03. April 2021 / 22:26 Uhr

Thuram dreht Partie gegen Freiburg: Gladbach setzt Aufschwung fort und behält Europa im Blick

Thuram dreht Partie gegen Freiburg: Gladbach setzt Aufschwung fort und behält Europa im Blick

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Borussia Mönchengladbach hat dank Marcus Thuram (links) gegen den SC Freiburg gewonnen.
Borussia Mönchengladbach hat dank Marcus Thuram (links) gegen den SC Freiburg gewonnen. © IMAGO/Beautiful Sports
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Zweiter Sieg in Folge: Borussia Mönchengladbach befindet sich im ersten Spiel nach Ende der Niederlagenserie wieder im Aufwind. Durch den 2:1-Erfolg im Samstagabendspiel gegen den SC Freiburg darf die Elf vom Niederrhein sogar wieder vom Europacup träumen. Am Spielende hatten die Fohlen jedoch großes Glück.

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Borussia Mönchengladbach hat das Duell der Europacup-Aspiranten gegen den SC Freiburg gewonnen. Dank eines Doppelpacks von Marcus Thuram (53. und 60. Minute), der mit seinen Treffern den Führungstreffer des Freiburgers Roland Sallai (10.) konterte, klettert die Borussia mit 39 Punkten in der Bundesliga-Tabelle auf Platz sieben. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose behält mit dem zweiten Sieg in Folge den Conference-League-Platz sechs, den aktuell Bayer Leverkusen belegt, weiter im Blick. Der Rückstand auf die Werkself beträgt nach dem 27. Spieltag vier Punkte. Die Freiburger rutschen mit nun zwei Zählern Differenz auf Gladbach auf Rang neun ab.

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"Wir fahren jetzt nach Berlin und wollen die Serie ausbauen, wir sind jetzt auf Schlagdistanz und wollen dranbleiben“, sagte Rose bei DAZN mit Blick auf das anstehende Duell bei Hertha BSC und lobte: "Ich habe viel Positives gesehen von meiner Mannschaft." Matthias Ginter ergänzte: "Freiburg hat es gut gemacht, sie haben wahrscheinlich ein paar Spiele von uns angeschaut", analysierte der Weltmeister von 2014. "Wir haben in der Halbzeit umgestellt, das war der Schlüssel, so hatten wir mehr Zugriff."

Corona-Schock beim SC Freiburg

Einen Schock gab es für die Freiburger bereits vor dem Anpfiff: Nach einem positiven Corona-Test musste das Streich-Team auf Vincenzo Grifo verzichten. Beim italienischen Nationalspieler sei nach der Rückkehr von der Länderspielreise bei einem Test eine niedrige Viruskonzentration festgestellt worden, teilten die Breisgauer vor der Partie mit. Grifo befinde sich in Quarantäne und habe die Reise zum Auswärtsspiel nicht angetreten. "Es ist fast schon normal in der heutigen Zeit", berichtete Freiburgs Trainer Christian Streich vor dem Spiel beim Streamingdienst DAZN. Man wisse nicht, woher er es habe. Grifo hatte nach seiner Rückkehr von der Nationalmannschaft bereits mit den Freiburgern trainiert, sagte Streich. Dennoch war nicht die gesamte Mannschaft von der Quarantäne-Maßnahme betroffen. Für die Breisgauer ist es der nächste Corona-Fall nach Nils Petersen, der rund zwei Wochen nach seinem Befund wieder im Kader stand.

Gladbach, das vor zwei Wochen mit einem 3:0-Sieg gegen den FC Schalke 04 eine sieben Pflichtspiele andauernde Niederlagen-Serie beendet hatte, trat ohne den kurzfristig ausgefallenen Nico Elvedi sowie den gesperrten Ramy Bensebaini und Jonas Hofmann (positiver Corona-Befund) an. Für Elvedi, der im Abschlusstraining eine Wadenverletzung erlitt, stand Jordan Beyer zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startformation. Oscar Wendt vertrat in seinem 300. Pflichtspiel für Borussia Linksverteidiger Bensebaini, Hannes Wolf übernahm die Position von Hofmann.

Freiburg-Ausgleich wird nach Videobeweis nicht gewertet

Den besseren Start erwischte trotz des Fehlens von Grifo der SCF, für den Sallai (10.) nach Pass von Ermedin Demirovic nur noch zum 1:0 einschieben musste. Die Freiburger bestimmten das Spiel und hätten bereits zur Pause höher als nur mit 1:0 führen müssen. Erneut nach Demirovic-Pass vergab Sallai im Duell mit Gladbach-Keeper Yann Sommer, der stark parierte, das 2:0 (22.). Der Ball wollte nicht ins Gladbacher Tor, weder bei einem Kopfball von Oscar Wendt auf den eigenen Kasten (35.) noch nach einer kurzen Eckball-Variante. Einen Abschluss von Lucas Höler (45.) konnte Sommer gerade noch so von der Linie wegkratzen.

In Hälfte zwei zeigten die schwachen Gladbacher ein ganz anderes Gesicht – und die Stunde von Stürmer Thuram schlug. Erst traf der Franzose nach Zuspiel von Kapitän Lars Stindl per abgefälschtem Drehschuss zum 1:1 (53.) – dann drehte er das Spiel komplett. Nach Steilpass von Christoph Kramer tanzte der Sohn des 98er-Weltmeisters Lilian Thuram Freiburg-Keeper Florian Müller aus und brachte die Elf vom Niederrhein in Führung. Freiburg brachte danach offensiv nur noch wenig zustande. Stattdessen verpasste die Rose-Elf das 3:1. Ein Eigentor von Baptiste Santamaria (68.) zählte nach Videobeweis jedoch nicht, weil es im Vorfeld ein Foul gegeben hatte. Der Videobeweis entschied auch den Ausgang der Partie. Ein Treffer von Keven Schlotterbeck wurde wegen einer Abseitsstellung von Höler nicht gegeben (90.+5).