29. Dezember 2020 / 19:46 Uhr

Nach Aus bei PSG: Das sind die möglichen Job-Optionen von Trainer Thomas Tuchel

Nach Aus bei PSG: Das sind die möglichen Job-Optionen von Trainer Thomas Tuchel

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ihm stehen auch für die Zukunft im Trainerbereich einige Optionen offen: Thomas Tuchel.
Ihm stehen auch für die Zukunft im Trainerbereich einige Optionen offen: Thomas Tuchel. © Getty Images/Montage
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Nach der Entlassung bei Paris Saint-Germain stellt sich die Frage: Welches Team könnte Thomas Tuchel als nächstes trainieren? Für den 47-Jährigen gibt es nicht nur auf Klub-Ebene reizvolle Möglichkeiten. Der SPORTBUZZER fasst etwaige Optionen des früheren BVB-Trainers zusammen.

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Thomas Tuchel ist nach seiner Entlassung bei Paris Saint-Germain wieder auf dem Markt - und schon nehmen die Spekulationen um die Zukunft des Trainers mächtig an Fahrt auf: Wohin zieht es den 47-jährigen als nächstes? Ein Engagement in der Premier League, ein Wechsel in die spanische La Liga oder die Übernahme der deutschen Nationalmannschaft werden bereits als Optionen genannt. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick.

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Premier League

In England könnte es gleich drei Optionen für Tuchel geben. Eine heiße Spur führt dabei nach Manchester. Genauer gesagt zu United, wo Ole Gunnar Solskjaer zwar offenbar noch die Rückendeckung der Bosse genießt, bei Ausrutschern im weiteren Saisonverlauf aber schnell wieder in Frage gestellt werden dürfte. Zudem hat das Aus in der Champions League nicht gerade für mehr Job-Sicherheit bei dem Norweger gesorgt.

Zwei weitere mögliche Optionen für Tuchel könnten sich in London ergeben. Beim FC Arsenal steht Trainer Mikel Arteta nach der bisher enttäuschenden Saison immer wieder heftig in der Kritik. Und beim Stadtrivalen FC Chelsea, wo Tuchel auf die deutschen Nationalspieler Timo Werner, Antonio Rüdiger und Kai Havertz treffen würde, konnte Coach Frank Lampard trotz eines zwischenzeitlichen Höhenflugs und immenser Transferausgaben zuletzt mit nur vier gewonnen Punkten aus den letzten fünf Spielen nicht wirklich überzeugen.

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La Liga

In Spanien könnte sich für Tuchel der Weg zum FC Barcelona auftun. Voraussetzung: Die Klub-Bosse verlieren angesichts der bisher enttäuschenden Saison die Geduld mit ihrem aktuellen Trainer Ronald Koeman. Einige Präsidentschaftskandidaten sollen Tuchel bereits auf der Wunschliste haben. Nachdem Josep Maria Bartomeu Ende Oktober seinen Rücktritt erklärt hatte, steht am 24. Januar die Wahl des neuen Vereinschefs an. Auch beim Barca-Erzrivalen Real Madrid könnte sich bei der Besetzung des Trainer-Postens kurz- bis mittelfristig etwas bewegen. Amtsinhaber Zinedine Zidane steht immer wieder in der Kritik.

Deutsche Nationalmannschaft

Dieser Posten wäre definitiv mit einer kleinen Auszeit verbunden. Frühestens nach der Europameisterschaft im Sommer könnte Tuchel den seit Monaten in der Kritik stehenden Joachim Löw ablösen - zumindest dann, wenn auf die desaströse WM 2018 eine enttäuschende EM 2021 folgt. Löw, dessen Vertrag sogar bis zur WM 2022 läuft, betonte zuletzt, dass er selbst keinerlei Amtsmüdigkeit verspüre.

Bundesliga

Mit dem FSV Mainz 05 (2009 bis 2014) und Borussia Dortmund (2015 bis 2017) trainierte Tuchel bereits zwei Bundesligisten. Eine Rückkehr zum BVB, der mindestens bis zum Saisonende von Edin Terzic betreut wird, ist ausgeschlossen. Zu tief waren die Gräben zwischen den Klubchefs und dem Coach bei der Trennung vor dreieinhalb Jahren. Aus der Kategorie der Klubs, die für Tuchel interessant sein könnten, bliebe somit nur der FC Bayern.

Die Münchner flirteten in der Vergangenheit schon zweimal intensiv mit dem Coach. In der Klubführung herrschte über dessen Befähigung, den deutschen Rekordmeister zu trainieren, jedoch nie Einhelligkeit. Zudem wird sich die Trainerfrage bei den Bayern wohl kaum zeitnah stellen. Hansi Flick erledigt seine Aufgabe glänzend, sammelte seit der Amtsübernahme Titel nach Titel. Das Thema Tuchel könnte in München wohl nur dann aktuell werden, wenn Flick mittelfristig ein Auge auf den Job als Bundestrainer wirft.