanen in die Arena jenes Klubs zurückkehren wird, mit dem er in den acht Jahren seines Wirkens alle großen Trophäen gewonnen hat, die der internationale Klub-Fußball zu vergeben hat.

Anzeige

Auch Müller würdigte die Verdienste des zweimaligen Weltfußballers um den deutschen Rekordmeister, würdigte das Zusammenspiel mit ihm in der Offensive, gab bei den etlichen Nachfragen, die sich unter anderem um sein persönliches Verhältnis zu Lewandowski drehten, bereitwillig und meist auch mit einem Lächeln Auskunft. "Aber es ist für uns auch etwas anstrengend, Woche für Woche ähnliche Debatten zu führen", kommentierte Müller die abschließende Frage, die etwa auf die taktischen Veränderungen im Spiel der Bayern seit Lewandowskis Weggang abzielte.

Über Jahre prägte der polnische Angreifer gemeinsam mit Müller die Offensive des FCB mit Toren, Assists und Spielzügen. "Die Beziehung zwischen mir und Lewy hat sich in all den Jahren immer mehr entwickelt. Es war nicht von Anfang an so, dass wir gleich das Verständnis hatten", sagte der 32 Jahre alte Routinier über seinen Ex-Mitspieler, der 2014 von Borussia Dortmund nach München gewechselt war.

Seit Lewandowski aber weg und dessen im Sommer vom FC Liverpool verpflichteter Quasi-Nachfolger Sadio Mané da ist, hat sich die Statik im Angriffsspiel des Serienmeisters ein wenig verschoben, das ist auch und vor allem Müller nicht verborgen geblieben. "Wir haben jetzt nicht den einen klaren Mittelstürmer. Wir sind vier Offensive, die alle auf all diesen Positionen spielen können", beschrieb Müller den wesentlichen Unterschied zu den Vorjahren. Dafür war das Team von Trainer Julian Nagelsmann in den furiosen ersten Saisonwochen gefeiert, nach den so nicht eingeplanten drei Unentschieden in Folge in den jüngsten Bundesliga-Spielen zuletzt eher ein wenig kritisiert worden. "Wenn wir nicht gewinnen, kann man immer Kritik üben und sagen, wo ist jetzt der klare Zielspieler", räumte Müller ein.

Anzeige

Nun wirbelt eben unter anderem Mané an seiner Seite – vermutlich auch gegen Barcelona, nachdem der Senegalese von Nagelsmann beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Samstag eine Pause verordnet bekommen hatte. Mané hatte jedenfalls für die Partie gegen die Katalanen schon einmal einen – nicht ganz ernst gemeinten – Tipp für das Wiedersehen mit Lewandowski. "Der Sadio hat mir die letzten zehn Tage immer als Scherz gesagt, ich soll nicht aus Versehen einen Pass zu Lewy spielen", verriet Müller.

[Anzeige] Alle Spiele der Fußball WM live und exklusiv in der Konferenz bei MagentaTV. Mit dem Tarif MagentaTV Flex für nur 10€ pro Monat, monatlich kündbar.