17. Mai 2021 / 15:52 Uhr

Interims-Coach Thomas Schaaf erklärt: So will ich mit Werder Bremen den Klassenerhalt schaffen

Interims-Coach Thomas Schaaf erklärt: So will ich mit Werder Bremen den Klassenerhalt schaffen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Schaaf soll Werder Bremen vor dem Abstieg retten.
Thomas Schaaf soll Werder Bremen vor dem Abstieg retten. © dpa
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Nach dem Aus von Florian Kohfeldt soll Thomas Schaaf den SV Werder Bremen am letzten Bundesliga-Spieltag mit einem Sieg gegen Gladbach vor dem Abstieg retten. Am Montag sprach der 60 Jahre alte Schaaf ausführlich darüber, wie er die Mission Klassenerhalt mit Werder angeht.

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Thomas Schaaf steht vor einer kniffligen Aufgabe: Ein Spiel hat der Interimstrainer, um Werder Bremen noch in der Bundesliga zu halten. Gegen Borussia Mönchengladbach am nächsten Samstag (15.30 Uhr, Sky) hoffen die Grün-Weißen, im Fernduell noch an Arminia Bielefeld vorbei auf das rettende Ufer zu ziehen. Dafür stellten die Verantwortlichen Trainer Florian Kohfeldt nach dem 0:2 in Augsburg frei und wollen mit Schaaf für das Saison-Finale noch einmal einen neuen Impuls setzen. Und auch das Trainer-Urgestein will frischen Wind in die Mannschaft tragen: "Wir wollen einen neuen Rahmen schaffen und Selbstvertrauen ins Team bringen", sagte Schaaf am Montag in einer digitalen Medienrunde.

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Schaaf: "Mache mir keine Gedanken um meine Person"

"Die Spieler müssen an ihre Fähigkeiten glauben. Zusätzlich bereiten wir sie natürlich auch inhaltlich auf Borussia Mönchengladbach vor", erklärte Schaaf die Arbeit mit der Mannschaft im Quarantäne-Trainingslager in der Sportschule Barsinghausen (bei Hannover). Dass auch er persönlich im Fokus stehen könnte, will der Kult-Trainer nicht hören: "Ich mache mir keine Gedanken um meine Person. Das ist mir nicht wichtig. Es ist viel entscheidender, das Gefühl zu haben, noch etwas leisten zu können."

Allerdings muss der 60-Jährige, der zuletzt Nachwuchsleiter beim Nordklub war, die Mannschaft auch erstmal näher unter die Lupe nehmen: "Ich war nicht ins Tagesgeschäft involviert, sondern habe mich mit den Verantwortlichen über grundlegende Dinge ausgetauscht. Selbstverständlich habe ich aber die Spiele und einige Trainingseinheiten verfolgt." Nach seinem ersten Eindruck wollte er sich mit Blick auf das Spiel am nächsten Wochenende noch nicht in die Karten schauen lassen: "Ich gucke mir jeden Spieler an. Wie trainiert er, wie bewegt er sich, was zeigt er auf? Am Samstag müssen wir dann eine Formation finden, die sich aus diesen Eindrücken ergibt", so Schaaf.



Schaaf genießt in Bremen absoluten Legenden-Status. Schon als Spieler lief er nur für den Rauten-Klub auf. Als Trainer war er an der Weser von 1999 bis 2013 tätig und gewann mit Werder 2003/04 das Double aus Meisterschaft und Pokal sowie zwei weitere DFB-Pokal-Titel. Nach dem Ende seiner Trainer-Tätigkeit in Bremen war er noch für eine Saison in Frankfurt sowie für wenige Monate bei Hannover 96 Trainer. Seit Sommer 2018 ist er Technischer Direktor bei Werder. Nun soll er seinen Herzensklub vor dem Abstieg retten – am liebsten direkt gegen Gladbach, zur Not aber auch über die Relegation.