28. Januar 2021 / 10:11 Uhr

Englands Presse reagiert eisig auf Tuchels Chelsea-Debüt: "Jugend-Strategie geschreddert"

Englands Presse reagiert eisig auf Tuchels Chelsea-Debüt: "Jugend-Strategie geschreddert"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Beim Debüt von Trainer Thomas Tuchel kommt der FC Chelsea nicht über ein 0:0-Remis gegen die Wolverhampton Wanderers hinaus.
Beim Debüt von Trainer Thomas Tuchel kommt der FC Chelsea nicht über ein 0:0-Remis gegen die Wolverhampton Wanderers hinaus. © imago images/PA Images
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Englands Presse und Experten geben sich mit Blick auf den neuen Chelsea-Trainer Thomas Tuchel schon kritisch. Besonders die "Sun" kennt trotz des Blitz-Einstandes des neuen Trainers nur wenig Gnade.

Auf Thomas Tuchel wartet beim FC Chelsea eine Menge Arbeit. Dies dürfte dem deutschen Trainer das 0:0 bei seinem Debüt am Mittwochabend gegen die Wolverhampton Wanderers noch einmal verdeutlicht haben. Sportlich muss er den in der Premier League nur auf Platz acht rangierende Klub stabilisieren und wieder in Richtung der Europapokalplätze führen. Aber auch beim Kampf um Sympathien ist der 47-Jährige in den kommenden Wochen wohl stark gefordert. Sein Vorgänger Frank Lampard ist eine Vereinslegende, Tuchel für die Fans der Blues momentan wohl eher noch "der Neue", von dem man nicht so recht, was man erwarten soll.

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Gegen die Wolves sah sich Tuchel, der den Job erst am Dienstag übernommen hatte, folglich noch einigen Lampard-Überbleibseln gegenüber. Ein "Super Frankie Lampard"-Plakat prangte während des Spiels auf einer der Tribünen. Und auch in Sachen Personalauswahl hallt der Ruf des früheren Blues-Kapitäns trotz dessem eher überschaubaren Erfolg auf der Trainerbank noch nach. So hatte Tuchel in seiner Startformation die drei Chelsea-Eigengewächse Tammy Abraham, Reece James und Mason Mount außen vor gelassen. Vor allem der Verzicht auf Letzteren rief bei Fans und Experten schon die erste Kritik hervor.

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"Tuchel hat auf Erfahrung und Spieler gesetzt, die er schon ein wenig besser kennt" meinte der ehemalige englische Nationalspieler Rio Ferdinand bei BT Sports: "Ich bin mir sicher, dass es in Mason Mount brodelt." Auch die Sun bereitete Tuchel einen eher eisigen Empfang. Nach Ansicht der Blattes habe Lampard mit ansehen müssen, "wie seine Jugend-Strategie von seinem deutschen Nachfolger geschreddert" wurde. Der Auftritt gegen Wolverhampton sei "zahnlos" gewesen.

Und weiter: "Auch wenn der frühere Trainer von Paris St. Germain und Borussia Dortmund erst 24 Stunden im Amt war, war das nicht gerade ein vielversprechender Start." So hätten die Spieler "nur das Passens wegen gepasst". Tatsächlich stellte Chelsea mit laut Daily Mail mit 820 Pässen in 90 Minuten einen Rekord für die laufende Premier-League-Saison auf.