05. März 2021 / 11:43 Uhr

Ex-Mitspieler Thorben Marx über Fredi Bobic: „Gibt keinen Besseren, den Hertha kriegen kann“

Ex-Mitspieler Thorben Marx über Fredi Bobic: „Gibt keinen Besseren, den Hertha kriegen kann“

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Fredi Bobic (3.v.r.) und Thorben Marx (2.v.r., mit Arne Friedrich, Niko Kovac, Marcelinho, v.l., und Yildiray Bastürk, r.) spielten von 2003 bis 2005 zusammen bei Hertha BSC.
Fredi Bobic (3.v.r.) und Thorben Marx (2.v.r., mit Arne Friedrich, Niko Kovac, Marcelinho, v.l., und Yildiray Bastürk, r.) spielten von 2003 bis 2005 zusammen bei Hertha BSC. © imago/Contrast
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Der Ex-Berliner Thorben Marx schätzte den möglichen Neu-Manager von Hertha BSC, Fredi Bobic, schon als Mitspieler. Eine Diskussion mit Dieter Hoeneß blieb ihm dabei besonders im Gedächtnis.

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Es ist eine Szene, die sich nachhaltig bei Thorben Marx eingeprägt hat. „Dieter Hoeneß war damals der Alleinherrscher bei Hertha. In einer Mannschaftssitzung hat Fredi Bobic mit ihm diskutiert und sich für die Mannschaft eingesetzt, das habe ich in der Form in meiner Karriere nicht mehr erlebt“, erinnert sich der ehemalige Hertha-Akteur an die Diskussion seines damaligen Mitspielers mit Hoeneß. Bobic stand Mitte der 2000er Jahre kurz vor dem Ende seiner Karriere, Marx noch am Anfang. „Er war damals schon ein Mensch, der viel nach rechts und links geschaut hat, so viel wie möglich mitnehmen wollte. Das fand ich bewundernswert, er hatte immer eine klare Meinung und hat sich dafür eingesetzt“, sagt Marx.

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Der 39-Jährige ist voll des Lobes über den aktuellen Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, der seinen Abschied aus der Main-Metropole angekündigt hat. Gerüchteweise soll er künftig bei Hertha BSC als Manager anheuern, seine Familie wohnt seit den zwei Jahren bei der Hertha (2003 bis 2005) in Berlin. „Fredi Bobic, warum nicht? Er ist ein richtiger Typ. Man kann mit ihm streiten“, sagt Trainer Pal Dardai über das Gerücht und unterstreicht damit, was die Anekdote mit Hoeneß schon zeigte.

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Bobic hat Frankfurt innerhalb von fünf Jahren vom Abstiegs- zum Champions-League-Aspiranten geformt. „Es ist hervorragend, was er da leistet und aus dem Verein herausgeholt hat“, meint Marx. „Er ist ein Typ, der in die Großstadt passt, da fühlt er sich wohl. Und er sieht die Möglichkeiten, die man bei Hertha in dieser Stadt und mit Lars Windhorst als Investor hat. Es gibt momentan keinen Besseren, den Hertha kriegen kann“, ist sich Marx sicher.

Bei Hertha gibt man sich momentan beim Thema zugeknöpft, „ein Personalausschuss“ sei gebildet worden, mehr gebe es zum jetzigen Zeitpunkt dazu nicht zu sagen, hieß es vom Verein zum möglichen Nachfolger des im Januar entlassenen Michael Preetz. Von der Personalie will sich Hertha nicht von den aktuellen Aufgaben ablenken lassen, am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) empfangen die Berliner den FC Augsburg, ein „Muss-Spiel“, wie es Dardai formulierte. „Die Aufgabe ist riesengroß. Aber ich glaube, dass es der richtige Schritt von Hertha war, die drei zu installieren“, sagt Marx über das Trio Dardai, Co-Trainer Andreas Neuendorf und Sportdirektor Arne Friedrich, mit denen er ebenfalls einst zusammengespielt hat.

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Sollte Bobic zurück nach Berlin kommen, stünden die Chancen, Marx zu treffen, wieder höher. Nach über einem Jahrzehnt in Mönchengladbach, wo Marx den Großteil seiner Profi-Karriere verbracht hat, zog er im Oktober mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern wieder zurück nach Berlin. Aktuell arbeitet er in der Sportagentur Gipfelstürmer seines ehemaligen Bielefeld-Mitspieler Daniel Halfar.