19. März 2020 / 12:48 Uhr

Thomas Wjasmin: Seit 30 Jahren Trainer aus Leidenschaft

Thomas Wjasmin: Seit 30 Jahren Trainer aus Leidenschaft

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Thomas Wjasmin freut sich auf den ersten Hallencup der Friedrichsthaler Frauen.
Seit 30 Jahren gibt Thomas Wjasmin seinen Mannschaften als Trainer die Richtung vor.
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Kreis Oberhavel/Barnim: Am 19. März 1990 leitete Thomas Wjasmin sein erstes Fußball-Training im Nachwuchsbereich – mittlerweile stehen für "Locke" 22 Titel zu Buche.

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Diesen Donnerstag, diesen 19. März 2020 wird Thomas „Locke“ Wjasmin sicherlich nicht so schnell vergessen. Der gebürtige Oranienburger ist nun schon seit 30 Jahren als Übungsleiter aktiv. „Diese Zeit macht einen natürlich stolz“, sagt der 52-Jährige. „Ich bin immer froh, Teil des Teams gewesen zu sein. Den Hauptanteil der Erfolge hatten jedoch immer die Spieler oder Spielerinnen auf dem Platz. Oftmals war ich einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ Bisher stehen nach eigener Aussage 22 Titel im Nachwuchs-, Frauen- und Herrenbereich zu Buche – da sollen natürlich noch einige Trophäen dazukommen.

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Sein erstes Training leitete Wjasmin am 19. März 1990. Damals trainierte er aushilfsweise die E2-Jugend von Stahl Oranienburg. „Ein Kumpel hatte mich gefragt, ob ich ihn vertreten kann, da er verhindert war“, erinnert sich Wjasmin zurück. „Wir waren dann über 30 Kinder auf dem Trainingsplatz und nach dem Torschuss war dann irgendwie alles relativ schnell vorbei.“ Die Lust am Sport, speziell am Fußball, blieb jedoch bei Wjasmin, der nun auf diese lange Zeit zurückblicken kann. „Es ist jetzt noch schön, wenn man frühere Jugendspieler trifft, die einen noch mit Sie oder Herr Wjasmin anreden. Das ist sehr respektvoll“, so der Übungsleiter, der in Oberhavel auf allen Plätzen wohlbekannt ist.

Friedrichsthals Co-Trainer Thomas Wjasmin, der selbst schon den FC Kremmen trainierte, schwört seine Spieler ein.
Aktuell hilft Thomas Wjasmin auch bei den Friedrichsthaler Männern aus. © Robert Roeske

Besonders in Erinnerung dürfte jedoch das Jahr 2012 geblieben sein, als Wjasmin in einer Saison sechs Titel holte – drei als Trainer der Männer beim Oranienburger FC II, drei mit den Frauen des OFC. Er war aber auch in Birkenwerder oder Kremmen aktiv. Aktuell trainiert Thomas Wjasmin, der sich als sehr ehrgeizigen, lauten und emotionalen Trainer beschreibt, nicht nur die Frauen des SV Friedrichsthal, sonder interimsmäßig auch die Kreisoberliga-Mannschaft des Vereins. Denn nach der Trennung von Enrico Diedrich kurz vor dem Rückrundenstart übernahm Wjasmin zusammen mit Steven Rohrlack, dem Trainer der Friedrichsthaler Reserve.

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Während die Kreisliga-Frauen des SVF, die Wjasmin seit der Neuanmeldung zur Spielzeit 2016/17 betreut, in der Tabelle nach zehn Saisonspielen noch ungeschlagen auf Rang eins stehen, war im Kreispokal-Wettbewerb im Viertelfinale Schluss. Die Herren des Vereins stehen in der Kreisoberliga auf Rang elf. „Momentan interessiert mich der Sport aber nicht allzu viel“, sagt Wjasmin. „Das ist im Moment völlig nebensächlich, wenn es um die Gesundheit geht. Da steht die Familie an erster Stelle. Fußball ist aber dennoch die schönste Nebensache der Welt.“ Und das für Thomas Wjasmin nun schon seit genau 10 958 Tagen.

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