29. September 2022 / 15:57 Uhr

Thomas Wüstefeld erklärt seinen Rücktritt beim HSV: "Vertrauen in Teile des Aufsichtsrats verloren"

Thomas Wüstefeld erklärt seinen Rücktritt beim HSV: "Vertrauen in Teile des Aufsichtsrats verloren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Wüstefeld ist als Finanz-Vorstand des Hamburger SV zurückgetreten.
Thomas Wüstefeld ist als Finanz-Vorstand des Hamburger SV zurückgetreten. © dpa
Anzeige

Nach dem Rücktritt von Thomas Wüstefeld als Finanzvorstand und Aufsichtsratsmitglied beim Hamburger SV hat der Medizinunternehmer seine Entscheidung erklärt und klargestellt, dass sein Entschluss schon tagelang feststand. 

Thomas Wüstefeld hat betont, dass sein Rücktritt als Finanzvorstand und Aufsichtsratsmitglied beim Hamburger SV weder auf Druck erfolgt ist, noch ein Schuldeingeständnis darstellt. "Auf keinen Fall. Ich habe den Beschluss schon am Wochenende gefasst. Endgültiger Auslöser war die Anhörung im Hamburger Rathaus, wo ich im Kreuzfeuer stand und Dinge rechtfertigen sollte, die ich nicht zu verantworten habe", sagte der Medizinunternehmer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Anzeige

Am Vorabend hatte der 53-Jährige auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung seine beiden HSV-Ämter zur Verfügung gestellt. "Ich habe auch das Vertrauen in Teile des Aufsichtsrats verloren, aus dem viele vertrauliche Nachrichten an die Öffentlichkeit gelangt sind", fügte Wüstefeld hinzu. Er stehe aber weiterhin zur Aufklärung aller Vorwürfe, die er erneut zurückwies, zur Verfügung. "Wir werden das Stück für Stück aufarbeiten", sagte er.

Bis auf Weiteres soll Sportvorstand Jonas Boldt (40) als alleiniger Vorstand die operativen HSV-Geschäfte leiten, wie der Klub mitteilte. Die bisherigen Pläne sahen vor, dass Wüstefeld als Nachfolger von Frank Wettstein zunächst bis zum Jahresende seine pro bono ausgeübte Tätigkeit als Finanzvorstand weiterführen wird. Bei den Vorwürfen gegen ihn geht es unter anderem um Millionenklagen anderer Unternehmer, eine mögliche Strafanzeige wegen Untreue und angeblich illegal verkaufte Medizinprodukte.

Eine erst kürzlich von ihm und Aufsichtsratschef Marcell Jansen gebildete Kommission soll zur Klärung beitragen. Dort will Wüstefeld, der eine Kampagne von Wettbewerbern hinter den Vorgängen vermutet, auch aufgekommene Zweifel und Fragen zu seinem Doktortitel klären.

[Anzeige] Erlebe das Deutschland-Spiel gegen Costa Rica live und exklusiv bei MagentaTV. Mit dem Tarif MagentaTV Flex für nur 10€ pro Monat, monatlich kündbar.