23. August 2020 / 23:55 Uhr

Thomas Müller nach Triple-Sieg: "Gezeigt, dass ich nicht in den Altglascontainer gehöre"

Thomas Müller nach Triple-Sieg: "Gezeigt, dass ich nicht in den Altglascontainer gehöre"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Müller hat sich nach seinem zweiten Champions-League-Sieg überglücklich gezeigt. 
Thomas Müller hat sich nach seinem zweiten Champions-League-Sieg überglücklich gezeigt.  © imago images/Photosport
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Der FC Bayern München hat es geschafft. Im Champions-League-Finale setzte sich der deutsche Rekordmeister mit 1:0 gegen Paris St. Germain durch. Nach dem Erfolg fand Thomas Müller emotionale Worte für seine Situation am Anfang der Saison unter Ex-Trainer Niko Kovac.

Die Titelsammlung von Thomas Müller ist um einen weiteren Titel reicher: Die Ikone des FC Bayern München hat am Sonntagabend mit einem 1:0-Sieg über Paris St. Germain zum zweiten Mal in ihrer Karriere den Champions-League-Titel gewonnen – und damit auch zum zweiten Mal das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und eben der Königsklasse. Ein emotionaler Moment für den 30-Jährigen, der nach Abpfiff der Partie in Lissabon den Tränen nah war: "Wir haben es von der Talsohle bis ganz nach oben geschafft", jubelte ein emotionaler Müller bei Sky.

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Was Müller damit meint: Noch im November 2019 war die Krise beim FC Bayern groß. Nach einer 1:5-Niederlage in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt wurde der damalige FCB-Trainer Niko Kovac entlassen. Unter Kovac gab es bei den Bayern immer wieder Diskussionen über die Aufstellung des Rekordmeisters. Besonders Fan-Liebling Müller kam unter dem heutigen Monaco-Trainer in der Hinrunde nur sporadisch zum Einsatz. "Es war seltsam für mich, sechs Wochen hintereinander aus der Startelf raus zu sein. Einige Spieler waren müde, ich war fit, habe hart gearbeitet – und war trotzdem nicht dabei", kritisierte Müller Anfang Februar rückblickend. Kovac hatte im Oktober sogar erklärt, der Weltmeister würde nur dann zu Einsätzen kommen, "wenn Not am Mann sein sollte".

Der FC Bayern in der Einzelkritik: Die Noten gegen Paris St. Germain

Der FC Bayern hat das Champions-League-Finale gegen Paris St. Germain gewonnen. Die Spieler hier in der Einzelkritik. Zur Galerie
Der FC Bayern hat das Champions-League-Finale gegen Paris St. Germain gewonnen. Die Spieler hier in der Einzelkritik. ©

Dementsprechend ist der Triple-Erfolg für Müller unter Trainer Hansi Flick, der voll auf den Ex-Nationalspieler setzt, nun auch ein Stück weit eine Genugtuung: "Meine Rolle war für mich sehr unangenehm", sagte Müller im ZDF. "Natürlich freue ich mich, dass ich zeigen konnte, dass ich nicht in den Altglascontainer gehöre, sondern auch noch etwas drauf habe."

Dass es Müller (SPORTBUZZER-Note 2) noch "drauf" hat, zeigte er im Champions-League-Finale gegen PSG nun wiederholt: Der Bayern-Star zeigte sich agil und mannschaftsdientlich: "Es gibt nicht viele Geheimnisse: Wir marschieren, sind füreinander da und die Jungs sind bereit, füreinander zu leiden", lobte Müller bei Sky sein Team. "Die Mentalität ist brutal, die Qualität super – und dann haben wir auch noch Manuel im Tor."