28. Oktober 2019 / 23:54 Uhr

Thorsten Legat nicht mehr Trainer: Landesliga-Klub Bövinghausen trennt sich von Ex-Bundesliga-Profi

Thorsten Legat nicht mehr Trainer: Landesliga-Klub Bövinghausen trennt sich von Ex-Bundesliga-Profi

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thorsten Legat muss als Trainer von Landesliga-Klub Bövinghausen gehen.
Thorsten Legat muss als Trainer von Landesliga-Klub Bövinghausen gehen. © imago images/Sportfoto Rudel
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Der ehemalige Bundesliga-Profi Thorsten Legat ist nicht mehr Trainer des Dortmunder Landesligisten TuS Bövinghausen. Der 50-Jährige, erst seit wenigen Monaten im Amt, reagierte auf Instagram enttäuscht.

Nur vier Monate lang hielt das Trainer-Engagement von Kult-Fußballer Thorsten Legat beim Landesliga-Klub TuS Bövinghausen - jetzt haben sich der Dortmunder Klub und Legat getrennt. Das bestätigte Vereinspräsident Ajan Dzaferoski der WAZ. Geneinsam mit seinem Sohn Dino werde er in den nächsten Wochen selbst den Job des Trainers übernehmen. Legat reagierte auf Instagram. "Ich habe daher am heutigen Nachmittag schweren Herzens meinen Präsidenten um Vertragsauflösung gebeten. Wer mich kennt, weiß wie schwer mir diese Entscheidung gefallen ist", sagte der 50-Jährige.

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Die Zusammenarbeit mit Legat hatte sich zuletzt als schwierig erwiesen - nicht zuletzt, weil der Trainer von TV-Sender RTL immer wieder für Dreharbeiten eingespannt wurde. Legat, der vor einigen Jahren an der RTL-Show Ich bin ein Star, holt mich hier raus! teilgenommen hatte, fungierte zuletzt als Co-Moderator des Formats, das in Australien produziert wird. Das war dem TuS zwar vor Legats Zusage im Sommer bekannt, wurde allerdings zum Problem.

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Legat reagiert auf Instagram: "Leider kann ich mich nicht teilen"

"Leider kann ich mich nicht teilen", schrieb Legat. "Ein Thorsten Legat macht alles immer zu 100%, oder gar nicht. Da die Ziele des Vereins mir sehr wichtig sind, habe ich entschieden, Platz zu machen, für jemanden der in dieser Situation mehr Zeit hat."

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Legat, dessen Trainer-Tätigkeit teilweise bis zu 500 Zuschauer und mehrere Spieler mit Oberliga-Erfahrung zum TuS lockte, fehlte beispielsweise in den vergangenen drei Ligaspielen der Bövinghäuser am Spielfeldrand, weil er für Dreharbeiten eingespannt war. Der ehemalige Spieler von Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen und Schalke 04 reagierte zunächst enttäuscht. "Ich muss wirklich aufpassen, was ich hier sage, der Schuss kann auch nach hinten losgehen", sagte der 50-Jährige.

Zuvor hatte Dzaferoski kürzlich noch bei RevierSport erklärt, dass Legats TV-Engagement kein Problem für Bövinghausen sei. "Als er bei uns zugesagt hat, wussten wir, dass er zwei-, drei-, vielleicht viermal im Jahr für einige Tage oder Wochen weg sein würde. Das ist alles in Ordnung", erklärte der Klubchef, für den die Reisen seines Trainers aber schließlich doch zum Trennungsgrund wurden.