19. Juli 2020 / 11:50 Uhr

Saison annulliert, keine Aufsteiger: Thüringer Amateurfußball geht Sonderweg

Saison annulliert, keine Aufsteiger: Thüringer Amateurfußball geht Sonderweg

Robin Jantos
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach den Beschlüssen des Verbandstags ist Thüringen das einzige Land, in dem es in der Saison 2019/20 keine Aufsteiger gibt.
Nach den Beschlüssen des Verbandstags ist Thüringen das einzige Land, in dem es in der Saison 2019/20 keine Aufsteiger gibt. © #GABFAF
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Im Thüringer Fußballverband kracht es gewaltig: Beim Verbandstag haben die Delegierten die bisherigen Pläne für eine Saisonfortsetzung gestoppt – gegen den ausdrücklichen Willen des Vorstands. Stattdessen wird die Saison 2019/20 abgebrochen und annulliert.

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Thüringen ist damit deutschlandweit der einzige Landesverband, in dem es keine Aufsteiger gibt. Einzige Ausnahme ist der Thüringenliga-Meister FC An der Fahner Höhe, weil der bereits für die Oberliga Nordost gemeldet ist und damit nicht mehr in die Zuständigkeit des Landesverbands fällt.

Für den Vorstand hatte der Spielausschuss-Vorsitzenden Sven Wenzel zuvor minutenlang für die Fortsetzung der Saison geworben. Zudem ließen sich die Entscheidungsträger per Beschluss vorab von jeder Haftung für die Folgen der Entscheidungen freistellen. Trotzdem stimmten die Delegierten mit 54:41 gegen die Fortsetzung. Dass es (anders als in den anderen Verbänden) keine Aufsteiger geben soll, wurde dann sogar mit 60:35 beschlossen, berichtet inSüdthüringen.de.

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Schon in den vergangenen Wochen hatte es in Thüringen heftige Debatten gegeben, ob und wie die Saison fortgesetzt werden soll - auch mit Blick auf den Jugendfußball. Dass die Saison im Nachwuchs vorzeitig beendet wird, war deshalb schon vor dem außerordentlichen Verbandstag Konsens.

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Für den Erwachsenenbereich gehen die Diskussionen dagegen weiter. Nach dem Beschluss am Sonnabend ging es im Internet bereits hoch her. Ob Vereine, die sich um den Aufstieg gebracht sehen, rechtlich gegen die Entscheidung vorgehen, muss sich zeigen. Bis dahin gibt es für die Thüringer Klubs keine Planungssicherheit.