07. April 2021 / 23:44 Uhr

Thomas Müller vermisst "Killerinstinkt": Bayern-Star kritisiert Chancenwucher gegen PSG

Thomas Müller vermisst "Killerinstinkt": Bayern-Star kritisiert Chancenwucher gegen PSG

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Müller reagierte enttäuscht auf die Niederlage des FC Bayern gegen PSG, haderte vor allem mit der schwachen Chancenverwertung.
Thomas Müller reagierte enttäuscht auf die Niederlage des FC Bayern gegen PSG, haderte vor allem mit der schwachen Chancenverwertung. © IMAGO/ULMER Pressebildagentur
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Der FC Bayern München droht in der Champions League das Aus. Der Triple-Sieger verlor sein Heimspiel gegen Paris Saint-Germain trotz großer Überlegenheit mit 2:3 - sehr zum Ärger von Thomas Müller. Der Bayern-Star kritisierte die Chancenverwertung des FCB scharf.

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Chancen ohne Ende - aber trotzdem ist jetzt das große Zittern angesagt: Der FC Bayern München hat in der Champions League eine bittere 2:3-Heimpleite gegen Paris Saint-Germain kassiert und steht vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag im Prinzenpark mit dem Rücken zur Wand. Und das komplett selbstverschuldet: 277 Tage nach dem Königsklassen-Triumph von Lissabon im Finale gegen PSG nutzten Lewandowski-Ersatz Eric Maxim Choupo-Moting (37. Minute) und Thomas Müller (60.) nur zwei der zahlreichen Möglichkeiten der klar überlegenen Münchner. Zu wenig bei den Gegentoren von Kylian Mbappé (3./68.) und Marquinhos (28.). Der Frust bei den Bayern ist deshalb groß: "Jetzt haben wir uns das Ei selbst ins Nest gelegt und müssen dem Rückstand hinterherlaufen", schimpfte Angreifer Thomas Müller bei Sky im Hinblick auf das Rückspiel.

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So hätten die Bayern nach Meinung des Ex-Nationalspielers gegen PSG "deutlich mehr Tore" schießen müssen: "Wenn es 5:3 oder 6:3 ausgeht, kann sich niemand beschweren", so Müller, der kritisierte. "Wenn wir den Killerinstinkt an den Tag legen, der uns normalerweise auszeichnet, geht es anders aus. Deshalb gewinnen wir normalerweise sehr viele Spiele und deshalb haben wir heute verloren." Das Fehlen von Robert Lewandowski, der wegen einer Knieverletzung auch das Rückspiel in der nächsten Woche verpassen wird, machte sich bemerkbar. "Vor dem Tor war es nicht so entschlossen", monierte auch Trainer Hansi Flick. Choupo-Moting ergänzte: "Es war ein toller Fight. Schade, dass wir uns nicht belohnt haben."

Flick warnt: Kader nach Verletzungen von Süle und Goretzka "immer dünner"

Flick fand für die Vorstellung des FCB trotz der Pleite generell lobende Worte: "Die Art und Weise wie wir Fußball spielen ist beeindruckend gewesen", sagte Flick, der immer wieder als Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw genannt wird. "Ich bin mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden. Man verliert nicht gern. Wenn eine Mannschaft aber verliert, dann in der Art und Weise, die war top. Auf dem Platz fighten sie 90 Minuten."

Auch wenn der Kader laut Flick vor dem Rückspiel nach den Muskelverletzung der ausgewechselten Leon Goretzka und Niklas Süle "immer dünner" wird, ist dem Trainer vor dem Rückspiel nicht bange. "Wir sind guter Dinge. Wir gehen die Spiele immer positiv an. Man kann nach unserer Leistung positiv nach Paris schauen. Wir werden alles versuchen, um ins Halbfinale zu kommen", so die Ansage des FCB-Coaches, in die auch Müller einstimmte: "Der Fokus geht auf das Rückspiel. Wenn wir so spielen, werden wir die Torchancen wieder kreieren. Wir haben die Überzeugung, noch weiterzukommen."